Gut eine Woche vor dem Rückrundenauftakt in der Oberliga Westfalen ist der Geduldsfaden der Verantwortlichen der Hammer Spielvereinigung gerissen.

Oberliga Westfalen

Hamm-Hammer! Lewejohann muss gehen

29. Januar 2020, 09:06 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Gut eine Woche vor dem Rückrundenauftakt in der Oberliga Westfalen ist der Geduldsfaden der Verantwortlichen der Hammer Spielvereinigung gerissen.

Nach einer negativen Hinrunde und schlechten Ergebnissen in den Testspielen der Winter-Vorbereitung hat das Tabellen-Schlusslicht der Oberliga Westfalen reagiert und am Dienstagabend Trainer Rene Lewejohann vor die Tür gesetzt. Die Entlassung bestätigte der populäre "Lewe" gegenüber RevierSport, ohne sich vorerst weiter zu der Entscheidung des Klubs äußern zu wollen.

In einer Pressemitteilung der Hammer heißt es: "Mit sofortiger Wirkung hat die Hammer Spielvereinigung Trainer René Lewejohann von seinen Aufgaben als Trainer der Oberligamannschaft entbunden und ihn beurlaubt. Bis auf Weiteres übernimmt Co-Trainer Adriano Ciallella die Verantwortung, ein neuer Trainer soll schnellstmöglich vorgestellt werden. Die Gespräche laufen. Die Hammer Spielvereinigung bedankt sich bei René Lewejohann für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute."

Nur fünf Punkte und kein Sieg in 18 Spielen

Ex-Profi Lewejohann, der am 13. Februar 36 Jahre alt wird, hatte die "Rothosen" am 22. November 2018 übernommen und zum Klassenerhalt in der Oberliga geführt. Auch in der laufenden Saison war das Ziel des Vereins die Liga zu halten. Die HSV hatte im Sommer einen großen Kaderumbruch vollzogen, die Mannschaft stark verjüngt und den Etat nach unten gefahren. 

Ein Abstieg in die Westfalenliga soll sogar einkalkuliert worden sein. Lewejohanns primäre Aufgabe war es die jungen, talentierten Spieler, von denen viele ohne Oberliga-Erfahrung waren, weiterzuentwickeln. Das gelang dem Ex-Schalker durchaus auch. Jedoch spiegelte sich die Weiterentwicklung nicht in den Resultaten und der Tabelle wider. Hamm holte nur fünf Punkte aus den ersten 18 Spielen und liegt acht Punkte hinter dem rettenden Ufer zurück. Noch bitterer: Es gab nur fünf Unentschieden, die Spielvereinigung wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg.

In der Winterpause hatte Hamm noch einmal nachgelegt und einige Zugänge präsentiert. Doch nach weiteren Niederlagen in Testspielen sah sich die Vereinsführung um HSV-Boss Achim Hickmann gezwungen den bei der Mannschaft beliebten Trainer zu entlassen.

Für Lewejohann war die Hammer Spielvereinigung nach einer erfolgreichen Zeit in Erkenschwick und dem FSV Duisburg die dritte Trainerstation.

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29.01.2020 - 21:46 - soso

Der liebe Johann kann sich jetzt bei Sodingen und Lüner SV bewerben.

29.01.2020 - 13:20 - billyboy

Viele Vereine ziehen die Reißleine.
Nur das Gebilde, für das dieser Schritt vielleicht doch noch die Rettung in letzter Sekunde bedeuten könnte, hält an der Untergangs-Gallionsfigur fest.

29.01.2020 - 11:04 - BallaBalla

Ich denke dass eigentlich immer mehrere am Misserfolg oder am Erfolg beteiligt sind. Aber anscheinend ist man nicht zufrieden, weder mit den Resultaten als auch mit der Entwicklung.

29.01.2020 - 10:19 - Lackschuh

Ganz normaler Verlauf - es geht nicht darum, ob guter oder weniger guter Trainer, sondern um die Tabelle und somit um Resultate! Man sieht in Hamm keine Entwicklung im Team und da spielt OL oder WL auch die zweite Geige! Grundsätzlich ist der Club( die Führung ) an der desolaten sportlichen Situation nicht schuldlos!

29.01.2020 - 10:01 - hollerdiboller

Das war doch wohl klar.