Bekommt der FC Schalke 04 erneut eine Landesbürgschaft? Das ist Thema einer Sondersitzung im Landtag - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Nicht öffentlich

Schalke-Bürgschaft ist Thema im NRW-Landtag

10. Juli 2020, 08:53 Uhr
Schalkes Marketingvorstand Alexander Jobst hatte in der vergangenen Woche gesagt: „In vielen anderen Branchen ist es völlig selbstverständlich, das Instrument der Landesbürgschaft zu nutzen.“ Foto: dpa

Schalkes Marketingvorstand Alexander Jobst hatte in der vergangenen Woche gesagt: „In vielen anderen Branchen ist es völlig selbstverständlich, das Instrument der Landesbürgschaft zu nutzen.“ Foto: dpa

Bekommt der FC Schalke 04 erneut eine Landesbürgschaft? Das ist Thema einer Sondersitzung im Landtag - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Im nicht-öffentlichen Teil einer Sondersitzung im Düsseldorfer Landtag steht am Freitag das Thema Bürgschaften für Fußball-Bundesligisten auf der Tagesordnung. Die Landesregierung hat eine Landesbürgschaft für den FC Schalke 04 bislang nicht bestätigt, sondern auf die generell hohe Vertraulichkeit solcher Verfahren hingewiesen.

S04-Marketingvorstand Alexander Jobst hatte in der vergangenen Woche gesagt: „In vielen anderen Branchen ist es völlig selbstverständlich, das Instrument der Landesbürgschaft zu nutzen.“ Es sei klar, dass es nicht genutzt werden könne, um damit etwa Spieler zu finanzieren. Schalke würde nicht zum ersten Mal eine Landesbürgschaft in Anspruch nehmen.

Haushalts- und Finanzausschuss spricht über Westspiel-Gewinne

Auch der Verzicht der Landesregierung auf eine höhere Gewinnabschöpfung beim landeseigenen Glücksspielkonzern Westspiel beschäftigt am Freitag den Landtag. In der Sondersitzung des Haushalts- und Finanzausschusses will die SPD-Opposition ergründen, ob mit heruntergeschraubten Gewinnen in der Jahresbilanz Landesinteressen zugunsten privater Investoren verletzt worden sind.

In einem vorab veröffentlichten schriftlichen Bericht an den Landtag hatte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) eingeräumt, das Land habe auf höhere Gewinnabschöpfungen bei Westspiel verzichtet, um den Konzern auf die beschlossene Privatisierung vorzubereiten. Durch erhöhte Rückstellungen für Pensionen der Beschäftigten seien diese nun „insolvenzfest“.

Hat die Gauselmann-Gruppe Interesse an landeseigenen Spielbanken?

Zu konkreten Summen äußerte sich der Finanzminister nicht, dementierte die in der SPD-Frage ausdrücklich erwähnten neun Millionen Euro aber auch nicht. Der Landtag hatte Ende Mai mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und FDP den Weg frei gemacht, um die vier landeseigenen Spielbanken verkaufen zu können. Lienenkämper äußerte sich nicht zu der Frage, ob die vor allem mit Spielautomaten erfolgreiche Gauselmann-Gruppe aus Ostwestfalen Interesse bekundet habe.

Der Ausschuss wird sich darüber hinaus mit Vorschlägen der SPD für ein Milliarden-Hilfspaket für corona-geschwächte Kommunen, Familien und weiterhin eingeschränkte Branchen befassen. dpa

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10.07.2020 - 18:36 - Du schöner RWE

sorry, dieses.

10.07.2020 - 18:35 - Du schöner RWE

Ja genau, aber genau da können wir diese System knacken.

10.07.2020 - 18:27 - Anton Leopold

Du schöner RWE
Sky abbestellen? Den Sumpf trockenlegen?
Das würde Roger Wittmann et al aber gar nicht gefallen.

