Clemens Tönnies hatte beim Bundesligaspiel am Freitag in München beim FC Schalke 04 Platz genommen, eingeladen war der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des Revierclubs aber vom FC Bayern. 

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Schalke: Darum war Ex-Vereinschef Tönnies im Stadion

19. September 2020, 12:32 Uhr
Clemens Tönnies (l.) sah das 0:8 von Schalke 04 gegen den FC Bayern am Freitagabend im Stadion. Foto: firo

Clemens Tönnies (l.) sah das 0:8 von Schalke 04 gegen den FC Bayern am Freitagabend im Stadion. Foto: firo

Clemens Tönnies hatte beim Bundesligaspiel am Freitag in München beim FC Schalke 04 Platz genommen, eingeladen war der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des Revierclubs aber vom FC Bayern. 

Aus Sicht des FC Schalke 04 ein ganz normaler Vorgang. „Clemens Tönnies war am Freitag im Stadion, weil er enge Freundschaften zum FCB-Präsidium pflegt. Selbstverständlich sitzt er lieber bei der Schalke-Delegation“, erklärte der Club in einer offiziellen Stellungnahme.

Dass Tönnies auf der Tribüne saß, hatten einige Schalke-Fans im Internet kritisch kommentiert. Der 64 Jahre alte Unternehmer war Ende Juni als Aufsichtsratschef zurückgetreten.

Wie die Führungscrews beider Clubs saß auch Tönnies ohne Maske auf der Tribüne. Schalke wollte dazu kein weiteres Statement abgeben. Bayern-Vorstand Oliver Kahn berief sich auf offizielle Vorgaben, durch die gedeckt gewesen sei, dass die Funktionäre ohne Maske direkt nebeneinander saßen. „Es gab keine Vorgaben, weil wir uns an die bayerische Verordnung gehalten haben, die genau das auch erlaubt“, sagte er im ZDF. In Artikel 2 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Bayern ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet.

Schalke droht Heimspiel ohne Zuschauer

Gemäß des Konzepts der Deutschen Fußball Liga sind alle Personen in der „Zone 2“ des Stadions, zu der die Tribüne zählt, „zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet, sofern der Mindestabstand von 1,50 m nicht einzuhalten ist“. Bei 35 oder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Woche pro 100 000 Einwohner besteht eine ständige Maskenpflicht.

Schalke droht am kommenden Wochenende gegen Werder Bremen nun ein Heimspiel ohne Fans, da die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen massiv angestiegen ist und die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag bei 44,1 lag. Schon ab 35 Fällen sind keine Zuschauer bei Bundesligaspielen erlaubt. dpa

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22.09.2020 - 23:12 - Alles für Schalke

Ich bin es leid, diese Coronaverarschung zu kommentieren und tue es dennoch. Die Bayern waren auch da leider mal wieder Vorbild und kümmern sich nicht um den größten Unsinn aller Zeit in keinster Weise. DAS ist mal Zivilcourage!

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20.09.2020 - 18:48 - vomFlankengott

@ Außenverteidiger

Jeder kann auch außerhalb der Gesetze seinen eigenen Weg gehen. Das wird momentan immer beliebter. Auch auf "Hygienedemos" zum Beispiel. Oder die 10 Vögel auf der Hühnerstange im Bayern-Stadion.

Das war außerhalb der Hygienetegeln wie die bayerische Gesundheitsministerin Huml danach gesagt hat. Aber Kahn hat ja sinngemäß gesagt: Passt scho. (Mia san -halt - mia!)

Genau deswegen versteht sich der Tönnies so gut mit den Bayern-Vögeln. Passt auch scho.

GLÜCKAUF

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20.09.2020 - 10:40 - Außenverteidiger

Man sagt ja immer, es zieht die Leute immer wieder zu seines gleichen. Einmal Schalker, immer Schalker und Tönnies ist für mich der ideale Schalker. Der Meineid zieht solche Personen magisch an. Der heilige Gral des Fußballbetrugs. Wer es nicht mit Regeln und dem Gesetz allzu genau nimmt, der geht AUF Schalke. :P

KuK: Warst du nicht immer für die Ethik usw...?
Falls ja, verstehe ich deine Aussage nicht. Zum Einen braucht ein aufgeklärter Bürger keine Vorbilder in einer Demokratie. Innerhalb der Gesetze kann jeder seinen eigenen Weg gehen. Zum Anderen, dies wurde bereits geschrieben, kann ein Steuersünder und Schmuggler niemals Vorbildfunktion erreichen. Die Personen können machen was sie wollen, sie haben mit die schlimmsten Straftaten innerhalb einer Demokratie begangen. Es gibt Gruppen, die fordern Maßnahmen gegen Gewalt, für Infrastruktur und ganz Naive wollen mehr Geld für Bildungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen kosten Geld. Woher kommt das Geld? Vom Staat. Wer finanziert den Staatshaushalt? Die Steuerzahler. Keine Steuern, keine Maßnahmen. Denk mal drüber nach. ;)

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19.09.2020 - 19:57 - luko1944

Flankentod-Ich brauch keine Brille habe ein Fernrohr.

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19.09.2020 - 19:47 - vomFlankengott

@ luko1944

Er ist doch noch da!

Einfach die Brille noch mal putzen.

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19.09.2020 - 19:45 - vomFlankengott

@ KuK

Der geldgieririge Piranha, welcher Millionen von Steuern hinterzogen hat und der Typ, welcher Luxusuhren illegal durch den Zoll geschmuggelt hat, können per se keine Vorbildfunktion haben.

Passt scho.

Auch im Bayern-Stadion sollten die Gesetze gelten. Eigentlich schon richtig. Sollten, was aber nicht heißt dass sie es auch tun.

Kahn hat die Gesetze - sagen wir mal - kurz entschlossen neuinterpretiert. Mia san mia!

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19.09.2020 - 19:45 - luko1944

Clemens-Tönnies komm zurück Wir brauchen Dich.

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19.09.2020 - 18:18 - Kuk

<<< Oliver Kahn ... „Es gab keine Vorgaben, weil wir uns an die bayerische Verordnung gehalten haben, die genau das auch erlaubt“, sagte er im ZDF. In Artikel 2 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Bayern ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet. >>>

Nach meiner Kenntnis / Einschätzung ist das Stadions ist der FC Bayern München und somit ist es kein öffentlicher Raum.
Daher sollten doch Gesetze für Betriebe gelten, oder ?

Unabhängig von der juristischen Position hätte ich wäre eine Vorbildfunktion des Serienmeisters und seiner Verantwortlichen wünschenswert geweesen - gerade bei den reichlich vorhandenne Platz im Stadion, den vielen Zuschauern und den hohen Infektionszahlen in der bayerischen Landeshauptstadt.

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19.09.2020 - 18:12 - vomFlankengott

Mit "alle Personen" in Zone 2 sind doch nicht DIESE Personen in dem Hygienekonzept des DFL gemeint. Kahn hat also schon Recht, dass alles in Ordnung war. Der muss es doch wohl wissen.

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