RWE-Fans

Kommentar zur Anti-Ausgründungsinitiative

Stefan Loyda
14. Februar 2019, 15:00 Uhr

Foto: firo

Die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen treiben das Thema Ausgliederung wieder voran. Eine Fan-Initiative steuert dem entgegen. Ein Kommentar.

Mit welchen Blicken schauen Teile der RWE-Fans nach Dortmund? Vermutlich honorieren sie die so oft beschworene „Gelbe Wand“. Wahrscheinlich drücken Sie dem Verein auch im Moment die Daumen, weil die Mannschaft von Trainer Lucien Favre das Meisterschafts-Abonnement des FC Bayern München in diesem Jahr durchbrechen kann. Vermutlich schimpfen beide Fanlager gemeinsam auf Dietmar Hopp, Hoffenheim und RB Leipzig. Dass wir bei Borussia Dortmund aber über eine Aktiengesellschaft sprechen, wird gerne außen vor gelassen.

Noch unter dem ehemaligen Essener Vorsitzenden Michael Welling wurde das Thema Ausgründung der ersten Mannschaft in die Agenda aufgenommen. Anteile des Vereins sollen irgendwann in der Zukunft verkauft werden, um Geld zu generieren und damit die Regionalliga, die auch gerne „Schweineliga“ genannt wird, endlich zu verlassen. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Jahr 2017 stimmten mehr als 80 Prozent der anwesenden Mitglieder für einen Antrag, der es dem Verein erlaubte, sich mit dem Thema Ausgliederung zu befassen.


Nun arbeitet die Fan-Initiative „Essen unVerkäuflich“ gegen diese Pläne. „Wir wollen nicht zulassen, dass unser Verein auch nur ein Stück seiner Identität verliert oder gar von irgendeinem verrückten Oligarchen übernommen wird“, schreiben sie auf ihrer Webseite. Vor allem Letzteres hatte nicht nur Welling an den Informationsabenden über die Ausgliederung abgelehnt, genauso geht es dem aktuellen Vorsitzenden Marcus Uhlig.



Auf dem aktuellen RWE-Weg gibt es kaum eine Hoffnung bezüglich einer schnellen Rückkehr in den Profibereich

Dieser hatte, fast schon gebetsmühlenartig betont, dass RWE nicht zum Spielball eines Oligarchen verkommen soll, sondern dass die Fans in der Planung und Organisation einer Ausgründung mit ins Boot geholt werden soll. Der Plan ist schließlich nicht, möglichst schnell möglichst viel Geld über Anteilsverkäufe zu generieren, sondern auf einem modernen Weg den Verein mit mehreren Investoren nach dem Dortmunder Modell (einer KGaA) so aufzustellen, dass er zukunftsfähig ist. Beim aktuellen Stand darf dies bezweifelt werden.

Aktuell fehlen Rot-Weiss Essen einfach die Mittel, um auf dem Transfermarkt ähnlich zuschlagen zu können wie es Viktoria Köln oder der SV Rödinghausen tun. Wenn die großen Bundesligisten wie Dortmund, Borussia Mönchengladbach oder auch der FC Schalke 04 mit ihren Zweitvertretungen ernst machen, sinken die Wahrscheinlichkeiten eines Aufstiegs in die 3. Liga - ungeachtet möglicher Absteiger aus der 3. Liga - weiter. 


Trotz eines Zuschauerandrangs wie zu Saisonbeginn und trotz der vielen ansässigen Firmen in Essen, einer der größten Städte Deutschlands, wird der Deutsche Meister von 1955 auf altmodischem Wege kaum die nötigen Mittel für einen ernsten Angriff auf die 3. Liga aufbringen können. Die Firmen verwenden ihr Sponsorenbudget nämlich eher für den Spitzensport, als für den heimischen Traditionsklub. Warum das so ist, kann man ja beispielsweise mal bei evonik oder innogy nachfragen. 

Mit jedem Jahr Regionalliga geht auch ein Stück Identifikation verloren

Wer glaubt, dass es trotzdem und nur durch die Historie möglich ist, den Weg zurück in den Profi-Fußball auf altmodische Weise zu gehen, der setzt auf ein Fußball-Wunder, wie sie in Darmstadt oder in Kiel in den letzten Jahren passiert sind. Doch Wunder gibt es selten. Und wer Investoren und Ausgliederungen ablehnt, der darf auch nicht pfeifen und alles madig machen, wenn es in den kommenden Jahren für RWE nur viertklassig weitergeht und die Reisen weiter nach Kaan-Marienborn, Straelen oder Verl gehen.