10.07.2020 - 18:11 - Du schöner RWE

Und liebe Sportsfreunde, ich kann Euch nur alle raten, bestellt Sky und DAZN ab. Die DFL und auch der DFB sowie die meisten Clubs der 1. Bundesliga haben nichts mehr gemein, mit dem Fußball den wir so lieben. Das ist nur noch eine riesige Geldverbrennungsanlage, in der Profis dermaßen überbezahlt werden, dass das Ganze weit entfernt ist von Gut und Böse. Der pure Wahnsinn geht da von statten. Was wäre bite daran so schlimm, wenn Schalke in der 4. Liga neu startet. Leute setzt dem Wahnsinn ein Ende. Sky abbestellen jetzt.

10.07.2020 - 18:05 - Du schöner RWE

Das meine ich. Beim RWE von Größenwahn sprechen, und die Misswirtschaft des größten Skandalvereins Deutschlands schön reden, einfach nur unglaublich. Sie verstehen es einfach nicht und glauben sie könnten machen was sie wollen. Es gibt in meinen Augen wirklich keinen unsympathischeren Verein, ich kann es einfach nur mit widerlich bezeichnen. Anton, volle Zustimmung meinerseits.

10.07.2020 - 16:33 - Anton Leopold

An den Melder.
Wir leben in einem Rechtsstaat. In diesem gibt es gemäß Artikel 5 Grundgesetz eine geschützte Meinungsäußerungsfreiheit. Diese findet gemäß Art. 5 Absatz 2 Grundgesetz seine Schranke in "Allgemeinen Gesetzen". Dazu gehört u.a. die Beleidigung und die üble Nachrede sowie die Verleumdung.
Weil ich keine fehlerhaften Tatsachen verbreite, liegen weder üble Nachrede noch Verleumdung vor.
Zur Beleidigung gehört Beleidigungsfähigkeit. Ein Verein ist kein Mensch und folglich nicht beleidigungsfähig. Selbst wenn die aktuellen Mitglieder (sehr fraglich, ob beleidungsfähige Gruppe) und sonstigen Anhänger des Vereins (auf keinen Fall beleidigungsfähige Gruppe) mitgemeint sind, wäre es unverhältnismäßig, eine Straftat in Form einer Beleidigung anzunehmen. Bei der Abwägung des Grundrechts auf Meinungsäußerungsfreiheit und dem Beleidigungsparagraphen ist stets auf den Kontext zu achten, in dem eine Äußerung fällt. Das Verhältnis zwischen RWE und dem Gelsenkirchener Verein ist durch den Bundesligaskandal belastet. Deshalb steht die Meinungsäußerung, so polemisch sie auch sein mag, im Kontext desselben und ist nicht strafbar.
Also bitte, lasst uns alle auf dem Boden der Rechtsordnung bleiben.
Übrigens wird der Gelsenkirchener Verein auch von Anhängern

- des BVB
- der Hertha BSC
- des FC Bayern
- der SG Eintracht Frankfurt

so genannt. Die Bezeichnung wird mit der Marke konnotiert, so ärgerlich das auch für einige Menschen hier auch ist.

10.07.2020 - 15:33 - Anton Leopold

Totti1904
Das sind unhaltbare Vorwürfe. Jeder RWE-Fan ist zuallererst Kritiker des eigenen Vereins. Wir alle verkennen nicht unsere jahrelange Misswirtschaft und die katastrophalen Fehlentscheidungen im sportlichen Bereich.
Der Beginn des Abstiegs liegt aber im Bundesligaskandal. Das ist die Wahrheit, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Also bitte schön sachlich bleiben.

10.07.2020 - 15:09 - totti1904

@du schöner RWE
Ich mache mich bestimmt nicht über euren Verein lustig und befürworte auch nicht unsere Vereinspolitik, das solltest du schon auseinander halten.
Der RWE hat sich damals selbst in die Insolvenz geritten und alles nur aufgrund eures Größenwahns... Da war kein Schalker mit verantwortlich, aber da ihr eh noch in der Vergangenheit lebt und für alles den Bundesliga-Skandal verantwortlich macht, haben solche Diskussionen hier an Ort und Stelle eh keinen Zweck..

