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Nach 0:3 gegen RWE: RWO-Trainer Terranova lobt Uhlig und Nowak

Fabrice Nühlen
24. Oktober 2020, 21:10 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen kassierte im Derby bei Rot-Weiss Essen eine deutliche 0:3-Niederlage. Trotz der Pleite konnte Trainer Mike Terranova seiner Elf keinen Vorwurf machen.

Rot-Weiß Oberhausen erwischte einen klassischen Fehlstart und hatte nach sieben Partien erst vier Punkte auf dem Konto. Als Konsequenz des Misserfolgs und der unsicheren Corona-Zeit, beurlaubte der Verein Trainer Dimitrios Pappas und präsentierte mit Klub-Ikone und Ex-Coach Mike Terranova einen Interimstrainer als vorübergehenden Nachfolger. Der Einstand glückte und RWO gewann unter der Regie des 43-Jährigen vor dem Derby bei Rot-Weiss Essen zwei von drei Partien. Dementsprechend gab sich der Coach im Hinblick auf das RWE-Spiel selbstbewusst: „Wir wollen auch in Essen drei Punkte holen.“ 

Nach der verdienten 0:3-Niederlage musste der Fußballlehrer allerdings den Rivalen beglückwünschen. Trotzdem konnte „Terra“ seinem Team keinen Vorwurf machen: „Ich bin mit der Leistung zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis.
Die Niederlage geht in Ordnung. Meiner Meinung nach waren wir aber nicht drei Tore schlechter.“

RWO-Coach lobt Uhlig und Nowak

RWO investierte viel im gesamten Spiel und warf alles in die Waagschale. Das Gehäuse von RWE-Keeper Daniel Davari konnten die „Kleeblätter“ aber kaum gefährden. „Im letzten Drittel müssen wir noch zielstrebiger und gieriger werden. Die Durchschlagskraft hat gefehlt und dazu hat Essen in der Defensive sehr gut verteidigt“, betonte der Trainer.

Für Terranova war es als Trainer die dritte Derby-Niederlage in Folge ohne ein eigenes Tor. Das Oberhausener Urgestein lobte die RWE-Verantwortlichen Marcus Uhlig und Jörn Nowak: „Kompliment an Essen. In den letzten zwei Jahren wurde dort eine gute und spielstarke Mannschaft zusammengestellt. Jörn und Marcus machen gute Arbeit. Das muss man neidlos anerkennen.“

Terranova: “Die Jungs gehen auf dem Zahnfleisch“

Am kommenden Samstag (31. Oktober, 14 Uhr) empfängt RWO den SC Wiedenbrück im Stadion Niederrhein und will dort in die Erfolgsspur zurückfinden. Aktuell hat Oberhausen einen Punkt Rückstand auf den Aufsteiger und zwei Partien mehr absolviert. Terranova erwartet eine schwere Aufgabe: „In der Liga gibt es keine einfachen Spiele. Ich bin froh, dass wir zunächst eine Woche Pause haben. Für uns war es die zweite Englische Woche in Folge. Das hat sehr viel Kraft gekostet. Viele Jungs, die aus einer Verletzung kommen, gehen auf dem Zahnfleisch. Insgesamt bin ich aber mit unserem Kader zufrieden.“

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25.10.2020 - 11:47 - ata1907

Ein versöhnlicher Kommentar vom Ostwestfalen.
Ich schließe mich den Wünschen gerne an.

25.10.2020 - 10:15 - Ostwestfale

Es soll ja auch nicht unsere, sprich die Essener Sorge sein. RWO liegt uns bei aller Rivalität jedoch näher als die ganzen Dorfvereine, die mittlerweile wie Pilze aus dem Boden schießen. Von daher alles Gute! Und Krisenmanagement kann man in Oberhausen, das wurde oft genug bewiesen.

25.10.2020 - 10:07 - Kleeblatt1904

Außerdem fällt mir auch kein Verein in Deutschland ein wo Profi Bedingungen herrschen und der Vorstand ehrenamtlich arbeitet..