Und was den Identitätsverlust angeht: Wenn man als Fan ehrlich zu sich selber ist, geht diese doch auch mit jedem weiteren Jahr in der Regionalliga ein Stück weit verloren. Vor allem dann, wenn die Zuschauer jetzt schon bei einem siebten Platz den Heimspielen fernbleiben, wie es aktuell der Fall ist. Bei der „gelben Wand“ der Aktiengesellschaft aus Dortmund würde wohl niemand von einem Identitätsverlust sprechen, oder?

Autor: Stefan Loyda

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

15.02.2019 - 12:03 - buntspecht44

Ohne Moss nix los. Die Zukunftsszenarien mit "Oligarchen" oder Alleinherrschern und Verlust der Identität unter BErufung auf die Tradition (4. Liga und bedeutungslos in der Versenkung verschwunden seit gefühlten 10 Jahren) sind polemische und übertriebene Panikmache! Es gibt keine Alternative zur Ausgliederung!
Sollte die nicht kommen, werde ich meine Mitgliedschaft bei RWE beenden!

15.02.2019 - 10:04 - Lokutus

Sein wir doch mal ehrlich: Was kann man sich für Tradition kaufen ???
Wenn eine Firma, also ein Wirtschaftsunternehmen, sich den Möglichkeiten des Marktes verschliesst und dadurch viel Geld liegen lässt, ist jeder Angestellte sauer. Weil man den Erfolg liegen lässt.
Will ein Verein diesen Weg gehen, hat er zumindest erkannt, dass er sich den Zeiten und dem Wandel anpassen muss.
Wieviele Insolvenzen müssen erst noch kommen, um den Leuten klar zu machen, dass es mit herkömmlichen Mitteln nicht weiter hinaus geht ?
Die Tradition, die Erfolge von früher helfen heute keinen Ball ins Tor zu treten, Fußballromatik und an der Vergangenheit festklammern hilft niemandem mehr.
Eine moderne Finanzierung (die eben nicht sofort bedeuten muss, den Verein einem Scheich oder Russen übereignen zu müssen) kann nur die einzige Lösung sein wieder sportlichen Erfolg zu haben.

15.02.2019 - 08:01 - Sch'tis

GuMo all...
Red-Whitesnake, 4.42 Uhr...
So früh schon unterwegs ?
Da schlafen doch noch alle möglichen neuen Investoren.... hehe

15.02.2019 - 04:42 - Red-Whitesnake

Moin Kohlenstaub.
Recht hast du, da gibt es ja noch einen Franky.
Asche auf mein Haupt.
Das war dann natürlich ein Irrtum.
Franky4Fingerz... war nicht so gemeint.

15.02.2019 - 01:00 - Kohlenstaub

@Red-Whitesnake

Nicht ganz richtig.. Franky4Fingerz ist einer der netten normalen RWOler. Der den du eigentlich meintest ist Frankiboy51.. der hat die Probleme mit der Schreibung und diversen anderen Dingen.

15.02.2019 - 00:13 - Hüller

Alles klar ?

14.02.2019 - 22:28 - Red-Whitesnake

Ach, Hüller... nimm' es sportlich, ist doch nur aus alter Verbundenheit und einstiger Rivalität. ;-)
Der Franky unter dir, der mag uns Essener eigentlich mehr, als seine Oberhausener.
Deshalb schreibt der auch so oft bei RWE07 Beiträgen... irgendein Zeug, aber sei es drum.
Da wird dann RWEs, Eßen, oder Rot-Weiß Eßen geschrieben... ganz komische Buchstabenkombinationen hinterlässt er dann.
Aber egal, man weiss ja wen er meint.
Und auch in 20 Jahren hofft und glaubt er noch an ein Fußballwunder... soll er auch.
Das hält auch jung.

14.02.2019 - 22:25 - RWEimRheingau

Hüller, Du bist ein Fan der Gelsenkirchener, alles gut und akzeptiert. Ich habe auch nichts gegen Dich und andere Fans Deines Vereins, solange sie mich in Ruhe lassen. Aber ich habe die Zeit des Buli-Skandals als Rotziger mit 12-13 Jahren erlebt und deshalb Scheixxe und FC Meineid und dabei wird es immer bleiben! Das Du RWE etwas gönnst ist nett, ändert aber nichts an meiner Grundeinstellung zu Deinem Verein, wie gesagt ist nichts persönliches gegen Dich und andere Fans!

