Westfalenliga II

Der DSC Wanne-Eickel will in die Top 4 – auch langfristig!

RevierSport
29. April 2019, 10:45 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

DSC-Trainer Holger Flossbach hofft auf ein erfolgreiches Ende seiner Amtszeit und will die Top 4-Platzierung verteidigen. Ahmet Inal von der SpVgg Erkenschwick hingegen sucht die Lösung für das akute Stürmerproblem seiner Mannschaft – und könnte dieses selbst verkörpern.

Ahmet Inal, Trainer der SpVgg Erkenschwick, wirkte nach Spielende der letzten Partie gegen den DSC Wanne-Eickel (1:3) sichtlich bedient. Der unrühmliche Schlusspunkt der Partie gehörte dabei dem Trainer selbst. Dieser hatte sich eine halbe Stunde vor Spielende selbst eingewechselt, und hoffte damit die fehlende Torgefahr seiner Mannschaft zu kompensieren. Daraus wurde jedoch nichts. 


Die letzte Chance des Spiels, einen Freistoß aus zentraler Position vor dem Tor, schoss der Trainer nur in die Mauer. Entscheidend wäre dies vermeintlich nicht mehr gewesen, dafür hatten seine Spieler zuvor bereits zu viele gute Gelegenheiten liegen lassen. „Ich zerbreche mir schon seit einigen Spielen den Kopf über unsere Chancenverwertung“, erklärte der 37-Jährige. „Im Moment kämpfen wir mit der Position im Sturm. Wir brauchen einen richtigen Mittelstürmer und die Tiefe im Spiel, um die Saison vernünftig zu Ende zu bringen“, stellt der Spielertrainer sorgenbehaftet fest. 

Für diesen personellen Engpass sorgten vor allem die langfristigen Ausfälle von Timo Conde (Rückkehr erst zur kommenden Saison) und Phillip Mandler. Regelmäßige Einsätze vom Trainer im Feld waren unter normalen Umständen nicht vorgesehen, doch die besondere Situation erfordert es anscheinend, dass Inal das Problem selbst lösen und die Sturmflaute seiner Mannschaft beenden muss. Der letzte Sieg seiner Mannschaft liegt inzwischen bereits einen knappen Monat zurück. Erkenschwick ist seit vier Spielen sieglos. Am 31. Spieltag empfängt man dann im vorgezogenen Spiel am Freitagabend den Tabellenzweiten aus Sinsen. 


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Die Verletzungssorgen hat der DSC Wanne-Eickel dagegen weitestgehend beigelegt. Nach einer Hinrunde mit vielen personellen Ausfällen ist man in der Rückrunde vom großen Pech verschont geblieben. Das macht sich auch in den Ergebnissen bemerkbar. Durch den Sieg gegen die SpVgg Erkenschwick wurde der Vorsprung auf die Recklinghäuser auf sechs Punkte ausgebaut. Wanne-Eickel festigte den vierten Tabellenplatz. Sechs Punkte Rückstand hat man auf den Tabellendritten SG Finnentrop/Bamenohl. „Platz vier ist ein Champions-League-Platz“, betont Trainer Holger Flossbach augenzwinkernd, „den wollen wir unbedingt verteidigen“.

Dabei sieht der 58-Jährige, der sein Amt zum Saisonende niederlegen wird, seine Mannschaft auf einem guten Weg, dauerhaft zur Spitzengruppe der Westfalenliga zu gehören: „Wir beweisen gerade, dass wir oben mitspielen und zu den besten vier Teams der Liga gehören können“. Das nächste Ausrufezeichen in dieser Hinsicht kann seine Mannschaft dann in zwei Wochen setzen, wenn man nach einem spielfreien Wochenende zum TuS Sinsen reist.

Autor: Cedric Spielhoff

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