Ganz anders als geplant verläuft die Premieren-Saison von Blau-Gelb Überruhr in der Landesliga. Der Abstieg in die Bezirksliga scheint unvermeidbar. Für die neue Spielzeit müssen die Essener zudem einen neuen Sportlichen Leiter suchen.

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Salogga tritt bei BG Überruhr zurück

24. April 2019, 12:02 Uhr

Foto: Michael Gohl

Ganz anders als geplant verläuft die Premieren-Saison von Blau-Gelb Überruhr in der Landesliga. Der Abstieg in die Bezirksliga scheint unvermeidbar. Für die neue Spielzeit müssen die Essener zudem einen neuen Sportlichen Leiter suchen.

Mario Salogga, seit 2015 in Überruhr, wird den Verein zum Saisonende verlassen. Vorstand und Mannschaft sind darüber bereits informiert. Als Grund für die Trennung gab Salogga im Gespräch mit RevierSport "unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf die weitere Ausrichtung des Vereins" an. Daher wolle er nun Platz machen für einen Neuanfang. Der 33-Jährige betonte jedoch, dass die Trennung im Guten erfolge. Er wolle "keine schmutzige Wäsche waschen". 


Salogga könnte zum FC Kray zurückkehren

Gerüchte über eine Rückkehr zum Landesliga-Spitzenreiter FC Kray, für den er bereits vor seiner Zeit in Überruhr als Trainer der zweiten Mannschaft tätig war, wollte Salogga nicht kommentieren. Dass es noch Kontakt zu seinem ehemaligen Verein gibt, wollte der 33-Jährige aber nicht verhehlen - ebenso wie die Option, ein komplettes Jahr vom Amateurfußball zu pausieren.

Derzeit ist Salogga vornehmlich damit beschäftigt, die Übergabe an seinen Nachfolger vorzubereiten. Der ist allerdings noch nicht gefunden, weshalb sich Salogga und Trainer Stefan Lorenz aktuell die Kaderplanung für die kommende Saison teilen. "Wir sind in Gesprächen mit den Jungs und haben uns eine Entscheidung nach den Osterferien erbeten" erklärte Lorenz. Durch die aktuelle sportliche Situation zögern natürlich einige Spieler damit, ihre Verträge zu verlängern.

Trainerwechsel brachte keine Besserung - im Gegenteil

Denn in der kommenden Saison werden sich die Blau-Gelben wohl in der Bezirksliga wiederfinden. Sechs Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer ganze zehn Zähler. Und auch die letzten Partien geben keinen Anlass, auf ein Wunder zu hoffen. Im Jahr 2019 gelang BGÜ noch überhaupt kein Sieg. Drei 1:1-Unentschieden im März waren schon das höchste der Gefühle. Pikant: Trainer Jörg Dohmann wurde in der Winterpause entlassen, obwohl er vier Spiele in Folge gewann. Unter Lorenz wurde noch kein Dreier eingefahren.

Dennoch geht der 37-Jährige davon aus, auch in der kommenden Saison auf der blau-gelben Trainerbank zu sitzen. "Ich bin niemand, der hinschmeißt, wenn es einmal nicht läuft", sagte Lorenz. "Das Vertrauen vom Verein ist da und auch die Spieler ziehen voll mit." 

Autor: Florian Nussdorfer

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24.04.2019 - 14:22 - rotweissliebe

Der Trainertausch im Winter war doch nicht "pikant", wie im Bericht geschrieben, sondern er war einfach nur blöd :-) Einfach mal dem Name nach eine angebliche Trainer Topverpflichtung, allerdings darf die Frage erlaubt sein, was war denn an Stefan Lorenz vor seinem Engagement bei BGÜ top??? Die Mannschaft zieht aber voll mit??? Salogga tritt nun zurück??? Ist wirklich an Slapstick kaum noch zu überbieten!! Einen gerechteren Abgang Richtung BZL kann es dieses Jahr für diese Nummer nicht mehr geben!!!