14.02.2019 - 21:58 - Hüller

RWEimRheingau Was hast Du mit Deinem Scheixxe??? Irgend ein großes Defizit bei Dir?? 3.Liga sollte mindestens für RWE drin sein. Würde das dem RWE ehrlich gönnen. Gruß aus der Nachbarschaft.

14.02.2019 - 21:26 - Franky4Fingerz

Mhhmm...
Jetzt hoffe ich noch mehr auf ein Fußballwunder.
RWO soll aufsteigen, damit dieses ekelhafte, neo-liberale Geblubber mal wieder einen vor den Bug kriegt.
Ich glaube an ehrliche Arbeit und das Glück des Tüchtigen. Es muss ohne Verkauf der Seele gehen.

14.02.2019 - 19:47 - Red-Whitesnake

RWEim Rheingau... Deichmann-Schuhe, jeder Schuss ein Treffer war die Ansage vor dem Spiel, oder in der Halbzeit Pause. Mitte bis Ende der 70er. Eine geile Zeit. Ob erste oder zweite Liga.
Ich habe die Befürchtung, wenn es nächste Saison nicht höher in der Tabelle geht... und man wirklich in Schlagdistanz zu Platz 1 ist... und bis zum Schluß bleibt, dann kann man langsam Richtung Kirche marschieren.
So ein schlechtes rot-weisses Gefühl für und um die Zukunft, dass hatte ich so in der Art noch nicht.

14.02.2019 - 19:36 - RWEimRheingau

Das Interesse gewisser großer Firmen an RWE war schon immer relativ gering, allerdings stand auf dem Trikot auch mal Deichmann, ist lange her. Der Aufstieg von BVB und Scheixxe hat auch mit der WM 74 und den neuen Stadien begonnen, da hat die Stadt Essen schlichtweg versagt.
Die Ausgliederung ist die einzige zukunftsträchtige Chance für den Verein wieder nach oben zu kommen, immer unter der Prämisse das uns kein Investor die Luft zum Atmen nimmt und der Verein nicht seiner Ideale beraubt wird. Pro und Contra ist daher im Vorfeld sehr wichtig!
Die Sportfreunde Siegen kann man nicht mit RWE vergleichen, dort kamen die Zuschauer zu 2. Ligazeiten ins Stadion, in den Niederungen des Amateurfussballs hat man sich mehr oder weniger wieder abgewandt. Man fährt dann lieber zum BVB, Scheixxe oder zur Frankfurter Eintracht. Über den Zuschauerschnitt in Essen brauche ich ja nicht sagen, ist hinlänglich bekannt! Siegen ist auch das klassische Beispiel für den Niedergang, wenn sich der einzige potente Sponsor (hier Herr Utsch) zurückzieht. Daher ist bei uns eher eine Variante bestehend aus mehreren Investoren anzustreben, wenn möglich!

14.02.2019 - 19:14 - rotweissmarkus

Wir sind in der echten Westkurve Groß geworden 1969---mit 10 Jahre usw ich kenne noch Morschi und die anderen Anführer ,aus vielen ist was richtig gutes geworden vor Fahnen konnte man den Himmel nicht mehr sehen das gab es nur bei RW sonst in der ganzen Bl nicht und immer gegen den Abstieg nicht einmal oben wie die anderen .
Diese Esseer Firmen könnten von den Zinsen zinsen ganz Dortmund auf kaufen inklusive den BVB so weit ich weis haben die sich vom Fussball verabschiedet . Essen ist keine Arbeiter Stadt mehr aber Düsseldorf macht es vor wie so was gehen kann .

14.02.2019 - 18:58 - Sch'tis

Jungs, ich habe da mal eine Frage....
Ich selber bin zwar RWE Fan, durch und durch, seit fast 52 Jahren.
Bin bis vor einigen Jahren jedes Heim und auch sehr viele Auswärtsspiele.
Ich bin aber selber kein Essener, wohne dort nicht.
Habe heute mal Google geguckt und folgendes gefunden:

Die Hochtief Aktiengesellschaft ist ein börsennotierter deutscher Baukonzern mit Sitz in Essen. Mit einem Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 95 % zählt das Unternehmen zu den größten international ausgerichteten Baukonzernen. In Australien ist der Konzern mit der börsennotierten Tochtergesellschaft Cimic Marktführer.