25.10.2020 - 09:53 - Kleeblatt1904

Dass RWO über seine Verhältnisse gelebt hat ist totaler Schwachsinn. Wenn es so gewesen wäre, wären die jetzt schon Pleite. In Oberhausen wurde immer solide gewirtschaftet und nebenbei schulden abgebaut. Da musst du dich nochmal genauer informieren schöner RWE und dass RWO vor der Krise finanziell ganz gut da stand wissen wir jetzt auch alle, trotzdem müssen die verantwortlichen um jeden Cent kämpfen. In der Regionalliga vielleicht nicht aber in der 3 oder 2 Liga ist RWO immer der Underdog und daher stammt auch nich die Bezeichnung

25.10.2020 - 09:47 - Anton Leopold

Du schöner RWE
Ich kann Dir schon deshalb nicht widersprechen, weil mir die nötigen Informationen fehlen.
Dass sie besser bezahlt haben als es den Anschein hatte, dafür gibt es Indizien, nämlich die Qualität der Spieler, die auch von anderen Mannschaften mit Geld begehrt wurden und werden.

25.10.2020 - 08:53 - Du schöner RWE

@Anton und AV, das sehe ich ganz anders. Ich habe es hier seit Saisonbeginn schon häufiger gepostet. RWO hat in den Vorjahren immer ein Underdogimage aufgebaut und viel besser bezahlt als es den Anschein hatte. Unter Cornabedingungen sind dem RWO weitere Sponsoren weggebrochen, dadurch musste man den Etat erheblich einkürzen. M. E. haben sie in den Vorjahren über ihre Verhältnisse gelebt und sind jetzt in eine erhebliche Schieflage geraten,.

25.10.2020 - 08:38 - Anton Leopold

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25.10.2020 - 08:21 - Außenverteidiger

Kurz gefasst:RWO versucht nicht mehr auszugeben, als es hat. Finde den Weg richtig gut. Was man auf dem Rasen gesehen hat, war eine Truppe die am Maximum spielt. Sobald die Gegner in die Zweikämpfe gekommen sind, waren sie aggressiv. Verstehe nicht, wieso man in einer Pandemie mehr Erwartungen hat.

Zu Anton: Schaut euch mal das Target2 System und deren Saldo an. Zum Thema Schulden.

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25.10.2020 - 07:08 - Anton Leopold

Nein Brückenschänke, Bauder ist Sportdirektor in OB. Terranova sollte das NLZ leiten. Auch hier zeigt sich eine auf lange Sicht angelegte Strategie, nämlich das NLZ mit dem besten Mann auszubauen, "anpflanzen" statt kaufen. Es ist eine Rezessions-, wenn nicht gar Depressionsstrategie. Ob sie aufgeht, wird sich zeigen. Zumindest haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht, die weit in die Zukunft reichen. Das alles ist keinesfalls dumm. Dafür, dass der Plan zum Erfolg gibt, gibt Dir keiner eine Garantie.

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25.10.2020 - 06:55 - Anton Leopold

Das war ein fairer Kommentar von Terranova.

Zum Thema "subtile Kritik" an Bauder und Sommers: Man kann öffentliche Äußerungen Sommers tatsächlich so verstehen, als folge man der Strategie, alle Kostenfaktoren zu eliminieren, und, wenn das nicht möglich ist, sie stark zu reduzieren, um am Ende der Krise als wirtschaftlich gesunder Verein übrig zu bleiben und bei einer Neusortierung der nicht pleite gegangenen Clubs zur Verfügung zu stehen. Ich nennen das mal die "Eigenkapitalstrategie". Als Trainer steht einem nur Mittelmaß zur Verfügung und muss sich Sprüche anhören, dass "soul food" auch schmecke (der war böse, ich weiß.)
Mir sind im privaten Umfeld durchaus Menschen bekannt, die das in ihrem Geschäftsfeld Immobilien so betreiben, die zurzeit Bargeldpositionen aufbauen, um ca. 2025, wenn nach deren Analyse angeblich die Blasen platzen, die Immobilienleichen zu fleddern und Teures billig zu erwerben. Andere tilgen massiv Schulden, um der prognostizierten Krise schuldenfrei zu begegnen, dies vor dem historischen Hintergrund, dass im 20. Jh. Belastungen blieben aber Forderungen abgewertet wurden.
Ob diese Strategie verfängt?

