Als einer der wenigen Oberliga-Westfalen-Vertreter darf der TuS Erndtebrück im DFB Pokal ran. In der ersten Runde gab es direkt ein Kracherlos – es geht gegen den Erstliga-Absteiger Hamburger SV.

DFB-Pokal

Erndtebrück hofft auf Sensation

15. August 2018, 16:25 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Als einer der wenigen Oberliga-Westfalen-Vertreter darf der TuS Erndtebrück im DFB Pokal ran. In der ersten Runde gab es direkt ein Kracherlos – es geht gegen den Erstliga-Absteiger Hamburger SV.

Der Oberliga-Auftakt ging für den TuS Erndtebrück schonmal daneben. 2:3 hieß es gegen die Sportfreunde Siegen, die Tore von Mehdi Reichert und Pablo Schmitt waren zu wenig. Am Samstag kann der Regionalliga-Absteiger das jedoch vergessen machen. Dann startet Erndtebrück nämlich in der ersten Runde des DFB-Pokals – und das gegen den großen HSV.

Der hat nach zwei Spieltagen schon wieder ein Torverhältnis von 3:3 vorzuweisen. Gegen den Vorjahres-Dritten Holstein Kiel setzte es im heimischen Volkspark zum Start eine 0:3-Klatsche. Die konnte der HSV am zweiten Spieltag in Sandhausen zumindest in der Tordifferenz egalisieren. 3:0 hieß es nach Toren durch Khaled Narey und Rick van Drongelen, die Wogen waren wieder etwas geglättet. Nun geht es also im Pokal zum TuS Erndtebrück.

Pokalüberraschung – warum nicht?

Spricht in diesem ungleichen Duell überhaupt etwas für den Oberligisten? Bemüht man die Statistik, lassen sich durchaus Mutmacher für die Erndtebrücker finden. Die eigenen Erstrundenauftritte waren in der Vergangenheit nicht von Erfolg gekrönt. 0:5 und 0:3 hieß es in den Duellen mit dem SV Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt, beide Male war in der ersten Runde des DFB-Pokals Schluss.

Ein Blick auf die Pokalergebnisse des HSV lässt allerdings durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Sensation aufkeimen. Im letzten Jahr blamierten sich die Hamburger beim Drittligisten VfL Osnabrück, als es an der Bremer Brücke ein 1:3 setzte. Dabei hatte Osnabrücks Marcel Appiah schon nach 19 Minuten die Rote Karte gesehen. Beim Stande von 0:0 und noch 71 Minuten Spielzeit schafften es die Hamburger allerdings nicht, den Drittligisten ernsthaft in Gefahr zu bringen und verloren völlig verdient.

Auch in den Vorjahren bekleckerte sich der Sportverein aus dem hohen Norden nicht immer mit Ruhm. In der Saison 2015/16 gab es ein Aus im Elfmeterschießen gegen den FC Carl-Zeiss Jena, drei Jahre zuvor war gegen den Karlsruher SC inn Runde eins Schluss.

Es ist also durchaus etwas drin für den Underdog. Will Erndtebrück allerdings wirklich das nächste Osnabrück werden und den HSV schlagen, muss an diesem Tag alles passen. Wenn Erndtebrück über sich hinauswachsen und den HSV wirklich besiegen kann, muss der Nordklub wiedermal Pokal-Häme über sich ergehen lassen. Erndtebrück hingegen wären die gefeierten Helden. Zu verlieren haben sie also nichts.


Autor: Tizian Canizales

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