10.07.2020 - 14:44 - Anton Leopold

Du schöner RWE
Volle Zustimmung. Aber eher friert die Hölle zu.

10.07.2020 - 14:35 - Du schöner RWE

Wo ist denn da bitte noch ein fairer sportlicher Wettbewerb. Einige Vereine können misswirtschaften wie sie wollen und andere Vereine bekommen wegen viel kleineren Versäumnissen die Lizenz entzogen und können sich dann noch den Hohn von den tollen Schalke-Fans anhören. Dieser Verein wird jahrelang schon bevorzugt behandelt und die Fans haben keinerlei Unrechtsbewusstsein. Da wäre aber wirklich mal eine gehörige Portion an Demut erforderlich. Ich habe sehr viele Schalke-Fans im Freundeskreis. Einige beurteilen die Situation durchaus sachlich und üben große Kritik an dem Gebaren der Verantwortlichen. Und Andere geben mir immer noch das Gefühl, wie armselig doch RW Essen ist, diese Überheblichkeit widert mich an. Hier gibt es nur eine richtige Entscheidung: Lizenzentzug und von unten wieder anfangen, alles andere wäre ein Hohn.

10.07.2020 - 13:46 - uwe b

@totti 1904 man kann nicht immer auf kredit leben und was nützt es einen hohen jahresumsatz zu machen wen unterem strich ein minus zeichen steht der FC schalke ist pleite sehe es einfach ein

10.07.2020 - 13:00 - Sportsfreund_1907

lustig totto1904 - ganz getreu dem motto „ich mache mir die welt, wie sie mir gefällt“ oder in diesem fall „ich mach mein ding, egal was die anderen sagen ...“ diese einstellung ist ja weithin bekannt auf schalke.

wenn man angeblich so viel vereinsvermögen besitzt und umsatz macht, dann sollte - nein - dann muss man erstmal das vorhandene vermögen einsetzen um vom schuldenberg herunterzukommen. jedenfalls wäre das die übliche praxis aber auf schalke lebt man eher in der theorie als das man sich der realität stellt. wenn die bürgschaft und somit das geld nicht zurückgezahlt werden kann, wer springt dann ein? ein herr laschet persönlich oder lieber doch die allgemeinheit?! so ein blödsinn. selbstverständlich zahlt der steuerzahler bei nicht einhaltung der bürgschaftsmodalitäten - so wie in jedem anderen fall von landesbürgschaften auch, bei denen eine rückzahlung nicht mehr gewährleistet ist.

noch mal zur ausgangsfrage ganz zu anfang: wieso wird in dem fall die lizenz nicht entzogen, wenn man anscheinend nicht solide wirtschaften kann und auf landesmittel zurückgreifen muss? viele andere vereine mussten diesen leidensweg auch gehen. arbeitgeber hin oder her - das waren viele unternehmen auch bevor sie in die insolvenz gehen mussten.

10.07.2020 - 12:42 - totti1904

Edit.: Unser Jahresumsatz lag 2019 bei 275 Millionen Euro ??

10.07.2020 - 12:41 - Anton Leopold

totti1904
Dann muss erst einmal das angebliche Vereinsvermögen von 814 Mio EUR versilbert werden, bevor der Steuerzahler aufkommt. Die gezeigte Haltung spiegelt exakt das von mir unten beschriebene und gerügte Anspruchsdenken wider. Dieser Weg auf Kosten anderer führt Vereine in die Pleite und Gesellschaften in einen widerwärtigen Neofeudalismus. Schluss damit!