Der Gegenentwurf folgt der MMT (modern money theory), welche Schulden vergemeinschaftet, um sie am Ende zu streichen. Eine deutsche Ökonomin(Namen vergessen, man wird leider älter) predigt das sogar ständig, die Geberländer einfach nicht zu bedienen und noch mehr Schulden zu machen, per Gelddruck aufzukaufen und am Ende zu streichen. Letztlich folgt der FC Meineid dieser Strategie. Bisher ist sie aufgegangen, wie man an den Bürgschaften der öffentlichen Hand sieht.
Ob diese Strategie langfristig verfängt?

Für mich ist beides Spekulation.
Richtig ist, Kosten zu reduzieren, wo man kann, aber nötige Investitionen nicht aufzuschieben. Krisenzeiten sind immer Chancen. Fixkosten müssen stets überdacht und nötigenfalls flexiblisiert werden.

Warten wir es ab. Fest steht, dass JN und MU ihr Ziel, über drei Transferperioden eine aufstiegsfähige Mannschaft zu bilden, erreicht haben. Der Rest, genauer gesagt der Aufstieg selbst, hängt dann immer auch vom Glück und nicht zuletzt von den Verbänden ab.

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25.10.2020 - 00:18 - Pimmel07

Kleeblatt, Kopf hoch, die Punkte kommen noch! Ich hoffe darauf!

Nur der RWE!

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25.10.2020 - 00:08 - Brückenschänke

Ist dieser komische Terranova nicht Sportdirektor des RWO und mithin Hauptverantwortlicher der sportlichen Situation und
hat er nicht den entlassenen Trainer verpflichtet?

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24.10.2020 - 23:01 - MonteVesko

Recht hat der Maik, es wurde eine Mannschaft zusammen gestellt die letzten zwei Jahre, das harmoniert echt gut! Es wurden punktuell Spieler verpflichtet, das Gerüst war vorhanden. Bei RWO ist ein Neuanfang gemacht worden, das braucht seine Zeit, aber darf nicht zu lange dauern, sonst kommt das Böse erwachen, was ich RWO nicht wünsche bei aller Rivalität! Glaube aber, das die das schaffen, die Mannschaft ist stark genug, muss es kontinuierlich zeigen.

Glück auf!!
NUR DER RWE

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24.10.2020 - 22:34 - Red-Whitesnake

Kleeblatt1904...,
man das wird schon noch bei euch werden.
Wäre natürlich auch enttäuscht an deiner Stelle/als RWO-Fan... hätte Oberhausen in der Tabelle auch besser zum derzeitigen Spieltag erwartet, aber dann doch nicht so gut wie in den Jahren zuvor.
Ist natürlich nicht einfach, wenn man plötzlich in anderen Tabellenregionen gucken muss.
Aber das wird... und wer weiss schon, wie die Saison überhaupt zuende geht.
Bleib' sauber und weiter geht es.

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24.10.2020 - 21:56 - Kleeblatt1904

Könnte man auch als versteckte Kritik an bauder/Sommers verstehen:-)
RWE hat dieses Jahr wirklich eine starke Mannschaft, alle sind fit, kaum verletzte und die werden auch sehr wahrscheinlich aufsteigen. BvB 2 will keiner in der dritten Liga sehen.
Aber trotzdem darf man einfach nicht so eine Leistung zeigen. Da kommen noch einige Top Teams der Liga. Hoffentlich geht das gut

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24.10.2020 - 21:38 - Du schöner RWE

Sehr fairer verlierer, Hut ab, Mike.

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24.10.2020 - 21:27 - Red-Whitesnake

Lieblingsgegner-Trainer ;-))))))... wie sie/du die eigene Truppen motivieren kann, so glaube ich sogar auch diese Worte.
Hut ab... und viel Glück/Erfolg für die nächsten Wochen und Monate.

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