17.810 Zuschauer sahen ein packendes Westderby, das der VfL Bochum mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Trotz der bereits zwölften Niederlage der Saison schöpft MSV-Trainer Torsten Lieberknecht neue Hoffnung.

Duisburg

MSV-Trainer sieht Licht und Schatten

Sven Bednarz
30. Januar 2019, 05:45 Uhr

Foto: firo

17.810 Zuschauer sahen ein packendes Westderby, das der VfL Bochum mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Trotz der bereits zwölften Niederlage der Saison schöpft MSV-Trainer Torsten Lieberknecht neue Hoffnung.

"Ich komme von der zweiten Halbzeit geprägt hierhin, die gezeigt hat, dass die Mannschaft lebt.“ Mit diesen Worten eröffnete ein sichtlich beeindruckter Duisburger Trainer die Pressekonferenz nach dem zuvor knapp verlorenen Spiel beim VfL Bochum. Auch wenn ihm seine Mannschaft mit der zuvor gezeigten Leistung durchaus imponierte, musste der Ex-Braunschweiger anerkennen, dass Fußball ein Ergebnissport ist.

„Das Fazit fällt bescheiden aus. Mit dem Ergebnis sind wir unzufrieden“, betonte Lieberknecht nach der fünften Pleite in Serie. Dennoch, befand der Meidericher Trainer, habe in seinen Augen nicht die schlechtere Mannschaft verloren. Vielmehr freute es Lieberknecht, dass der abstiegsbedrohte MSV mit spielstarken Mannschaften mithalten kann. „Ich hatte das Gefühl, dass wir in der Lage sind, das Spiel zu drehen. Wir waren spielerisch in der Lage, die Bochumer zu bespielen“, zeigte der 45-Jährige auf, dass man sich vor Mannschaften wie dem VfL keineswegs verstecken muss.


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Torhüter Felix Wiedwald pflichtete seinem neuen Trainer bei und freute sich über die Leistungsfähigkeit, die in dem Duisburger Personal steckt. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können“, lobte der 28-Jährige seine Vorderleute.

Lieberknecht setzt auf die MSV-Fans

Für Lieberknecht bleibt ohnehin nicht viel Zeit, seine Mannschaft auf das nächste Spiel vorzubereiten. Bereits am kommenden Freitag (18:30 Uhr) empfängt das heimschwächste Team der Liga den SV Darmstadt, der das Hinspiel mit 3:0 gegen den MSV gewinnen konnte. „Wir müssen die Niederlage abhaken, weil am Freitag schon das nächste Spiel ansteht“, richtete Lieberknecht den Blick nach der Niederlage beim VfL Bochum gleich schon wieder nach vorne.

Ein Versprechen gab er für das Freitagsspiel gleich mit ab: „Wir werden mutiger sein, viel Positives aus dem Spiel gegen Bochum mitnehmen.“ Bei dem Vorhaben, die ersten drei Punkte der Rückrunde einzufahren und den erst zweiten Saisonsieg auf heimischem Rasen zu bejubeln, setzt Lieberknecht auf den Duisburger Anhang, den er nach der 1:2-Niederlage beim VfL Bochum bewusst hervorzuheben wusste.

Lieberknecht: „Die Mannschaft ist zurecht mit viel Applaus verabschiedet worden.“ Mit einer ähnlich couragierten Leistung dürfte dies am Freitag erneut der Fall sein. Möglicherweise mit drei weiteren Zählern, auf die sie in Duisburg schon so lange warten - Fans wie Spieler.


Autor: Sven Bednarz

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31.01.2019 - 13:19 - avontante

In den Printmedien stand heute der Satz von Lieberknecht: " DAs Spiel macht total Mut für die nächsten Spiele."
Wem macht das denn Mut? Ich befürchte nur dem Gegner. Mich ärgert nach wie vor die mangelnde Bereitschaft sich jeden Ball zu erkämpfen. Da wird lieber in Ruhe zugesehen, wie der Gegner das erledigt.
Die Mannschaft hat es sich redlich verdient abzusteigen, blöd nur dass wir die Dummen sind, die das ausbaden müssen - denn wir bleiben!

30.01.2019 - 20:14 - Alt Zebra

Mit der Abwehr wird es schwer mit dem Klassenerhalt ,Seo kann nicht schlechter sein.Warum man bei so einer Abwehr Regäsel und Blomeyer abgiebt verstehe ich nicht ,schlechter geht nicht.Lieberknecht überfordert die Mannschaft mit lernen unnötiger Systeme,wenn Freitag nicht Gewonnen wird war es das wohl.Grilic hat in der Winterpause nicht genug reagiert das wird sich Rächen.Lieberknecht war die Falsche entscheidung egal ob der Klassenerhalt geschaft wird oder nicht,die Mannschaft hat unter ihm kein Fortschritt gemacht.Sogar das einzige was jede Mannschft können muß Kämpfen bis zum Umfallen sehe ich bei denn Meisten nicht.Es hilft wohl nur noch Betten das genügend Mannschaften gegen uns einen Schlechten Tag haben damit wir noch Punkten können.

