Amateure

„Das tut richtig weh“: Lockdown-Verlängerung quält den Sport

23. März 2021, 14:20 Uhr
Foto: Markus Weissenfels

Foto: Markus Weissenfels

Die Hoffnungen auf Lockdown-Lockerungen für den Amateursport haben sich zerschlagen. Vor allem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatten darauf gedrängt.

Die Forderung der Sport-Bosse nach einer „Roten Karte“ für die Corona-Notbremse ist bei der Politik ungehört verhallt. Die Hoffnungen auf Lockdown-Lockerungen im Amateurbereich unabhängig von den Inzidenz-Werten haben sich zerschlagen. Was mit Zuschauer-Pilotprojekten passiert, ist fraglich. Der Sport wurde nach den Beratungen von Bund und Ländern in den Beschlüssen gar nicht erst erwähnt.

Die Nicht-Beachtung sorgte für große Enttäuschung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). „Die aktuelle Beschlusslage stellt auch für den gesamten Sport nochmals einen herben Rückschlag dar. Nach ersten wichtigen Öffnungsschritten wird nun der gesamte Vereinssport erneut zur Bewegungslosigkeit verdammt“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Das tut richtig weh und wird die schon jetzt deutlich erkennbaren Schäden im gesamten Sportsystem nun von Woche zu Woche nochmals weiter erhöhen.“

Nach der Entscheidung der Politik bleibt es beim Status Quo, der faktisch aber aufgrund der Koppelung an die Inzidenz-Werte immer weitere Beschränkungen mit sich bringt. Schließlich steigen die Zahlen stetig an. Am Dienstag lag der bundesweite Wert bei 108,1. Nur bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 dürfen bis zu zehn Personen in kleinen Gruppen unter freiem Himmel Sport treiben. Einen solchen Wert weisen nur noch die wenigsten Landkreise und Städte auf.

Aufgrund der zunächst bis zum 18. April verlängerten Lockdown-Regeln droht wie bereits im Vorjahr vielen Amateurligen der Saisonabbruch. Vor den Auswirkungen auf den Breitensport und das Vereinsleben hatte auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gewarnt.

„Der Amateurfußball sitzt im Wartezimmer der Politik, aber sein Zustand verschlechtert sich. Der Ball muss wieder rollen, die Mannschaften müssen sofort zurück auf Platz“, hatte Vizepräsident Rainer Koch zuletzt gefordert: „Wir verstehen die Ängste der Politik. Aber die Angst vor dem Amateurfußball ist völlig unbegründet.“

Koch verwies auf besorgniserregenden Zahlen, die zuletzt bei einer DFB-Umfrage zu Tage getreten sind. Diese hatte ergeben, dass die Verbundenheit der Mitglieder zu den 25.000 Vereinen schwindet. Vor der Pandemie sagten 88 Prozent, dass sie eng oder sehr eng mit ihrem Klub verbunden sind. Diese Zahl ist auf 52 Prozent gesunken. 22 Prozent der Funktionäre und Trainer verzeichneten eine „spürbare“ Zahl von Austritten.

Auch die Klubs jenseits des Fußballs berichteten zuletzt über Mitgliederverluste, die Zahl der ehrenamtlich Engagierten nehme zudem ab. „Immer mehr Vereine spüren eine hochbedenkliche Armut an Aktivitäten und echte Existenzsorgen für die Zukunft“, äußerte Hörmann am Dienstag.

Im Gegensatz zu den Amateuren bleiben die Profis privilegiert. Eliteklassen wie die Fußball-Bundesliga, die ihr Hygienekonzept verschärft hat, dürfen weiterspielen - wenn auch wie bisher ohne Zuschauer. Am Montag hatten sich Hoffnungen auf eine Fan-Rückkehr beim Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und Bayern München am 3. April zerschlagen. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete das Modellprojekt mit 999 Zuschauern als „momentan völlig illusorisch“.

