Oberliga Niederrhein

Niederwenigerns Kader bleibt zusammen

Tizian Canizales
20. Juni 2019, 07:30 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Im Gegensatz zu Oberliga-Mitaufsteiger FC Kray verzichten die Sportfreunde Niederwenigern auf den großen Umbruch. Lediglich zwei neue Spieler kommen, das Aufstiegsteam bleibt sogar komplett zusammen.

Aufstiegstrainer Jürgen Margref musste selbst ein wenig schmunzeln. "Nein, wir holen keine neuen Spieler mehr. Unsere Kaderplanung ist eigentlich abgeschlossen." Die Sportfreunde verpflichteten lediglich Torwart Sebastian Behler vom ESC Rellinghausen und Mittelfeldmann Damian Peterburs vom ETB SW Essen. Der zog sich zuletzt allerdings einen Kreuzbandriss zu und muss mindestens ein halbes Jahr zuschauen. "Ich hoffe, dass er uns in der Rückrunde weiterhelfen kann", sagte Margref.

Keine Abgänge, auch Torjäger Machtemes bleibt

In die Vorbereitung gehen die Sportfreunde also mit dem gesamten Aufstiegskader. "Traditionell nehmen wir außerdem noch A-Jugendliche mit, denen wir bei der ersten Mannschaft eine Chance geben möchten. Aber Neue holen wir keine mehr. Da müsste uns schon einer zulaufen", schmunzelte der Trainer.

Damit ist auch klar, dass Angreifer Florian Machtemes bei den Sportfreunden bleibt. Der 26-Jährige schoss in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit satte 23 Tore und trug so maßgeblich zum Aufstieg seines Teams bei. "Ich gehe davon aus, dass Florian Angebote von anderen Klubs hatte. Umso mehr freut es mich, dass er bei uns bleibt", sagte Margref.

Nur der Klassenerhalt zählt

Trotzdem gilt für die Sportfreunde in der neuen Saison nur das Ziel Klassenerhalt. "Einige unserer Spieler haben zwar schon höherklassig Erfahrungen gesammelt, für viele ist es aber Neuland. Es ist eben immer noch ein Klassensprung. Wir müssen uns schnell zurechtfinden und dann schauen, wie es läuft", erklärte der Trainer.

Dabei will er seine Mannschaft aber auch nicht kleinreden. "Wir haben uns sportlich qualifiziert, obwohl in der letzten Saison sicherlich vier, fünf Mannschaften den Aufstieg hätten schaffen können. Außerdem haben wir eben den Vorteil, dass unser Kader zusammengeblieben ist und sich die Spieler nicht erst aneinander gewöhnen müssen. Wir haben nie die großen Summen ausgegeben, sondern immer schon aus Talente aus dem Dorf gesetzt. Damit sind wir bisher gut gefahren und ich bin mir sicher, dass das auch in der Oberliga der Fall sein wird."

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20.06.2019 - 11:39 - Ballaballa52

Toll! Fast wie früher im amateurfussball mit viel heimatliebe und vereinstreue und Mannschaftsverbundenheit! Allenfalls im wertkonservativem Sinne gemeint!
Hätte ich dem ehemaligen RWE-Profi markgref nicht zugetraut! Kann man sich doch täuschen! Deshalb hut ab, gefällt mir??