Die Moskitos Essen bangen abermals um ihre Existenz. Der Eishockey-Oberligist hat einen Defizit im sechsstelligen Bereich vorzuweisen. Die Bewerbung für die kommende Oberliga-Saison lässt auf sich warten. 

Eishockey

Moskitos Essen bangen abermals um die Existenz

Chris McCarthy
29. Mai 2020, 08:49 Uhr
Trainer und Sportlicher Leiter Frank Petrozza (Mitte) wollte mit den Moskitos um Vorsitzenden Thomas Böttcher und Sponsor Frank Skrube in eine ruhigere Zukunft blicken. Foto: Michael Gohl

Trainer und Sportlicher Leiter Frank Petrozza (Mitte) wollte mit den Moskitos um Vorsitzenden Thomas Böttcher und Sponsor Frank Skrube in eine ruhigere Zukunft blicken. Foto: Michael Gohl

Die Moskitos Essen bangen abermals um ihre Existenz. Der Eishockey-Oberligist hat einen Defizit im sechsstelligen Bereich vorzuweisen. Die Bewerbung für die kommende Oberliga-Saison lässt auf sich warten. 

Wie die WAZ berichtet sind die Moskitos Essen erneut in eine finanzielle Schieflage geraten. Demnach soll die Situation beim Eishockey-Oberligisten sehr ernst sein. Sogar das Ende drohe. Bei der Bewerbung für die kommende Oberliga-Saison beim Deutschen Eishockeybund sollen die Verantwortlichen des ESC ein Defizit im sechsstelligen Bereich festgestellt haben.

Dabei hatten die Moskitos den Etat für die kommende Saison bereits erheblich reduziert. Nun seien allerdings nicht eingeplante Altlasten aus unbezahlten Abgaben und Rechnungen aus der der Vergangenheit aufgetaucht. Darüber hinaus belasten den ESC die Erhöhung der Unfallversicherungsbeiträge der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VGB) sowie der Wegfall von Sponsoreneinnahmen in Höhe von knapp 50.000 Euro aufgrund der Corona-Krise. 

Moskitos vor Gang in die Regionalliga?

Erst kürzlich schien es, als hätten die Moskitos die Weichen auf eine positive und vor allem ruhige Zukunft gestellt zu haben, so war zumindest die Hoffnung. Mit Thomas Böttcher wurde ein neuer Vorsitzender installiert. Dieser hielt Namenssponsor Wohnbau im Boot und hatte die oberste Priorität, den Verein zu konsolidieren. Darüber hinaus wurde mit Frank Petrozza ein neuer Cheftrainer und Sportlicher Leiter verpflichtet.

Sie alle werden beim ESC bleiben, fragt sich jedoch in welcher Liga. Bis zum 30.5. müssen die Unterlagen für die neue Oberligasaison eingereicht werden. Das ist allerdings noch nicht passiert. Folglich könnte es nun eine Klasse darunter weitergehen, in der Regionalliga West, wo die Bewerbungsfrist für die Moskitos aufgrund einer vom Verband gewährten Fristverlängerung erst am 30.6. endet.

„Ich bin dieses Amt angetreten, um den Verein auf eine wirtschaftlich gesunde Basis zu stellen. Die Ligazugehörigkeit ist dabei zweitrangig“, wird Böttcher von der WAZ zitiert. Bei einem Abstieg könnten die Moskitos Essen den Etat um bis zu 300.000 Euro reduzieren. 

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29.05.2020 - 10:38 - Außenverteidiger

Auf der anderen Seite fragt man sich, warum keine Spenden für die Moskitos ankommen? Der Verein bereitet vielen Bürgern Freude. Zweifelhafte und hinterhältige NGO´s wie die Seebrücke erhalten Gelder, um kriminelle Schlepper und 68er zu unterstützen. Dann lieber in Sport und Spaß spenden.

29.05.2020 - 10:33 - Außenverteidiger

Man man man. Richtig ärgerlich. Da hofft man auf eine goldene Zukunft und jetzt kommen solche Nachrichten. Wieso tauchen jetzt Altlasten auf? Kann man den Vorstand, der für die alten Rechnungen zuständig war/ist, nicht in Haftung nehmen? Wieder einmal zeigt sich, der Schlüssel innerhalb einer Marktwirtschaft zu überleben, liegt in der ordnungsgemäßen Buchführung. Nur wer radikal und ohne Gnade seine Ein- und Ausgaben überwacht, hat Chancen auf Erfolg.

Wieso werden ständig Sozialabgaben als Belastung eingestuft? Sie sind keine Belastung, weil sie planbar und notwendig sind. Als ob ein Verein die kompletten Behandlungen von Profis bei schweren Verletzungen alleine stämmen kann. Wer einen Arbeitsvertrag unterschreiben lässt, der darf gerne Literatur und einen Taschenrechner zur Hand nehmen, damit er die Abgaben ausrechnen kann. Wir leben in keiner Nettowelt. Das sind Basics für Vorstände! Brutto/Netto zu unterscheiden. Dafür durften viele studieren, um sich die Werkzeuge anzueignen. Nur man muss die Werkzeuge der BWL mal FÜR die gute Sache nutzen und nicht für irgendwelche Tricks die eh auftauchen. Mangelhafte Geschäftsfähigkeiten dürfen niemals auf die Allgemeinheit (Staat) abgewälzt werden. Wir brauchen uns (den Staat) in anderen Bereichen. Zeigt die Krise eindeutig!