Meppens Geschäftsführer Ronald Maul rechnet nicht damit, dass von Seiten des DFB Hilfe in der derzeitigen Corona-Krise zu erwarten ist.

Corona

Drittliga-Boss: „Gehe nicht von DFB-Hilfen aus“

Stefan Loyda
24. März 2020, 09:28 Uhr
Beim SV Meppen rechnet Geschäftsführer Ronald Maul nicht mi Hilfen vom DFB. Foto: firo

Beim SV Meppen rechnet Geschäftsführer Ronald Maul nicht mi Hilfen vom DFB. Foto: firo

Meppens Geschäftsführer Ronald Maul rechnet nicht damit, dass von Seiten des DFB Hilfe in der derzeitigen Corona-Krise zu erwarten ist.

Im deutschen Profi-Fußball ist kaum eine Liga härter von der Corona-Krise getroffen als die 3. Liga. Schon in den vergangenen Jahren erlebten viele Klubs ihren finanziellen Ruin. Rot Weiss Ahlen zum Beispiel musste in der Saison 2010/11 Insolvenz anmelden und ging am Saisonende trotz sportlicher Qualifikation in die Oberliga. Alemannia Aachen stand 2013 wegen einer Insolvenz frühzeitig als Absteiger fest. Beide Vereine schafften den Sprung zurück bisher nicht. Der MSV Duisburg ließ bereits immer wieder verlauten, dass sie in dieser Spielklasse ihre Verbindlichkeiten kaum abbauen können. Dementsprechend hoffen die 20 Klubs auch auf eine schnelle Lösung, wie der DFB den Vereinen unter die Arme greifen könnte. Konkrete Maßnahmen sind jedoch bis heute noch nicht beschlossen.

Für Viktoria Köln geht es noch nicht um die Existenz

Meppens Geschäftsführer Ronald Maul zeigte sich deshalb im NDR-Sportclub auch skeptisch: „Ich gehe davon aus, dass für uns als Drittligist von Seiten des DFB nicht zwingend eine Hilfe zu erwarten ist, sodass sich am Ende jeder Verein selbst helfen muss. Diese Hausaufgaben muss im Moment jeder für sich selbst bestreiten.“ Die Meppener hatten als einer der ersten Klubs Kurzarbeit beantragt, der SC Preußen Münster ist in diesen Tagen gefolgt. Beim KFC Uerdingen gehen nach Informationen der Rheinischen Post immerhin die Geschäftsstellenmitarbeiter auf Kurzarbeit, der Spielerkader noch nicht. Der MSV Duisburg prüft derzeit eine Notwendigkeit. Viktoria Köln war hingegen bisher ohnehin nicht von Zuschauereinnahmen abhängig, wie Franz-Josef Wernze gegenüber den Kölnischen Rundschau betonte: „Bei uns geht es - Stand heute - nicht um die Existenz.“

Die Personalplanungen liegen bei den meisten Vereinen dennoch erst einmal auf Eis, wie Meppens Geschäftsführer Maul zugab: „Wir wissen aktuell nicht genau, was wir planen sollen und ab wann wir wieder etwas planen dürfen.“ Dennoch begreife er die derzeitige Lage auch als eine Chance, sich wieder darauf zu besinnen, was der Fußball mal gewesen ist und was ihn ausgezeichnet hat.

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24.03.2020 - 13:56 - Außenverteidiger

https://deutsches-ehrenamt.de/vereinsrecht/mitgliederversammlung/

u.a. :
-die Entlastung des Vorstands und Kassenprüfers
-Berichte des Vorstands
-Berichte der Kassenprüfung

Ich stimme nur darüber ab, was ich als Mitglied leisten kann oder? Wenn ich kein Geld habe, für die Schulden einzustehen, wird der Verein im Guthaben und mit einer Absicherung geführt. Konjunkturzyklen sind normal in der Wirtschaftswelt. Man erinnere sich an 2008.

https://www.zdf.de/kinder/logo/deutscher-fussball-bund-100.html -> Zum DFB. ;)

24.03.2020 - 13:44 - Außenverteidiger

Dann stimmt die Struktur des Verbandes nicht. Der DFB sollte für einen fairen Wettbewerb sorgen. Über Regeln und Gesetze. Über die Höhe der Abgaben lässt sich streiten und jetzt ist ein guter Zeitpunkt diese zu hinterfragen.
Für die Wirtschaftlichkeit eines Vereins sind die gewählten Vorstände und Mitglieder auf der JHV verantwortlich. Niemand zwingt einen Schulden aufzunehmen. In der Krise sollte jeder Verein aus sich heraus überleben können. Ansonsten wird's schmerzhaft. Wie ich schon geschrieben habe, kann ich im Hoch als Mitglied keinen Risikokurs tragen und in der Krise Unschuldige belasten.

Ich frage mich in der jetzigen Situation wozu die Mitglieder überhaupt da sind und was sie auf der JHV beschlossen haben?

Der DFB steht selber vor der Pleite.

Hast du Zahlen für das große Abkassieren? Mich würden die Abgaben in Euros interessieren. Gleichzeitig die Kosten des DFB.

Einen Verband wird es immer geben,wo Regeln überprüft werden. Genauso werden gesunde Vereine überleben. Alles auf einem anderen Niveau. Zur Not fängt man unten wieder an. Wo ist das Problem? Wenn RWE in der Kreisliga spielt, dann muss ich als Fan da mit durchgehen. Wo liegt das Problem?

24.03.2020 - 13:00 - Alt Zebra

So ein Blödsinn ohne die Vereine würde es keinen DFB geben die Kassieren jedes Jahr groß ab.Wenn die in der Krise jetzt nicht helfen wir das die Existens einiger Vereine kosten.Um das zu Verhinder muß der DFB Helfen sonst schneiden sie sich ins eigene Fleisch.Wenn du ein Fan wärest Außenverteidiger würdest nicht so einen Kommentar Schreiben.

24.03.2020 - 10:26 - Außenverteidiger

Wieso auch? Verbände sind Wettbewerbshüter und in der Regel genauso betroffen.
Hierfür hat unser System Banken und Staaten erschaffen. Kann man zwar weiterhin kritisieren und abschaffen wollen, ich bin allerdings ein Fan und man sieht, warum Staaten und Banken mega wichtig sind.