10.07.2020 - 12:37 - totti1904

@ All
Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern, aber....
Es handelt sich um eine Landesbürgschaft, sprich wenn wir über die KfW einen Kredit anfordern, zahlt der Steuerzahler erst mal nichts, sondern bürgt nur für 80% der Summe X.
Außerdem kann das Land NRW gar nicht anders, als uns noch einmal zu stützen, da wir im Sommer 2019 eine Landesbürgschaft von 47,00 Millionen Euro erhalten haben und diese Dank der Corona-Krise nun nicht mehr bedienen können (auch hier haftet das Land NRW mit 38,5 Millionen Euro).
Ich kann den Ärger einiger Fan-Gruppierungen nachvollziehen, sehe dem FC Schalke 04 jedoch im Bezug auf ein nachhaltiges Wirtschaften, nebst Konsolidierung auf einem guten Weg.
Auch hat Schalke 04 mit einem Vereinsvermögen von 814 Millionen € bei einem Jahresumsatz von c.a 175 Millionen € und aktuellen Schuldenstand von 197 Millionen € durchaus ein Anrecht weiterhin Landesbürgschaften zu beantragen wenn diese zum Ausbau der Infrastruktur verwendet werden und somit eine Wertsteigerung im Gesamtkonzern erreicht werden kann.
Auch ein Vergleich zu kleineren Unternehmen ist mehr als fragwürdig, da irrelevant denn hier geht es explizit um den Verein Schalke 04.

Glück auf.

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10.07.2020 - 12:03 - Neobold

Unfassbar!
Ab in die 2. oder von mir aus auch 5. Liga........... genau wie JEDER andere Verein der Misswirtschaftet.
Unsere Wirtschaft ist gerade wegen Corona am Arsch, tausende Firmen pleite, tausende Existenzen zerstörrt und die blauen Herren verdienen sich goldene Ärsche und das jetzt auch noch von Steuergeldern.
Welcome to möchtegern-nicht-korrupt germany

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10.07.2020 - 12:03 - S04forever

Ich für meinem Teil empfinde die Bürgschaft beschämend und hoffe das es nicht zu einer solchen kommt.
Im übrigen pflichte ich @Cronenberger bei.
Glück auf

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10.07.2020 - 11:55 - Anton Leopold

Cronenberger
Volle Zustimmung! Alles richtig. Wir Vereinsmitglieder sind für unsere Vereine verantwortlich. Ich habe einen dreistelligen Euro-Betrag in Karten für virtuelle Heimspiele gesteckt und werde mich nicht lumpen lassen, auch vierstellige Beträge an RWE zu geben, wenn es nötig ist. RWE war, ist und bleibt mein Verein, für den ich mich verantwortlich fühle.

Dein Hinweis auf die vielen Soloselbständigen geht mir zu Herzen. Genau richtig. Mein Friseur hat die Krise kommen sehen und am Schluss rund um die Uhr gearbeitet, um ein Polster aufzubauen. Er ist insolvent, die Hilfen haben nicht gereicht. Er steht mit Ende Vierzig vor dem Nichts.

Völlig richtig: Fußball ist eine Nebensache, eine schöne, aber eine Nebensache.

Man stelle sich vor, wir hätten die Niedrigzinsen nicht. Man stelle sich vor 190 Mio Euro wären mit 5 vH zu verzinsen.

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10.07.2020 - 11:48 - Anton Leopold

totti1904
Nee, ganau das ist Journalismus. Wer jahrzehntelang waz, nrz, wp konsumiert hat, ist Hofberichterstattung gewohnt. Deshalb schockieren kritische Berichte.
Ein Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer (vermeintlich) guten.

