MSV - Parallelen zum Abstiegsjahr 2016

02.02.2019

2. BL

MSV - Parallelen zum Abstiegsjahr 2016

Foto: firo

Nach dem 3:2 (2:0)-Sieg gegen den SV Darmstadt hoffen Fans und Spieler des MSV Duisburg auf die große Wende. Den erneuten Abstieg gilt es in den verbleibenden 14 Zweitliga-Partien abzuwenden.

Von den Schultern der Meidericher war eine große Last abgefallen, als Schiedsrichter Thorben Siewer das Spiel gegen die Lilien nach 94 kräftezehrenden Minuten abgepfiffen hatte. Die heiße Schlussviertelstunde, in der ein scheinbar ungefährdeter MSV-Erfolg nochmal spannend gemacht worden war, fand einen schlussendlich positiven Spielausgang für den bisherigen Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga.

Für die Zebras war der 3:2-Erfolg aber deutlich mehr als ein gewöhnlicher Sieg. Es war der erst zweite Saisonsieg im Duisburger Stadion, der vierte Dreier der ganzen Spielzeit – und das Ende einer Pleitenserie von fünf Niederlagen am Stück. Für den MSV war es darüber hinaus der erste von 15 Schritten, den drohenden Abstieg noch zu verhindern. Und: Tabellarisch konnten sie durch den immens wichtigen Erfolg den ersten Meilenstein erreichen und sich mit drei Punkten vom neuen Verfolger aus Ingolstadt absetzen.

Wie 2016: Zwölf Pleiten nach 20 Spielen

Die Lieberknecht-Elf steht dank des – alles in allem nicht unverdienten – Erfolgs bei aktuell 16 Zählern, von denen in der Schlussviertelstunde zwei zu platzen drohten. Doch der MSV rettete den knappen Vorsprung über die Zeit, der die nächsten drei Punkte bescherte. Drei Punkte, die den Zebras den Weg für eine furiose Aufholjagd ebnen sollen.

Wie im Abstiegsjahr 2016. Am 8. Februar 2016 trat der MSV auswärts bei Arminia Bielefeld an und musste die zwölfte Pleite im 20. Spiel hinnehmen. Duisburg grüßte vom letzten Tabellenplatz, der Abstieg schien bereits Formen anzunehmen. Heute, drei Jahre später, steht die Elf von Cheftrainer Torsten Lieberknecht erneut bei zwölf Niederlagen. Dank einer couragierten Leistung und brutaler Effektivität konnte der MSV den letzten Rang vorerst aber wieder verlassen und Pleite Nummer 13 verhindern.

Hajri will erneuten Abstieg vermeiden

Ein gutes Omen? 2016 hatten die Duisburger zum selben Zeitpunkt jedenfalls nur zwölf Zähler auf dem Konto, drei Jahre später sind es vier Punkte mehr. Und wer den irren Meidericher Schlussspurt der Saison 2015/2016 noch vor Augen hat, dürfte wissen, dass man den MSV zu keiner Zeit abschreiben sollte. In den letzten 14 Saisonspielen sammelten die Zebras noch satte 20 Punkte, die dem MSV Duisburg in letzter Sekunde zum Relegationsplatz verhalfen.

Ein ähnliches Szenario, dieses Mal mit einem besseren Ende, würden die Duisburger Fans und Spieler wohl sofort unterschreiben. Stanislav Iljutcenko gibt für das neue Kalenderjahr in jedem Fall eine Kampfansage ab: „2019 wollen wir die Punkte zu Hause behalten!“ Routinier Enis Hajri, der den damaligen Abstieg hautnah miterleben musste, will das Ruder gemeinsam mit seinen Nebenleuten herumreißen. „Jeder hat den Ernst der Lage erkannt“, betonte der 35-Jährige nach dem 3:2-Sieg über Darmstadt.

Vom erfolgreichen Duisburger Fußball wolle er jetzt mehr, damit sie nach 2016 nicht erneut den harten Gang in die 3. Liga antreten müssen. Gegen die SpVgg Greuther Fürth (9. Februar) und Union Berlin (16. Februar) wollen sie die ersten beiden von 14 weiteren Schritten Richtung Klassenerhalt machen – und den Duisburgern wieder zu besseren Zeiten verhelfen.


Autor: Sven Bednarz

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