Sein Name dürfte den Amateurfußball-Fans im Ruhrgebiet ein Begriff sein. Meik Kuta, wohl einer der schnellsten Spieler unterhalb der Regionalliga, befindet sich aktuell auf der Suche nach einem neuen Verein.

Ex-Profi

"Ich höre mir alles an": Meik Kuta auf Vereinssuche

30. Mai 2020, 15:12 Uhr
Meik Kuta spielte zwischen 2010 und 2012 zwei Jahre für Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Meik Kuta spielte zwischen 2010 und 2012 zwei Jahre für Rot-Weiss Essen. Foto: Thorsten Tillmann

Sein Name dürfte den Amateurfußball-Fans im Ruhrgebiet ein Begriff sein. Meik Kuta, wohl einer der schnellsten Spieler unterhalb der Regionalliga, befindet sich aktuell auf der Suche nach einem neuen Verein.

Am 4. Juli wird Meik Kuta 30 Jahre alt. Genau der richtige Zeitpunkt, wie er im RevierSport-Gespräch verrät, um noch einmal etwas Neues zu machen. Die letzten zwei Jahre verbrachte er beim FSV Duisburg. In 49 Spielen erzielte der pfeilschnelle Offensivspieler sieben Tore. Doch nun ist seine Zeit beim FSV wohl abgelaufen.

"Ich habe heute meine Abmeldung weggeschickt. So dass ich ab dem 1. Juli ein freier Spieler bin. Ich höre mir alles an. Ob Oberliga, oder Kreisliga: Am Ende muss das Gesamtkonzept passen. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Geld verdienen will. Vielleicht kommt ein Verein auch mit einem Jobangebot auf mich zu", erklärt Kuta. Er fügt hinzu: "Parallel spreche ich auch noch mit dem FSV Duisburg. Wie gesagt: Ich höre mir alles an und lasse erst einmal alles offen."

Meik Kuta ist mit Rot-Weiss Essen und KFC Uerdingen aufgestiegen

Zwei Jahre beim FSV Duisburg und vier Spielzeiten beim SV Scherpenberg, dazwischen immer wieder Einsätze im Futsal für Primero Club de Futsal Mülheim - Kutas große Leidenschaft: So sah Kutas Karriere in den letzten sechs Jahren aus. Doch davor war er auf dem Weg in den Profifußball.

Er überzeugte in zwei Jahren bei Rot-Weiss Essen, stieg mit RWE aus der NRW-Liga in die Regionalliga auf, ging zum KFC Uerdingen und stieg dort ebenfalls als Stammspieler in die 4. Liga auf. Doch plötzlich war Schluss für Kuta in Krefeld. Anstatt in den Profibereich zu gelangen, ging es für ihn zurück in die Bezirksliga nach Scherpenberg.

"Natürlich denke ich noch oft an die RWE- und KFC-Zeiten zurück. Das war einfach wunderbar. Jeder will doch mal für solche Klubs spielen. Ich habe die Ehre gehabt. Warum ich es nicht weiter nach oben gepackt habe? Die Antwort ist einfach: Ich stand mir sehr oft im Leben selbst im Weg. Ich hatte keine einfach Kindheit und immer wieder mit privaten Problemen zu kämpfen. Leider konnte ich diese Probleme nie ganz fern halten, so dass der ganze private Stress mir am Ende den Weg nach oben gekostet hat."

Doch Kuta will nicht zurückblicken, sondern noch ein paar Jahre kicken und Spaß haben: "Ich werde 30 Jahre alt. Fünf, sechs, vielleicht sieben Jahre kann ich noch locker spielen. Meine Schnelligkeit habe ich immer noch nicht eingebüßt. Mittlerweile bin ich auch torgefährlich. Ich habe nach der ganzen Corona-Geschichte richtig Bock, wieder Vollgas zu geben. Nur wo, bei welchem Verein, das weiß ich noch nicht."

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