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10.07.2020 - 11:45 - Cronenberger

Totti190@
Warum können die Anhänger von Schalke eigentlich keine berechtigte Kritik ertragen?
Die Frage nach der Berechtigung weiterer Landesbürgschaften an den Verein Schalke 04 ist absolut da!
Wie hier von Sportsfreund 1907 schon richtiger Weise genannt, u.a. der WSV, oder Wattenscheid 09, hätten das gleiche Recht wie Schalke, würden aber im Landtag nur müde belächelt werden!
Der Weg, den die beiden vereine nun eingeschlagen haben, ist der Richtige!
Man kann nicht den Steuerzahler u. U. mit der Zeche belasten, da Schalke 04 absolut nicht (!) als Systemrelevant anzusehen ist!
Was sollen denn die ganzen kleinen Soloselbständigen machen, die in diesen Tagen die Fragebögen des Landes NRW zur Soforthilfe für April-Juni auf den Tisch bekommen und, egal wie es denen am 31.12.2020 gehen wird, diesen "sogenannten" Zuschuß, u.U. zum Teil zurückführen müßen.
Das kann bis zur 100%-Rückführung gehen!
Willst du denen erklären, daß mit 250 Mio. Bürgschaften Kredite aufgenommen werden können, die der Soloselbständige nicht bekommt, geschweige denn die o.g. Vereine, um überleben zu können.
Du glaubst doch nicht im Ernst, daß das Geld nur außerhalb der Spielergehälter genutzt wird????
Schalke bekäme unter Umständen jetzt das 4. oder 5.x eine Bürgschaft, ist aber aufgrund der Neuverschuldung aus den vergangenen Jahren de Facto zahlungsunfähig!
Die Altschulden können bereits seit 3 JAhren nicht mehr getilgt werden und erhöhen sich Jahr für Jahr!
Solange die Banken bereit sind, dieses Geld weiter zu verleihen ist ja alles o.k.!
Aber ketzt ist es offensichtlich so, daß Schalke hier wie jeder andere Unternehmer anzusehen ist:
Wenn die Banken außerhalb der Bürgschaften keine Kredite mehr vergeben, steht Schalke mit dem WSV und Wattenscheid auf einer Stufe!
Sie sind pleite!
Wenn Schalke dann nicht in der Lage ist, aufgrund von Einsparungen oder Spielerverkäufen mit den Fernsehgeldern die neue Saison zu sichern, muß man sich egal welche Gefühle dahinter stehen, auch mit der Insolvenz befassen!
Das gilt nicht nur für Regionalligisten!
Hier wird auch nichts aufgebauscht umSchalke zu schädigen!
Das hat Schalke schon selbst hervorragend in den letzten Monaten geschafft!
Hier geht es nur darum, daß es absolut nicht sein kann, daß ein (!) Fußballverein meint, die Betonung liegt hier auf Verein!!!,sich mit einem korrekten Wirtschaftsunternehmen zu vergleichen und stellen zu wollen!!!
Das (!) würde ich noch nicht einmal dem WSV als meinem Heimatverein zugestehen!
Genausowenig wie RWE im Rahmen der Soforthilfen!
Der Fußball ist und bleibt, wenn auch eine Schöne, nur eine NEbensache in unserer Republik!
Dafür darf es aber keine Freifahrscheine geben!
Dafür gibt es im Notfall die Insolvenz!
Und noch eins, Schalke als systemrelevanten Verein zu sehen, ist doch ein Witz!
Was sollen die vielen kleinen, gemeinnützigen Vereine (soziale und kulturelle) sagen, die wirklich in vielen Bereichen, ehrenamtlich geführt, der Bevölkerung, gerade auch in Gelsenkirchen Vorteile bringen und soziale Hilfe oder kulturelle Angebote bieten, die zur Zeit nicht die geringsten Mittel seitens des Landes zur Überbrückung bekommen!
Nicht einmal 1000 Euro!
Glaube mir, ich weiß wovon ich rede!
Was meinst du wieviele davon jetzt aufgegeben werden?!
Gerade in einer Stadt wie Gelsenkirchen profitieren von diesen kleinen Helfern jede Menge Einwohner!
Denk mal drüber nach!

