Lotte zieht die Notbremse

Regionalliga West: Fünfte Trainerentlassung perfekt

15. Dezember 2020, 12:16 Uhr
Imke Wübbenhorst ist nicht mehr Trainerin der Sportfreunde Lotte. Foto: Stefan Rittershaus

Imke Wübbenhorst ist nicht mehr Trainerin der Sportfreunde Lotte. Foto: Stefan Rittershaus

Die Sportfreunde Lotte haben sich von Trainerin Imke Wübbenhorst getrennt. Es ist der fünfte Trainerwechsel der laufenden Saison.

Nach dem 0:2 gegen Rot-Weiss Essen war abzusehen, dass Imke Wübbenhorst nicht mehr lange Trainerin der Sportfreunde Lotte bleiben würde. Sie hatte auf der Pressekonferenz mit den Tränen zu kämpfen. Zuvor wurde ihr ein Ultimatum gestellt. Die Punktzahl aus dem Ultimatum konnte sie nicht mehr erfüllen. Die 32-jährige Fußballlehrerin wurde dann am Dienstagmorgen von ihren Aufgaben entbunden.

Nach Rot-Weiß Oberhausen (Terranova für Pappas), Rot Weiss Ahlen (Zimmermann für Mehnert), Wuppertaler SV (Mehnert für Voigt) und Bonner SC (Joppe für Nehrbauer) ist es die fünfte Trainerentlassung der laufenden Regionalliga-West-Saison 2020/2021.


Nur drei Siege aus 19 Spielen, zuletzt dreimal punkt- und torlos: Für Lotte ging es in der bisherigen Saison fast nur bergab. Die Verantwortlichen zogen die Notbremse. "So wie bisher kann und soll es nicht weitergehen", wird der erste Vorsitzende Sven Westerhus im Vereinsstatement zitiert. "Das muss sofort in den Kopf jedes einzelnen Spielers. Wir erwarten nun, dass die Mannschaft auch mehr Punkte für das sportliche Überleben sichert."

Wübbenhorst hat sich nichts vorzuwerfen

Wübbenhorst, die zuvor die Oberligaspieler des BV Cloppenburg trainierte, heuerte im vergangenen Sommer bei den Sportfreunden aus Lotte an. Sie sollte die Mannschaft zum sicheren Klassenerhalt führen. Doch schon in der Vorbereitung merkte sie, dass dies ein sehr schwieriges Unterfangen sein würde. Der Verein hatte einfach nicht genügend Spieler verpflichtet und erst später mit Nachverpflichtungen reagiert.

Gegenüber RevierSport zeigte sich Wübbenhorst enttäuscht: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen und Tag und Nacht dafür gearbeitet, dass sich die zuletzt klar zu sehende Entwicklung der Mannschaft auch in Punkten widerspiegelt. Über die weiteren Umstände meiner Zeit in Lotte möchte ich mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern."

Die Sportfreunde Lotte liegen auf dem drittletzten Tabellenplatz in der Regionalliga West und stehen aktuell fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer.

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Kommentieren

16.12.2020 - 22:53 - soso

und wer vermißt lotte im bezahlten fußball ??

kein Mensch, genau so wenig wie Herne oder Rödinghausen

16.12.2020 - 11:47 - Klaus Thaler

Das Lotte eine harte Saison vor sich hatte, war doch schon von Anfang an klar. Da spielt der Name des Trainers auch keine Rolle. Egal ob männlich oder weiblich. Wer hat Schuld? Die Vereinsführung? Tja wenn die Kohle fehlt, kann man da halt nicht viel machen. Lottes Weg war schon im zweiten Drittligajahr abzusehen. Bei Abstieg aus der 3. Liga folgt ein tiefer Fall. Für manche endet der gar in der 5. oder 6. Liga.

15.12.2020 - 19:35 - Außenverteidiger

Für mich ganz klar Sexismus. Der Spiegel hat sogar darüber berichtet. Über einen Trainer in der vierten Liga... :)

15.12.2020 - 18:33 - RWE51

Natürlich ist das eine ganz normale Trainerentlassung. Nur schlecht gearbeitet hat die Vereinsführung. Am Anfang waren viel zu wenig Spieler da. Meinetwegen kann Lotte zum Teufel gehen. Für die Liga nicht wichtig. Wenn die absteigen, fällt das nicht auf.

15.12.2020 - 18:20 - Lackschuh

hoelwil, nicht schlecht!!!

15.12.2020 - 18:19 - derdereuchversteht07

Für mich ist das eine ganz normale Trainer (in) Entlassung wie es sie vormals auch schon x-mal gegeben hat.
Wenn man den Bericht liest hat diese Entlassung hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun.
Alles andere ist zum jetzigen Zeitpunkt Spekulatius.

15.12.2020 - 17:21 - hoelwil

Lieber Aussenverteidiger: Frauen führen keine Kriege Sie vergeben Defensiv bzw. Schutzmandate. Sie schützen die Bevölkerung und lassen die Polizei ausbilden (Mali/Afghanistan). Frau Kramp-Karrenbauer tut dies allerdings ohne gewinnen zu können, es sterben nur deutsche Soldaten und das völlig sinnlos. Frau Wübbenhorst hatte allerdings den Auftrag zu gewinnen. Der Vergleich hinkt also. Und hier noch schnell zu den Leistungsparametern. 41 Gegentore sind mit Abstand die meisten in der Liga.17 erzielte Treffer unterbietet nur die Alemannia mit 15. Der Marktwert des Kaders liegt im Mittelfeld der Liga, leider haben ähnlich bewertete Teams wie Wiedenbrück oder Wegberg bis zu 8 Punkte mehr. Das da Fragen aufkommen ist doch normal. Frau Steinhaus respektiere ich absolut, die hat hervorragende Leistungen gezeigt. Der Vater war ebenfalls Schiri und sie ist mit 1.81m recht gross. Zusätzlich hatte sie ein gutes Gefühl für Spiele und hat laufen lassen wenns gerade noch so ging. Aber der Schiedsrichter Job ist nicht annähernd vergleichbar dem Trainerjob.