Ein anderes Pilotprojekt planen die BR Volleys. Der Volleyball-Bundesligist aus Berlin hofft auf die Freigabe seines Konzepts für das Spiel am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle gegen die SWD powervolleys Düren, das Perspektiven für eine Öffnung erproben soll. Der Klub stellte sich auf ein Kommen von bis zu 800 Zuschauern ein, bereits am Sonntag waren nahezu alle verfügbaren Tickets vergriffen.

Hörmann baut darauf: „Uns bleibt einmal mehr nur die Hoffnung, dass es in zahlreichen Fällen individuelle Modellprojekte für mehr Bewegungen geben wird und dann ab April eine flächendeckende und schrittweise Öffnung erfolgen kann.“ sid

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29.03.2021 - 19:23 - dr. breitner

oh gatsby, jetzt bin ich raus. Diese Fülle an harten Fakten kann niemand widerlegen

29.03.2021 - 19:14 - Gatsby

Wieso sollen neue Stämme "eingeschleppt" werden. Wenn man gegen einen bekannten Grippe- oder Coronavirus-Stamm impft, setzen sich andere Stämme durch
die gelernt haben, gegen den Impfstoff immun zu werden. Es kommt zu einer Verschiebung.
Es gibt zwar Statistiken, die nachweisen, dass zum größten Teil Einwanderer am schwersten an Covid 19 erkrankt sind. In Schweden trifft es die
Einwanderer aus Somalia überproportional hoch. Es wird vermutet, dass dunkelhäutige Menschen nicht genug Vitamin D bilden können. Aufgrund
der im Norden zu geringen Sonneneinwirkung.

Schaut man über den Tellerrand der Schulmedizin hinaus, dann kommt man er zu dem Ergebnis, dass schwere Lungenkrankheiten,
mit schweren Traumata zu tun haben. Angst entspricht Enge. Todesangst, die in Bürgerkriegssituationen oder bei der Flucht nun mal entstehen kann,
schlägt sich stark in einer Erkrankung der Lunge wieder.
Die Spanische Grippe hatte wahrscheinlich genauso mit Kriegstraumata zu tun.
Gestorben wie die Fliegen sind fast ausschließlich die Geimpften, da zu dieser Zeit gerade die Soldaten als Versuchskarnickel
für alle möglichen Impfexperimente herhalten mussten.

Mit Impfungen wird man auch heute nur das Gegenteil erreichen, da Viren ja auch eine Aufgabe erfüllen.
Nämlich Giftstoffe aus dem Körper zu bringen. Heute leiden viele Menschen an nicht erkannten Schwermetallvergiftungen,
die auch von Impfungen kommen. Vielleicht könnten Coronaviren andere Viren wie Herpes- oder Epstein-Barre Viren triggern.
Ab einem gewissen Punkt der Vergiftung läuft das Fass halt über und die Abwehr kollabiert.
Völliger, fast schon Geisteskranken Blödsinn ist es aber, Kindrr als Virenüberträger zu sehen. Das ist sogar extrem bösartig.

29.03.2021 - 17:14 - dr. breitner

Dass vieles falsch läuft bestreite ich doch gar nicht. Nur jetzt, im Wissen, dass in naher Zukunft extrem viele Infizierte und nachfolgend auch wieder viele Tote
und Menschen mit Langzeitfolgen zu beklagen sein werden, kann man doch nicht argumentieren, dass in den letzten Wochen glücklicherweise weniger Menschen gestorben sind. Und weil die Vorhersagen so klar und eindeutig sind, muss man eben entsprechend handeln. Ob eine Pandemie besser vorhersehbar ist als das Wetter, würde ich
mal zumindest bezweifeln. Wenn in 2 Wochen in Südfrankreich eine Mutation auftaucht, gegen die die momentanen Impfstoffe nicht wirken, sind alle Planungen für den A....
Wäre die britische Mutation nicht aufgetaucht, säßen wir jetzt schön im Biergarten und deine "geleakten" Tests könnten wir uns sparen.
Und selbst wenn wir durch die Impfungen im Sommer erst mal wieder Ruhe haben, kann immer wieder eine neue Form eingeschleppt werden.

