Im August 2019 trat Michele Lepore als Trainer beim FC Kray zurück. Er hatte den Essener Klub zurück in die Oberliga geführt und dann seinen Rücktritt erklärt.

Michele Lepore

Krays Aufstiegstrainer sucht neue Herausforderung

08. Februar 2020, 11:22 Uhr

Foto: Mark Bohla

Im August 2019 trat Michele Lepore als Trainer beim FC Kray zurück. Er hatte den Essener Klub zurück in die Oberliga geführt und dann seinen Rücktritt erklärt.

In 35 Spielen als FC-Kray-Coach kann Lepore einen starken Punkteschnitt von 2,2 Zählern pro Partie vorweisen. Der ehemalige Profi sucht nun eine neue Herausforderung. RevierSport hat mit dem 37-jährigen A-Lizenzinhaber, der in Leverkusen wohnhaft ist, jedoch auch in Essen ein Büro besitzt, gesprochen.

Michele Lepore, seit August sind Sie ohne Trainerjob. Wie überbrücken Sie diese Zeit aktuell?
Ich bin selbstständig und arbeite im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung. Ich bin sehr viel unterwegs. Natürlich kann und will ich aber auch nicht vom Fußball loslassen. Ich schaue sehr viele Spiele von der Bundes- bis zur Landesliga und versuche mich weiterzubilden. Ich arbeite auf dem Papier oder an Tafeln und versuche neue taktische Dinge auszuprobieren. Das macht durchaus Spaß und bringt Effekte. Aber klar: Besser wäre es, diese Dinge auf dem Rasen in der Praxis mit einer Mannschaft auszuprobieren und zu trainieren.

Hatten Sie zuletzt denn Anfragen vorliegen?
Natürlich. Ich hatte eine Anfragen und habe mir auch einiges angehört. Aber ich will auch nicht irgendetwas machen - das macht für mich keinen Sinn. Der Verein, der mich haben will, sollte schon eine professionelle Struktur haben. Und hierbei rede ich nicht davon, dass der Klub viel Geld haben muss - nein! Er sollte einfach nur gut aufgestellt sein und Ziele verfolgen. Über Geld kann man immer reden. Ich bin ja zum Glück nicht vom Fußball abhängig. Es war leider noch nicht das Richtige dabei. Ich muss von der neuen Aufgabe überzeugt sein. Das war bislang nicht der Fall.

Bereuen Sie im Nachhinein vielleicht den Rücktritt beim FC Kray?
Nein, warum auch? Ich habe die Mission des Verein, den FC Kray zurück in die Oberliga zu führen, erfüllt. Mehr habe ich für mich dort nicht gesehen. Die Mannschaft war super, aber es waren auch Dinge dabei, die mir nicht gefallen haben. Das ist aber auch gar kein Problem. Man muss sich nicht mit allen Leuten verstehen und wenn es zu viel wird, dann kann man sich trennen. So läuft das Geschäft. Diesen Schritt habe ich dann für mich gewählt. Trotzdem verfolge ich die Geschehnisse rund um den FC Kray sehr interessiert. Oft lese ich an den Spieltagen den Liveticker auf reviersport.de (lacht). Ich wünsche der Mannschaft und dem Verein nur das Beste.

Wenn werden wir Sie wieder an der Seitenlinie sehen?
Von mir aus sofort (lacht). Wie gesagt: Wenn das Richtige dabei ist, dann bin ich bereit sofort zu übernehmen. Ich suche eine Herausforderung, von der ich überzeugt bin, mit der ich mich identifiziere. Der Verein sollte Ziele verfolgen und dem Trainer vertrauen. Ich weiß, dass in diesem Geschäft Geduld sehr wichtig ist. Aktuell bin ich ein halbes Jahr ohne Trainerjob und muss weiter geduldig bleiben. Ich weiß, was ich drauf habe und bin davon überzeugt, dass der richtige Klub bei mir noch anklopfen wird.






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08.02.2020 - 20:40 - Zeitgeist5982

Trainer mit der taktisches Ausrichtung auf dem Unterarm sind mir die Liebsten. Ich wünsche ihnen, dass er schnell wieder an die Linie kommt und an den Erfolg aus Essen-Kray anknüpft. Ist nicht selbstverständlich, in dem dortigen „Haifischbecken“ mit seinen Schattenmännern seine Ideale zu verwirklichen.

08.02.2020 - 16:10 - Lackschuh

Horst H,

der Herr Lepore wird bestimmt sogar als die Wunschlösung irgendwo vorgestellt und auf einer Wellenlänge war man ebenfalls sofort! Alles identisch zum langweiligen Interview, wo Floskeln der Inhalt sind - es muss passen, der Club muss Ausrichtung haben, das passende Angebot war noch nicht dabei....!

08.02.2020 - 12:24 - AbsolutzuRecht

Der sieht aus wie der Nowak. Zumindest ohne Brille, also ohne meine Brille

08.02.2020 - 12:18 - Horst H

Arroganter Schnösel. Der findet so schnell nichts.

08.02.2020 - 12:16 - tottitom10

Erst denken (schauen) und dann reden.
Hier handelt es sich um Herrn Titz und Herrn Lepore.

08.02.2020 - 11:50 - AbsolutzuRecht

Ich frage mich gerade weshalb zum Artikel die Herren Titz und Nowak zu sehen sind ?