10.07.2020 - 11:35 - rwe-wackerle

Betreff : Anton Leopold
Das beste was man seit Monaten hier lesen konnte !!! 1oo% Zustimmung!!! Für sowas müste es einen Bürgerentscheid geben dann würde es diesen " scheinriesen " schon lange nicht mehr geben !!!

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10.07.2020 - 11:28 - Anton Leopold

10.07.2020 - 11:24 - Anton Leopold
Sportsfreund 07
Die Erklärung:
Der FC Meineid ist in Gelsenkirchen einer der größten Arbeitgeber. Private Investitionen sind nicht in Sicht, staatliche sinnlos. Politiker möchten gewählt werden, egal ob sie schwarz oder rot sind. Geht der FC Meineid baden, kommt Gelsenkirchen in der Realität an. Das muss verhindert werden. Deshalb wird der status quo gesichert. Auch mit Landesmitteln.

"Es sei klar, dass es nicht genutzt werden könne, um damit etwa Spieler zu finanzieren." Ein Satz, der an Einfalt nicht zu überbieten ist, oder an Perfidie. Eine Bürgschaft für bestehende Schulden ist nicht zweckgebunden. Eine Bürgschaft für einen Kontokorrent schon mal gar nicht. Selbstverständlich kann die Bürgschaft benutzt werden, um den Spielbetrieb zu sichern - folglich auch zur Spielerfinanzierung.

Die Frage ist: Warum lassen sich die 18 Millionen Einwohner des Bundeslandes, die 5 Mio Einwohner des Ruhrgebiets das gefallen? Weil sie es gewöhnt sind, nicht für sich selbst aufzukommen. Weil man sie an staatliche Transferleistungen und staatliche Förderung über Jahrzehnte gewöhnt hat. Weil man versucht hat, ihnen das eigenständige Denken abzugewöhnen, bei einigen leider mit Erfolg.

Ich bin seit Jahrzehnten in NRW nicht mehr wahlberechtigt und schaue mir den Niedergang meiner Heimat vom Süden aus an, teils wütend, teils fassungslos, teils froh dem Chaos entronnen zu sein, weil es die hiesige Landesregierung einfach besser macht. "Woanders is auch scheiße". Damit trösten sich die Ruhrgebietsbewohner. Stimmt aber nicht. Woanders ist es besser. Woanders ist es deshalb besser, weil woanders nicht sofort auf den Staat geschielt wird. Eine richtige Wirtschaft braucht keine Wirtschaftsförderung. Eine Wirtschaft ohne Bremsklötze entwickelt sich selbst.

Helfen kann nur das Ankommen in der Realität. Helfen kann nur die schonungslose Analyse, was jeder selbst dazu beigetragen hat, dass aus dem wirtschaftlichen Herz der Republik ein Armenhaus wurde. Es ist Anspruchshaltung, Bequemlichkeit, kollektivistisches Denken und schlicht Realitätsverweigerung. Nirgendwo ist die Quote der Selbstständigen niedriger, nirgendwo die Gründungsbereitschaft geringer. Dabei ist nirgendwo die Dichte an Bildungseinrichtungen höher. Universitäten mit exzellenten Fakultäten gibt es in Dortmund (Chemieingenieurwesen ist herausragend), Bochum (Elektrotechnik und Maschinenbau, Biochemie und Medizin sind überregional als gut bekannt), Essen (Medizin und Maschinenbau haben einen guten Ruf auch im Süden der Republik), Duisburg (?). Fachhochschulen gab es schon, als sie woanders noch gebaut werden mussten. Das Potential ist da. Der Schatz wird nur nicht gehoben.