15.12.2020 - 16:22 - Kalle K

in dem Zusammenhang verweise ich einfach mal auf die ehemalige Premierministerin M. Thatcher;
Ich glaub, dass Sie bewiesen hat, dass Frauen knallhart seien können.

15.12.2020 - 16:20 - Bierchen

Müsste es nicht Trainer*innenentlassung heißen ; - )??

15.12.2020 - 15:58 - Außenverteidiger

Mali und Afghanistan?

15.12.2020 - 15:36 - dr. breitner

...welche Kriege haben die denn geführt, hab ich was verpasst ? ;-)

15.12.2020 - 15:22 - Außenverteidiger

Alles eine Frage der Ausbildung. Frauen und Männer unterscheiden sich in Machtfragen nicht. Man dachte auch mal, Frauen könnten keine Kriege führen. Dabei haben wir jetzt zwrimal eine Verteidigungsministerin gehabt und 16 Jahre Kanzlerin. Da werden Entscheidungen im Fußball kein Problem sein. :D

15.12.2020 - 15:14 - F.C.Knüppeldick

So hab ich bei Frau Steinhaus auch gedacht,bevor sie mich eines besseren belehrt hat.Aber stimmt,eine Frau als Trainerin im Profifußball,das ist nicht einfach-aber sie oder Frau Grings könnten es schaffen-wir werden sehen

15.12.2020 - 14:40 - hoelwil

Ich hatte es am Wochenende schon vermutet.Eine Frau wird sich nie im Herren Leistungsfussball durchsetzen. Da gehen zu viele Prozesse ab, die eine Frau nicht verstehen kann und nicht nur auf hormonellem Niveau. Eine Frau würde nie einen "Stinkstiefel" im Team extrahieren. Sie würde es immer mir reden versuchen um den Spieler für das Team zu retten. Aber manchmal vergiftet dieser Spieler das Klima im Team total und dann muss man sich immer trennen. Eine Frau hat diese nötige Brutalität nicht und dies ist nur einer der Gründe warum diese Kombi (Frau/Leistungsfussball) nicht gehen wird.

15.12.2020 - 14:23 - Außenverteidiger

Ja, sie und Knappi gehören in die Regio West. Trainer, die Spieler verstehen und für den Profifußball sind. Fand die Sprüche immer gut und sie müssen nicht nur von einem Mann kommen.

15.12.2020 - 14:23 - Außenverteidiger

Ja, sie und Knappi gehören in die Regio West. Trainer, die Spieler verstehen und für den Profifußball sind. Fand die Sprüche immer gut und sie müssen nicht nur von einem Mann kommen.

15.12.2020 - 14:23 - Außenverteidiger

Ja, sie und Knappi gehören in die Regio West. Trainer, die Spieler verstehen und für den Profifußball sind. Fand die Sprüche immer gut und sie müssen nicht nur von einem Mann kommen.

15.12.2020 - 14:23 - Außenverteidiger

Ja, sie und Knappi gehören in die Regio West. Trainer, die Spieler verstehen und für den Profifußball sind. Fand die Sprüche immer gut und sie müssen nicht nur von einem Mann kommen.

15.12.2020 - 14:23 - Außenverteidiger

Ja, sie und Knappi gehören in die Regio West. Trainer, die Spieler verstehen und für den Profifußball sind. Fand die Sprüche immer gut und sie müssen nicht nur von einem Mann kommen.

Beitrag wurde gemeldet

15.12.2020 - 13:16 - F.C.Knüppeldick

Ich hab sie ein paar Mal in Interwies gesehen und auch im NDR Sportclub.Sie macht einen sehr kompetenten Eindruck.Nicht unterkriegen lassen Imke.Nächste Station und der Erfolg kommt irgendwann

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion überprüft und nicht als Verstoß eingestuft.

15.12.2020 - 13:15 - Außenverteidiger

Schade. Bin ein großer Fan. Bis auf die Tränen, kann man ihr nichts vorwerfen. Als Spieler ist es schwierig einem Trainer zu folgen, der weint. Schwamm drüber, aus Fehlern lernt man und der nächste seriöse Verein sollte ihr eine Chance geben. Hier rede ich bewusst vom Verein als Rechtsform. In Konstrukten ist ein emotionaler Trainer fehl am Platz. Intern geht's dort nämlich ziemlich hässlich zu.

Lotte hat eine katastrophale Vereinsführung. Würde man deren Arbeit untersuchen, wäre der Vorstand weg vom Fenster. Bin beeindruckt, was die Mannschaft unter diesen Umständen leistet.

15.12.2020 - 12:52 - Lackschuh

Jetzt doch....ja, man konnte davon ausgehen, aber das kippte doch Sonntag auf einmal in eine andere Richtung, was auch ein RS-Bericht so hergab.....?