29.03.2021 - 16:14 - Gatsby

@ dr. breitner

Das Wetter ist nun mal nicht zuverlässig kalkulierbar.
Eine "Pandemie" schon eher.
So verfügt die Stiftung Corona-Ausschuss über ein von einem Whistlblower geleaktes "Panikpapier",
aus dem hervorgeht, dass Maßnahmen, die erst jetzt durchgeführt werden ( vermehrte Testungen) oder
später noch kommen sollen ( verschärfte Quarantänemaßnahmen ) schon im März 2020 in dem Ministerien
als Handlungsanweisungen vorlagen.

siehe:
2020news.de/neuer-leak-die-umsetzung-des-panikpapiers

26.03.2021 - 05:52 - dr. breitner

@gatsby

Danke, bin schon geimpft. Ich erklär dir das aber gerne auch noch mal.
Angenommen es ist heute schönes Wetter, aber der Deutsche Wetterdienst sagt für übermorgen ein Unwetter mit 97 Prozent Wahrscheinlichkeit vorher.
Stellst du dann die Sonnenschirme raus und lädst dir spontan noch ein paar Leute ein ?
Und wenn Kollege 76 eine Grafik zitiert und dann komplett falsch interpretiert, dann fragt man sich schon was da falsch läuft.

25.03.2021 - 21:25 - Gatsby

Herzlichen Glückwunsch, Herr Dr. Breitner!

Mit Ihrem Kommentar haben Sie sich wegen besonderer Verdienste um die Volksgesundheit für einen vorzeitigen
und altersunabhängigen Impftermin qualifiziert.
Und zwar von Pr. Dr. Wieler! Vom Präsidenten des RKI höchstpersönlich. Der darf das sogar.
Denn als Veterinär ist er für Schafe zuständig.

25.03.2021 - 18:13 - dr. breitner

Bist du tatsächlich so dumm ? Ja, momentan ist die Sterblichkeit niedriger als im Schnitt der Jahre 2016-2019, das ist aber eine Momentaufnahme und dem geschuldet, dass bis vor ein paar Wochen die Inzidenzen gesunken sind und alle Maske tragen, vorsichtig sind und deswegen auch andere Todesfälle durch Infektionskrankheiten zurückgehen.
Hast du dir auch den Verlauf der Kurve vor 2 Monaten und davor angeguckt und den Ansatz der jetzt steigenden Kurve ? Es wird wieder genauso eine Übersterblichkeit geben, wahrscheinlich noch wesentlich höher.
Ist 76 dein Geburtsjahr oder dein IQ ? Entschuldigung, aber so viel Dummlaberei ist nicht mehr auszuhalten.

23.03.2021 - 16:53 - 76

Ich gehe seit 1 Jahr regelmäßig in den Supermarkt, die Apotheke, Tankstelle, Bäckerei. Ich war regelmäßig in verschiedenen Krankenhäusern und Arztpraxen. Ich sehe dort immer die selben Menschen, die dort arbeiten. Offensichtlch wird niemand krank, trotz unzähliger täglicher Kotakte mit anderen Menschen. Ganz besonders in den Supermärkten müssten die Mitarbeiter/innen reihenweise krank werden. Ist aber nicht so.

Unser Gesundheitswesen ist nicht ansatzweise in einem bedenklichen Ausmaß ausgelastet.

https://www.uniklinik-duesseldorf.de/ueber-uns/pressemitteilungen/detail/uniklinik-duesseldorf-im-normalbetrieb-mit-geaenderter-besucherregelung

Die allgemeine Sterblichkeit in Deutschland sinkt seit vielen Wochen sehr deutlich und liegt deutlich unterhalb der Vorjahres-Vergleichszeiträume.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/03/PD21_141_12621.html

Wo ist das Problem, draußen Sport zu treiben? Ich verstehe es einfach nicht!