Es sind schon lange nicht mehr die Verhältnisse ("Soldaten und Studenten gehören nicht ins Ruhrgebiet", Wilhelm II.) sondern die Einstellung, welche zu Mittelmaß und fehlender Wertschöpfung geführt haben. Die Großunternehmen bekommen noch Mitarbeiter aus Großstädten, die Mittelständler und Kleinunternehmer nicht. Sie bekommen nur Zureisende aus Dörfern oder Kleinstädten. Wer nicht aus dem Pott kommt, will da in der Regel nicht hin. Natürlich ist das Gründen sehr hart. Während andere mit Dienstwagen, Diensthandy, Arbeitgeberkrediten gefördert werden, arbeitet der Gründer rund um die Uhr und hat am Monatsende nichts in der Hand. Es folgen Jahre der Wachstumsschmerzen und des Verzichts. Aber warum ist man außerhalb des Ruhrgebietes in viel stärkerem Umfang dazu bereit? Weil in NRW und insbesondere im Ruhrgebiet der Staat ständig eingreift und wie der ungerechte Lehrer Lieblinge fördert und andere außen vor lässt.

Von außen betrachtet, steckt hinter jeder Entwicklung im Ruhrgebiet Staatsknete, unmittelbar oder mittelbar. Staatsknete schaltet Märkte aus. Sie erstickt zarte Pflanzen der Unabhängigkeit durch Bevorzugung anderer. Nur so konnte sich das Kartell entwickeln, dass einen Scheinriesen wie den FC Meineid am Leben hält. Der FC Meineid ist eine Art Trostpflaster für Traditionsverlustige. Wer den Süchtigen den Stoff (Staatsknete) vor die Füße wirft, wird gewählt, egal ob er rot, schwarz, gelb oder grün angestrichen ist.

Es gibt seit langem die Vorstellung einer Gebietsaufteilung zwischen BVB und dem FC Meineid. Vereine wie der MSV, der VfL, RWE oder SG 09 stören die Harmonie. Deshalb legt man seit Jahrzehnten zweierlei Maß an. Paul Nikelski, dem ich auch posthum jedes Wort glaube, hat vor seinem Tod im Fernsehen berichtet, dass man ihm verbandsseitig klar gemacht hat, zu viele Westvereine seien schlecht für das Geschäft. Noch Fragen?


PS. Kaiserslautern ist kein gutes Beispiel.

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10.07.2020 - 11:17 - totti1904

Danke Reviersport!!!
Da hat uns der Autor dieses Artikels mal wieder einen Bärendienst erwiesen....
Warum muss immer alles Öffentlich breit getreten werden ?!?
Wollen sie mit diesem Artikel Schalke Schaden, in der Hoffnung das durch den Medialen Druck der Antrag abgelehnt wird ?
Wenn ja, sind sie ja auf einem guten Weg und sorgen indirekt für noch mehr Chaos beim Verein.
ein gepflegter Journalismus sieht da anders aus.

Glück auf.

10.07.2020 - 10:56 - Sportsfreund_1907

p.s. und bitte nicht auf die corona pandemie verweisen, denn zum einen waren die schulden vor covid19 bereits immens und zum anderen erhalten unternehmen nur eine soforthilfe, die nachweislich (ende) 2019 durch covid in schwierige fahrwasser gelangt sind!

10.07.2020 - 10:43 - Sportsfreund_1907

kann mir mal jemand helfen? anscheinend ist der gelsenkirchener stadteilclub in finanziellen schwierigkeiten und kann sich nicht selber helfen, korrekt?!? wieso spielt das thema lizenzvergabe hier keine rolle und warum müssen andere traditionsvereine in die insolvenz und somit in die 4. liga? hier wird doch offensichtlich mit zweierlei maß gemessen, wenn plötzlich das land nrw für die mißwirtschaft in dem verein einspringen soll. vielleicht kann mir das einer erklären und gleichzeitig mitteilen, warum z.b. kaiserslautern, wattenscheid, wuppertal u.s.w. diese bürgschaften nicht erhalten haben oder ganz einfach zu stolz waren um den allg. steuerzahler zur kasse zu bitten. danke im voraus für eine schlüssige erklärung.