Umsatz: 22,63 Milliarden EUR (2017) Quelle: Wikipedia


Vor Monaten standen doch mal Namen in der Presse, bzgl. RWE... wie Deichmann, Hochtief usw.

Hat da einer nähere Infos, bzgl. Hochtief.... ob die schon etwas beim RWE tun, könnten die auch in der Verlosung sein, was wäre mit Sponsor usw. ?!

Oder haben die auch so wenig Interesse wie unser Essener Strom Anbieter ?!

14.02.2019 - 18:39 - warumnichtso

Essen steht definitiv am Scheideweg. Entweder gelingt kurzfristig der Durchbruch in höhere Ligen (was die meisten dem Verein und Umfeld sehr wünschen - bei aller normalen Rivalität zwischen Vereinen), oder es werden weitere 8 fußballerische Hungerjahre. Es gibt dabei nicht nur einen "Königsweg" in die Bundesligen zu gelangen; über den Weg kontrovers zu diskutieren, ist normal und in den meisten Fällen notwendig; dabei darf dann das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren werden; am Ende des Tages muss erklärt werden, wie man erfolgreich sein will. Und wenn der Erfolg sich eingestellt haben sollte, kommen immer einige daher, die mit dem Argument der "Art und Weise" alles schlecht reden wollen. RW Essen ist in einer vergleichsweise immer noch komfortablen Position. Geld allein reicht meistens nicht. Es braucht auch Sachverstand, Entscheidungsstärke und -wie immer- ein bisschen Glück - das meiste ist doch vorhanden, und Glück kann auch erzwungen werden...

14.02.2019 - 18:20 - RWE Hans

Genau dem Verein fehlen richtige Macher!!! Tagträumer und wunchdenker haben wir leider genug wobei es nicht verkehrt ist solche auch zuhaben...nur stimmt bei uns das Gleichgewicht nicht

14.02.2019 - 18:16 - rotweissmarkus

Ich wundere mich immer wieder über die große Anzahl der Prof Kommentare das hat kein anderer Verein auch nicht Schalke oder Dortmund . Schtis,,, ist überzeugend, ich ,wir fürchten aber das im Moment bei unserem RWE
sportlich zu viel im argen ist . Es ist jetzt schon schwer genug besser zu sein als Oberhausen . Geld alleine macht es auch nicht , Dem Verein fehlt ein J Röber oder R Assauer .

14.02.2019 - 18:06 - RWE Hans

Ich vermute das sich viele Spieler das Projekt RWE nicht geben weil sie Angst haben an Wert zu verlieren. Schließlich ist unsere gute Stimmung ja über die Grenzen bekannt wenn es mal nicht so gut läuft!!!

Wie nicht gut läuft...????ähhh wann lief es mal gut frage ich euch nach der Insovenz und dem Aufstieg!!!
Das war noch ne Truppe die Spaß hatte und diesen auch authentisch präsentiert hat.

Einer hat es richtig gemacht und sein ganzes Potenzial immer spielerisch und über den Kampf gegeben....nämlich ....tadaaa Kai Pröger. Und was hat ihm das gebracht???Grübel grübel ach ja richtig er spielt jetzt 2. Liga!!!

An alle Spieler von RWE!!!

Wenn ihr wirklich den Beruf des Fußballprofi anstrebt und nicht Kassierer im Aldi oder Bankkaufmann
(das wird auch nichts werden bis zur Rente Stichwort Digitalisierung) werden wollt. Dann reißt euch gefälligst den Arsch auf und seid Profis oder strebt an welche zu werden. Ihr seid doch alle zu verwöhnt bei diesem Verein in diesem tollen Umfeld in der Regio West. Geld verdienen kann man auch woanders bei eurer Qualität!!! Nur ist die Perepherie dort icht so erstklassig. Also denk mal drüber nach und macht mal...nicht nur wünschen sondern MACHEN!!!! Sorry aber das mußte bei aller Liebe mal raus.

14.02.2019 - 17:47 - DerOekonom

Also aus dem was man bisher von dieser Initiative lesen konnte, ist dort nicht erkennbar, dass man komplett gegen eine Ausgliederung ist, sondern: "Wir wollen nicht zulassen, dass unser Verein auch nur ein Stück seiner Identität verliert oder gar von irgendeinem verrückten Oligarchen übernommen wird." Ich kann nicht erkennen, was daran verwerflich sein soll.

