Landesligist VfB Frohnhausen kommt in der neuen Spielzeit noch nicht so richtig in die Gänge. Beim kuriosen 3:4 gegen Genc Osman Duisburg gab es am sechsten Spieltag eine ärgerliche Niederlage. 

Landesliga Niederrhein

Kopfproblem beim VfB Frohnhausen: 3:4-Niederlage nach 3:0-Führung

12. Oktober 2020, 12:33 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Landesligist VfB Frohnhausen kommt in der neuen Spielzeit noch nicht so richtig in die Gänge. Beim kuriosen 3:4 gegen Genc Osman Duisburg gab es am sechsten Spieltag eine ärgerliche Niederlage. 

Es war erst die zweite Niederlage der Saison – und trotzdem macht der VfB Frohnhausen sich in der Landesliga Niederrhein 3 das Leben aktuell selbst schwer. Gegen Genc Osman Duisburg führte die Elf von Trainer Issam Said nach 20 Minuten mit 3:0, gab das Spiel aber plötzlich noch aus der Hand, bevor Romann Mivekannin in der 90. Minute gar den 3:4-Endstand markierte. „Das ist leider nicht das erste Mal, dass wir so eine Führung verspielen“, merkte Said nach der Partie mit Blick auf das Spiel bei Arminia Klosterhardt am fünften Spieltag an – auch dort hatte sein Team mit 3:0 geführt, das Endergebnis lautete 3:3. „Da konnte man schon Parallelen zwischen diesen beiden Spielen erkennen. Als Duisburg herangekommen ist, hat man bei den Jungs gemerkt, dass sie Klosterhardt noch im Kopf hatten. Da fing es oben an, zu arbeiten. Der Gegner hat dann die Lunte gerochen und eben in der Nachspielzeit das Spiel komplett gedreht“, beobachtete der Coach.

Said musste seine Erwartungen an sein Team bereits im Verlaufe der Saisonvorbereitung zurückschrauben – nach einem fünften Platz in der abgelaufenen Saison hatte der 43-Jährige sich mehr erhofft, ist sich jetzt aber bewusst, dass er seiner Elf den Druck nehmen muss. „Ich habe erkannt, dass ich dieser wirklich sehr jungen Mannschaft einfach noch Zeit geben muss. Den Jungs fehlt die Erfahrung, man hat das Gefühl, die waren alle noch nicht im Krieg. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in einem halben oder in einem Jahr eine echt gute Mannschaft stellen können“, blickt der Übungsleiter der Essener in die Zukunft. Momentan investieren seine Spieler viel, jedoch fehle das Spielglück. „Wenn man einmal unten drin hängt, klappt einfach nicht so viel. Wir müssen uns viel hart erarbeiten, während es bei den Gegnern oft läuft“, analysiert Said. Dem Tabellenvorletzten, der neben drei Unentschieden, der Niederlage gegen Duisburg und einer 0:7-Packung gegen den VfB Speldorf bisher nur einmal gewinnen konnte, fehlen nun wichtige Punkte, die insbesondere in Klosterhardt, gegen Duisburg und auch beim 3:3 gegen den SV 09/35 Wermelskirchen verspielt wurden. 

Issa Issa fehlt weiterhin

Eine Gelegenheit, sich diese Punkte wiederzuholen, hat der VfB Frohnhausen am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) im Derby gegen die SpVgg Steele 03/09, die zurzeit auf Platz drei rangiert. „Ich denke trotzdem, dass es da keinen Favoriten gibt. Im Derby gelten andere Gesetze. Nichtsdestotrotz wird es eine sehr schwere Aufgabe für uns werden“, blickt Said voraus. Besonders schmerzhaft ist für den VfB nach wie vor der Ausfall von Ex-Regionalligaspieler Issa Issa, der dem Trainer mit einem Mittelfußbruch voraussichtlich noch ein bis zwei Monate fehlen wird. „Das tut weh, weil viele Jungs sich an ihm hochziehen. Er hat einfach Mentalität und ist ein echter Führungsspieler. Darüber hinaus hatten wir gegen Duisburg acht weitere Ausfälle, es gibt also einiges zu kompensieren“, sagt der Coach vor dem Derby. 


Autor: Leon Peters

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14.10.2020 - 19:15 - Zeitgeist5982

@Lackschuh Ich kann ihrer logisch vorgetragenen Argumentationskette nur zustimmen. In der Liga drüber muss man sich als Verein schon einiges einfallen lassen. Um die horrenden Gehälter der Spieler STEMMEN zu können...

12.10.2020 - 13:12 - Lackschuh

Der Club leistet ja seit Jahren sehr, sehr gute Arbeit und mit etwas Abstand zum gestrigen Spiel, kommen heute auch die passenden Erkenntnisse. Gelegentlich ist hier in der Vergangenheit beim VFB die Oberliga gefallen und ich akzeptiere ja immer ehrgeizige Ziele und hohe Messlatten, aber der VFB hat für mein Gefühl bereits mehr erreicht, als eigentlich machbar...jetzt einfach nur halten!