14.08.2018

Münster

Ein Ex-Schalker rockt Liga drei

Foto: firo

Der ehemalige Kapitän von Schalkes Reserve, René Klingenburg, läuft seit diesem Sommer für den Drittligisten SC Preußen Münster auf. In vier Spielen hat er nun schon vier Tore geschossen – und ist damit der beste Torjäger der Liga.

Dabei sollte man meinen, dass der Sprung von der Oberliga Westfalen in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands kein leichter sein würde. René Klingenburg jedoch hat diesen mit Bravour gemeistert. Zusätzlich zu seinen vier erzielten Treffern bereitete der 24-Jährige auch noch ein Tor vor, was ihn nach dem vierten Spieltag an die Spitze der Torjäger- und der Scorerliste hievte.


Münsters Mann der Stunde hat über den Leistungssprung indes kaum nachgedacht. „Ich mache mir gar nicht so viele Gedanken. Ich will einfach Fußball spielen.“ Anpassungsprobleme gab es in der neuen Heimat jedenfalls keine. „Ich fühle mich hier pudelwohl, die Jungs haben es mir sehr einfach gemacht.“

Matchwinner gegen Lotte

Wie schnell Klingenburg in Münster Fuß gefasst hat, zeigte er auch bei dem 1:0-Arbeitssieg gegen die Sportfreunde aus Lotte. „Klinge", wie ihn sein Trainer nennt, krönte seine engagierte Leistung mit dem Siegtreffer. Damit sind die Münsteraner nach vier Spieltagen Tabellenführer, was von Fans und Spielern mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Gesängen gefeiert wurde.

Trotz ihrer Niederlage zollte der Ex-Schalker Lottes Spielern indes Respekt. „Es war ein sehr schwieriges Spiel. Schon in der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Wir konnten nicht genau das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben.“ Das änderte sich jedoch im zweiten Durchgang. „Nach der Pause hat die Mannschaft das gezeigt, was sie zeigen soll. Unterm Strich haben wir verdient gewonnen“, analysierte Klingenburg.
 
Bundesliga-Traum lebt

Auch wenn es auf Schalke nicht für den Durchbruch in die erste Bundesliga gereicht hat, verfolgt Klingenburg dieses Ziel weiter. „Wenn Ich jetzt sage, dass ich den Traum von ganz oben beiseite gelegt habe, dann muss ich kein Fußball mehr spielen.“ Der Umweg über Preußen Münster stört Klingenburg dabei nicht. „Ich bin froh und glücklich, hier sein zu dürfen und meine Qualitäten unter Beweis zu stellen“, sagte er dazu. Dennoch sieht er sich nicht ewig bei den Adlerträgern. „Wenn ich jetzt sage, ich will bis zu meinem Karriereende hier in Münster spielen, dann mache ich als Sportler irgendwas falsch. Ich bin ein Spieler mit hohen Ambitionen, der sehr hart arbeitet. Dementsprechend will ich meinen Weg weitergehen.“

Autor: Tizian Canizales

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