Oder ist es vielen Fans egal, ob ein "Investor" nicht nur den ausgegliederten Fußball-Bereich übernimmt und zusätzlich noch Präsident wird und mit dem Verein macht was er will? Und das alles wofür? Für Drittliga-Fußball?

Ich führe diese Diskussionen auch im Freundeskreis. Da sind einige, die würden alles tun, nur damit sie wieder 2. Liga sehen dürfen. Denen ist es am Ende nicht so wichtig, ob RWE Fußball spielt oder (nach dem Verkauf) aus einem Fußballspiel eine Art Theaterbesuch wird wie in ManCity oder Paris. Da präsentiert ein Investor eine Schauspiel mit 11 Spielern auf dem Platz. Du zahlst deinen Eintritt und glaubst, du wärst bei deinem Verein. Stattdessen sitzt du wie im Theater in einem Stadion und lässt dich von einem "Unterhaltungskonzern" bespielen. Da ist Fußball in England oder Frankreich. Zu sagen hast du eigentlich nichts mehr und läufst Gefahr, dass sich das Publikum wegen der Preise verändert.

Vielen mag das egal sein solange ein Neymar oder Ronaldo über den Rasen tobt. Mir persönlich nicht. Das ist der eine Aspekt.

Andererseits bin ich auch sehend genug, dass ich erkennen kann, dass ohne zusätzliche Gelder für RWE in Liga 4 wohl Schluss ist. Die Frage ist daher, wie kann man "seinen" Verein
erhalten und trotzdem das nötige Geld bekommen, um aus der Liga raus zu kommen.

Das zu diskutieren ist völlig legitim und richtig. Daneben gibt es viele Aspekte, die erörtert werden müssen. So einfach wie das hier mitunter dargestellt wird ist es nun nicht. Da kann der Verein auch schnell viel Geld verlieren. Da wäre u.a. die Frage zu klären:

1. Wie organisiert man das nachhaltig in welcher Struktur? Und wie viel Geld müsste man denn haben, um auf zu steigen? Es macht ja unter Beachtung von Punkt 2 & 3 wenig Sinn, jetzt mehr als nötig aus zu gliedern.

2. Was ist der angemessene Preis für den Anteil zumal wenn man bedenkt, dass sich mit dem Aufstieg z.B. der Wert der Anteile verdoppeln oder verdreifachen könnte.

3. Gönnt an dem Investor diesen Gewinn voll als Prämie für sein Risiko oder schöpft man schon beim Verkauf einen Teil des zukünftigen Gewinns heute für den Verein ab?

4. Könnte es vor dem Hintergrund der Wertzuwächse nicht sinnvoller sein, jetzt eine andere Form der Finanzierung zu wählen (Kredite, Art umgekehrte Wandelschuldverschreibung oder ähnliches). Aus dem Gewinn nach Aufstieg wäre das leicht zu tilgen. Risiko wäre dann natürlich voll beim Verein nicht beim Investor.

5. Wären nicht die Fans / Mitglieder die erste Adresse für den Bezug der Anteile, da dort mehr erlöst werden kann (Art "Liebesaufschlag")

6. Was passiert wenn die Patrone verschossen wurde und es nicht geklappt hat wie anfangs beim BVB?

Alles das und sicher noch mehr gilt es zu diskutieren. Und das sicher nicht im kleinen Kreis im Aufsichtsrat, bei dem man hier und da nicht erkennen kann, woher die Kompetenz zu dem Thema kommen soll. Und ja Michael Welling ist, was diese Entscheidungen anbelangt Geschichte und alles was er persönlich da garantiert hat somit auch.

Vor dem Hintergrund finde ich die Diskussion sinnvoll, nötig und angebracht.

14.02.2019 - 17:38 - Sch'tis

@Bierchen … wenn wir einen Etat von 1,6 Millionen haben, warum entscheiden sich alle Spieler immer für andere Vereine ?
Warum möchte kaum noch einer zum RWE.
Jetzt komme mir aber nicht mit, die Fans sind Schuld !!

14.02.2019 - 17:35 - Bierchen

Ich weiß nicht was das soll? Wir haben auch ohne "Investor" die finanziellen Mittel für die dritte oder vierte Liga. Da ist sowieso kaum ein Unterschied im Etat. Ob 1,6 Millionen in der 4. oder 2,6 Millionen in der 3. Liga. Das ist kein Quantensprung und das wuppen die tollen RWE- Fans von alleine. Spannend wird es erst wenn es so richtig in den Profibereich geht. Dann brauchen wir mehrere potente Sponsoren aber sicherlich keinen Investor!

