Ohne jede Chance war der MSV Duisburg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund. Am Ende hieß es 0:5 aus Sicht der Zebras, die über eine Halbzeit in Unterzahl spielen mussten.

DFB-Pokal

Volkmer-Rot: MSV geht gegen BVB unter, Top-Comeback von Reus

Robin Haack
14. September 2020, 22:33 Uhr
Foto: dpa

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Ohne jede Chance war der MSV Duisburg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund. Am Ende hieß es 0:5 aus Sicht der Zebras, die über eine Halbzeit in Unterzahl spielen mussten.

Sein strahlendes Lächeln konnte Thorgan Hazard nicht verstecken, nachdem er einen Freistoß aus rund 25 Metern in den linken Torwinkel gezirkelt hatte. Schon nach 39 Minuten sollte dieser sehenswerte Treffer im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim Drittligisten MSV Duisburg die Entscheidung bedeuten, denn es war bereits der dritte für Borussia Dortmund.


5:0 (3:0) hieß es nach 90 Minuten für den Fußball-Bundesligisten. Auch, weil das Unglück für die Duisburger schon früh seinen Lauf nahm. Denn nach der Roten Karte gegen MSV-Neuzugang Dominic Volkmer nur wenige Sekunden vor Hazards Kunstschuss mussten die Gastgeber rund 50 Minuten in Unterzahl agieren.

Eine Aufgabe, die sich für den Drittligisten als unlösbar erwies. Zumal der MSV ohne seinen Kapitän und Toptorjäger Moritz Stoppelkamp (Viruserkrankung) schon vor dem Platzverweis große Probleme hatte. Das lag vor allem am starken Kombinationsspiel der Dortmunder.

Auffällig zeigten sich dabei vor allem der 17-jährige Neuzugang Jude Bellingham im zentralen Mittelfeld und Hazard, der beim BVB auf der linken Flügelposition im 3-4-1-2-System agiert hatte. Für ihn eine defensivere Rolle als gewohnt, doch das schien den Belgier nicht zu stören. Denn auch am 2:0 war er maßgeblich beteiligt, als er per Hacke auf den Torschütze Bellingham durchsteckt hatte (28.). Schon zuvor eröffnete Jadon Sancho per Strafstoß den Torreigen für den BVB. MSV-Verteidiger Maximilian Sauer hatte den Ball strafbar mit der Hand gespielt (14.).


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Das Bild des dominanten BVB veränderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Auch, weil die Dortmunder, die das klare Ziel haben, den DFB-Pokal zu gewinnen, nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel das 4:0 nachlegen konnte. Einen Freistoß von Giovanni Reyna lenkte Axel Witsel unhaltbar ins Tor von MSV-Keeper Leo Weinkauf.

Doch die gute Leistung und der klare Sieg waren aus Dortmunder Sicht nicht die einzigen Gründe zur Freude.

Mindestens genauso wichtig ist, dass Marco Reus wieder mitwirken kann. Nach rund sieben Monaten ohne Pflichtspiel wurde der BVB-Kapitän in der 58. Minute eingewechselt. Keine zehn Sekunden später traf er mit seiner ersten Aktion zum 5:0. Bis zum Schlusspfiff ließ der BVB die Partie austrudeln.

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15.09.2020 - 16:23 - Alt Zebra

Wir können froh sein das Dortmund nach dem 5 zu null den Schongang eingeschaltet hat sonst wäre es schnell 2 Stellig geworden.Der Trainer hat es wieder nicht geschaft eine Mannschaft auf den Rasen zu bringen die sein System versteht .Zum Elfmeter hätte es nicht kommen dürfen wenn der Schiedsrichter vorher das klare Faulspiel gegen uns Gepfiffen hätte .Hätte der Schiedsricher mehr EnIifühlungs vermögen gezeigt dann hätte er bei der Notbremse Gelb gezeigt was volkommen gereicht hätte da das Faulspiel nicht schlimm war.Ich bin auf Samstag gespannt da können wir mit so einer Leistung nichts Gewinnen in Rostock.Ein Engin muß endlich auf die Bank weil fast immer ein Total ausfall ist,ein Sicker muß sich Gewalltig steiger sonst gehört er auf die Bank.Ein Scoepanik gehört in die Startelf denn er war gür mich einer der überzeugt hat.

15.09.2020 - 12:07 - easybyter

Ich wünsche Marco Reus einmal eine Saison ohne Verletzungen und vielleiche eine erfolgreiche Teilnahme an der EM. Ganz so toll, wie das hier beschrieben wird, sehe ich das Spiel der Dortmunder nicht. Duisburg hatte auch Pech bei dem abgefälschten Ball zum 0:1 und war nach dem Platzverweis natürlich kaum noch in der Lage, richtig dagegen zu
halten. Außerdem konnten sie den Ausfall von Stoppelkamp kaum kompensieren. Immerhin haben die Duisburger bis zum Schluß tapfer gekämpft und ein noch größeres Debakel verhindert. Ich würde mit den Lobeshymmnen auf den BVB warten, bis das Spiel gegen Gladbach gelaufen ist. Erst dann sehen wir, wo Dormund wirklich steht.