30.01.2019 - 12:49 - Zebrawitti

Ich frage mich, was Lieberknecht den Jungs im Trainingslager taktisch vermittelt hat.... Eine derartige schwache 1. HZ habe ich beim MSV selten gesehen. Es war bereits nach 10 min offensichtlich, dass die schwache linke Abwehrseite der Zebras ununterbrochen von den Bochumern überrannt wurde. Jede Aktion wurde gefährlich, warum reagiert Lieberknecht da nicht? Normalerweise hätte es zur HZ 4:0 für den VFL stehen müssen.
Einen couragierten Auftritt in der 2. HZ habe ich auch nur 15 min lang gesehen. Das Slapstick Tor war ein Witz und in den letzten 10 min fehlten einfach die Mittel, um Bochum nochmal ernsthaft in Gefahr zu bringen..., die zwei Abschlüsse waren bessere Rückgaben. Stoppelkamp, Schnellhardt und Wolze (defensiv) sind seit Saisonbeginn von der Rolle und im Sturm läuft ebenso nichts zusammen. So glücklich das Transferhändchen von Grlic letzte Saison auch war, diesmal hat er bei ALLEN Transfers vor Saisonbeginn voll ins Klo gegriffen, da gibt es nichts zu beschönigen. Habe leider nur wenig Hoffnung auf Besserung...

30.01.2019 - 09:10 - Mini

Das Bochum zum Schluss wackelte und Glück hatte ist nicht Ergebnis einer "couragierten Leistung", sondern ist dem Umstand geschuldet, dass die graue Maus nichts mit dem Aufstieg zu tun haben wird.
Bei uns muss man einfach festhalten, dass ein Fröde und insbesondere Stoppelkamp für die zweite Liga viel zu langsam sind. Bei Wolze sieht man in dieser Saison, dass er mehr mit dem kleinen Kevin zu tun hat, als mit seinem Beruf. Seo hat ihn längst verdrängt, auch wenn das noch keiner wahrhaben will.
Unser Knäckebrot hat Schusstechnisch gar nichts zu bieten, aber immerhin reißt der sich noch in Minute 90 den Arsch auf und ist top fit! Schnellhardt, Fröde, Stoppelkamp und andere hätten die Saisonvorbereitung in Sachen Fitness besser bei Funkel durchgezogen.
Unsere Spieler waren offensichtlich nach Spielschluss völlig verwirrt, dass da applaudiert wurde. Ich ebenso. Wofür? Mut machen für Darmstadt? Albern!
Lieberknecht hat hoffentlich noch einige Adressen von Ex-Spielern, die Willens sind ihm zu folgen. Das was Gruev und Ivo da zusammengestellt haben ist Liga 3. Obwohl ich Nauber da rausnehme, davon bräuchten wir vier in der Abwehr.
Das Lieberknecht entgegen seiner Ankündigung noch nicht die Familie nachgeholt hat, offenbart den Zustand. Der Kerl weiß jetzt was er hier vorgefunden hat.
Wo wir gerade dabei sind: Was macht eigentlich noch Beuckert auf dem Platz???!!! Es gibt KEINEN, der sich derart disqualifiziert hat wie der Kerl und der darf immer weiter rumstümpern. Alle kuschelwuschelblind in dem Verein.

30.01.2019 - 07:58 - Julius.Oppermann

Lieberknecht ist mit dem MSV dort angekommen, wo es mit dem alten Trainer, den der MSV entließ, auch nicht hätte schlimmer kommen können: Tabellenletzter.
Bravo MSV! Das habt ihr toll gemacht.
Braunschweig leidet noch heute unter Lieberknechts Arbeit. Der neue Trainer Schubert muss extreme Reparaturarbeit betreiben. Dort freut man sich, dass es jemand gab, der den dort beurlaubten Lieberknecht von der payroll nahm.
Generell kann man sagen, dass Duisburg kaum besser sein kann als RWE, RWO, Aachen oder Wuppertal. Es ist eh ein Wunder, dass der MSV der kaputten Stadt Duisburg incl. Marxloh nochmals 2. Liga-Fußball bescherte. Die Fans sollten die letzten Spiele genießen und fleißig ins Stadion gehen. Es werden für lange Zeit die letzten Spiele in der 2. Liga sein. Man sollte mal RWE-Fans fragen, wie lange so eine Zeit sein kann.

30.01.2019 - 07:44 - bossprada

Die dritte Liga kann kommen , wir sind einfach auf allen Positionen zu schwach besetzt und ich sehe nicht einen Spieler der mich vom Gegenteil überzeugen könnte.

30.01.2019 - 06:16 - Besserwisser64

Solange Kevin Wolze als Verteidiger auf der linken Seite eingesetzt wird, solange bleibt das Team defensiv extrem anfällig. Jedes gegnerische Team nutzt diese Schwäche konsequent aus. Entweder darf er künftig weiter vorn seine offensiven Stärken einbringen oder er gehört auf die Bank.
Und.wieder mal ein Gegentor aus einer Standardsituation. *kopfschüttel*