14.02.2019 - 17:23 - Sch'tis

14.02.2019 - 17:15 - UNVEU
Stimmt es das die Initiative auf die neuen Möchtegern Ultras von der Wrecking Crew zurück zu führen ist?

Nicht das noch die zur Gruppe gehören, die Auswärts gerne Fackeln würden, die, die schon mehrfach fast ein Spiel zum Abbruch geführt haben....
Wäre nach Hoch3 nun der Gag Hoch10

14.02.2019 - 17:19 - Sch'tis

Guck Dir Sportfreunde Siegen an … nur ein Bespiel …
da haben früher auch immer ein paar Tausend Krach gemacht … jetzt kommen noch hunderte.
So ein Elend wie jetzt weitere Jahre, bewegen sich unsere Zuschauerzahlen auch wieder auf 2500-3000 runter.

Ich stand bei RWE auch schon in Meisterschaftsspielen im Stadion, da waren gerade 3500 Zuschauer da.
Stimmt die Leistung, stimmt der Erfolg, dann ist in Essen echt was möglich !!!

14.02.2019 - 17:15 - UNVEU

Stimmt es das die Initiative auf die neuen Möchtegern Ultras von der Wrecking Crew zurück zu führen ist?

14.02.2019 - 17:09 - UNVEU

Mich würde gerne mal interessieren wie diese Leute sich vorstellen ohne Ausgliederung Geldgeber / Großsponsoren zu finden? Die sollten mal mit großer Besorgnis lieber mal auf das sportliche Elend blicken und nicht auf irgendwelche Ausgliederungen - wenn es sportlich so weiter geht dann ist der RWE bald von der Bildfläche verschwunden, das macht mir viel mehr Sorgen - Kein Erfolg - Keine Zuschauer - Sinkende Einnahmen - das ist viel schlimmer als eine Ausgliederung

14.02.2019 - 17:02 - Sch'tis

Die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen treiben das Thema Ausgliederung wieder voran.

Wenn die Reviersport nun nur noch davon berichtet, wenn sich jetzt eine Gruppe dagegen bewegt, wird uns wohl in nächster Zeit seitens Verein eine Entscheidung präsentiert.... ?!?

Ehrlich gesagt finde ich den Kommentar gut, besonders folgende Zeilen sind treffend:
Und was den Identitätsverlust angeht: Wenn man als Fan ehrlich zu sich selber ist, geht diese doch auch mit jedem weiteren Jahr in der Regionalliga ein Stück weit verloren. Vor allem dann, wenn die Zuschauer jetzt schon bei einem siebten Platz den Heimspielen fernbleiben, wie es aktuell der Fall ist.

Da ist was dran, auch wenn man es selber nicht hören will.

Die Vereinsführung incl. Aufsichtsrat wird sich das alles schon richtig durch den Kopf gehen lassen.
Glaube kaum, dass man dort Entscheidungen trifft, die danach nicht mehr gut zu machen sind.
Hat man Investoren auf der Liste, die auch bereit wären, hört man erst, welche Forderungen werden gestellt, welche Gegenleistung werden erwartet, usw.
Ist doch wie bei einem Vorstellungsgespräch, erfüllt man nicht den Erwartungen, guckt man sich den nächsten an.
Es muss passen....
In dem Fall... für den Verein, für den Investor und all den Fans.

Ohne finanzieller Hilfe, werden und auch zur kommenden Saison Rödinghausen und Co. die Spieler wegschnappen.
Ohne finanzieller Hilfe bewegen wir uns weiter auf einer Schiene …. Endstation 4. Liga.

Für höhere Ziele, sollte gezielt, gut überdacht, ordentlich durchgeplant der Weg Investor, Geldgeber eingeschlagen werden.

