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Kaan-Marienborn: Ziel wird nach Topstart und Corona-Fall nicht korrigiert

RevierSport
28. September 2020, 18:00 Uhr
Kaan-Marienborn holte in Wattenscheid ein 1:1. Foto: Olaf Ziegler

Kaan-Marienborn holte in Wattenscheid ein 1:1. Foto: Olaf Ziegler

Der 1. FC Kaan-Marienborn ist mit zehn Punkten und 16:4 Toren aus den ersten vier Spielen nahezu perfekt in die neue Spielzeit der Oberliga Westfalen gestartet. Trainer Tobias Wurm tritt jedoch auf die Euphoriebremse.

Das Spiel am vergangenen Wochenende musste ausfallen, ein Corona-Fall im Umfeld des 1. FC Kaan-Marienborn verhinderte die Austragung der Partie gegen den SC Paderborn II. Kaan-Coach Tobias Wurm berichtet: „Es handelte sich nicht um einen Spieler der ersten Mannschaft oder ein Mitglied des Trainerstabs, sondern um einen Familienangehörigen eines Spielers. Trotzdem mussten wir natürlich durchgreifen und haben das Spiel in Absprache mit dem Staffelleiter und den Paderbornern am Vormittag des fünften Spieltags abgesetzt.“

Zuvor jedoch holte Kaan-Marienborn aus den ersten vier Saisonspielen beeindruckende zehn Punkte. Zuletzt gab es am vierten Spieltag einen 3:0-Erfolg beim ASC 09 Dortmund.

Wurm mahnt zur Vorsicht

Wurm zeigt sich erfreut vom Saisonstart, mahnt jedoch zur Vorsicht. „Wir haben als Ziel für diese Spielzeit den Klassenerhalt ausgegeben. Auch nach diesem Start wird sich daran nichts ändern. Alle Punkte, die wir bisher gesammelt haben, sind für den Ligaverbleib“, stellt der 38-Jährige klar.

Nichtsdestotrotz läuft es zurzeit einfach, besonders die Offensive präsentierte sich zu Saisonbeginn in außerordentlicher Torlaune: Ganze 16 Treffer erzielten Top-Torschütze Kohsuke Tsuda (sechs Tore) und seine Mitspieler in vier Partien. Wurm erläutert die Gründe: „Wir haben eine eingespielte Truppe. Da greifen einfach Automatismen. Besonders Kohsuke Tsuda entwickelt sich sehr gut weiter und macht momentan einfach Spaß.“

Der Trainer weist jedoch darauf hin, dass die Hälfte aller Treffer beim 8:1-Erfolg am dritten Spieltag gegen Eintracht Rheine gefallen sind. „Rheine hatte einfach einen schlechten Tag erwischt. Deshalb darf man das alles nicht so hoch hängen. Ich konzentriere mich auch gerne auf die Defensive, die bisher gut arbeitet, das hat vor allem der Sieg in Dortmund gezeigt“, sagt Wurm.

Am Donnerstag muss der 1. FC Kaan-Marienborn um 19 Uhr beim SV Schermbeck ran. Auch die Gastgeber hatten in dieser Saison bereits mit Corona-Fällen zu kämpfen und haben erst drei Spiele bestritten, aus denen sie drei Unentschieden mitnahmen. Der Kaan-Coach hat sich schon kurz nach der Paderborn-Absage mit den Schermbeckern beschäftigt: „Sie haben sich gut verstärkt und sind alles in allem stabiler geworden. Sie werden noch eine solide Rolle in dieser Liga einnehmen. Ich denke, dass es ein Kampfspiel werden wird, das wir versuchen werden, in unsere Richtung zu drücken.“

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