Ich hätte nix dagegen, wenn nach dem Scheitern "Hoch3" uns nun der Schnellzug z.B. "Hochtief" in die Bundesliga bringt ;-)

14.02.2019 - 16:57 - UNVEU

Was ohne Investor, ohne sportlichen Erfolg in Essen los ist sehen wir doch diese Saison - das Stadion wird immer leerer weil sich keiner mehr diesen Mist anschauen möchte - 8 Jahre sportlicher Stillstand und keine Sicht auf besserung tragen mit dazu ---- Tradition alleine reicht halt nicht aus! - Jetzt so eine Initiative? Jeder von denen sollte doch so ehrlich sein das es ohne Investor niemals mehr voran gehen wird - Und genau diese Leute / Fans sind es dann die bei ausbleibenden sportlichen Erfolg wieder als erstes auf dem Zaun stehen und die eigene Mannschaft auspfeifen und anpöbeln - ich persönlich sehe in Essen ohne Investor in naher Zukunft keinen sportlichen Erfolg, eher werden wir bald so Probleme wie Wuppertal und Wattenscheid haben vom finanziellen her. Denn die Zuschauer werden bei ausbleibenden Erfolg in den nächsten Jahren dann auch immer weniger, dann hast bald auch unter 1000 Zuschauer bei Heimspielen

14.02.2019 - 16:52 - RWEJogi

Ein sehr guter Kommentar. Diese Initiative ist weder durchdacht noch hat sie eine überlebensfähige Alternative parat. Und ich traue Herrn Uhlig zu das er eine Ausgliederung hinbekommt die es dem Verein ermöglicht seine Identität in wichtigen Teilen zu wahren. Ich weiß auch nicht was das soll wenn 80% auf der letzten MV dafür waren es voran zu treiben

14.02.2019 - 16:29 - Ronaldo20

Herr Welling ist weg ist doch nicht Geschichte,es ist immer ein
Thema gewesen auch von Herrn Uhlig nur jetzt wird es ernst es ist nie zu den Akten gelegt worden übrigens ein sehr guter Kommentar .Es wurde immer dran gearbeitet

14.02.2019 - 15:57 - RWE-ole

Alleine schon zu so einem Thema einen Vergleich BVB - RWE heranziehen zu wollen, disqualifiziert diesen Kommentar vollkommen.
Wenn alle Vereine beim DFB gleich behandelt würden, hätte Dortmund vor gar nicht allzulanger Zeit gar keine Lizenz mehr bekommen dürfen, sber sowas ignoriert RS ja ganz gerne mal.
Und nein, lieber Kommentator, ich honoriere den BVB nicht und drücke ihm auch nicht die Daumen, er ist mir schlicht völlig egal

14.02.2019 - 15:42 - DerOekonom

Kommentar? Und es wäre auch gut gewesen zu erwähnen, dass der BVB nach der Ausgliederung, dem Verbrennen des Geldes und Nichterreichen der CL fast insolvent und durch gewesen wäre. Ganz so simpel ist das alles nicht. Und wenn der BVB oder Schalke oder BMG ernst machen, dann kann RWE so viel ausgliedern wie sie wollen, an das Geld / die Strukturen kommen sie nachhaltig nicht ran. Da muss eine Initiative her, die das Budget und/oder die Aufstiegsberechtigungen dieser Teams einschränkt. Das wäre doch mal eine Aufgabe der Funke Mediengruppe. Nach einer längeren Pressekampagne würde der DFB wohl zu hören.

Man kann natürlich darüber diskutieren, ob es wie beim BVB Sinn macht, sich Anker-Investoren zu suchen, die sich mit dem Verein poolen und so für mehr Kontinuität sorgen, weil sie alles blockieren können, was von anderen angetragen wird. Aber jeder Investor ist auch auf Rendite aus und zahlt eben nur einen "angemessenen Preis". Es sei denn, er ist als Fan oder Sponsor so "verrückt", Geld oben drauf zu geben. Das kann ich beim BVB nicht sehen, evtl. bei der Victoria in Köln. Aber dort besteht dann auch die gleiche Abhängigkeit wie in Uerdingen. Und wenn diese Mäzene die Pappe aufhaben, ist schon mal schnell das Licht aus.

Michael Welling ist weg. Alles was von ihm damals zugesagt wurde ist Geschichte. Und Marcus Uhlig, sicher ein integerer Mann, ist sicher nicht so dominant wie Welling es war. Wenn die Initiative verhindern will, dass es am Ende zu falschen Prioritäten kommt, ist sie gut. Wenn Sie alles nur unabhängig vom Konzept torpedieren will sicher ein Problem.

14.02.2019 - 15:38 - Flanke09

Uch, jetzt bin ich hier mal auf die Kommentare gespannt! :) :) :) Romantiker vs. Realität