Schalke erhöht vor dem brisanten Champions-League-Spiel gegen Galatasaray Istanbul die Sicherheitsvorkehrungen. Das sind die Gründe.

S04

Darum patrouilliert Security vor dem Istanbul-Spiel

Thomas Tartemann
05. November 2018, 17:30 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Schalke erhöht vor dem brisanten Champions-League-Spiel gegen Galatasaray Istanbul die Sicherheitsvorkehrungen. Das sind die Gründe.

or fünfeinhalb Jahren traf der FC Schalke 04 in der Champions League schon einmal auf Galatasaray Istanbul - aber nicht in der Gruppenphase, sondern im Achtelfinale. Die Begeisterung der Galatasaray-Fans hat sich nicht geändert, die Sicherheitsvorkehrungen der Königsblauen hingegen schon. So patroulliert die Schalker Security bereits am Tag vor dem Spiel rund um die Arena.

Im März 2013 hatten Galatasaray-Fans versucht, mit bloßen Händen einen Tunnel zu graben, um beim Abschlusstraining teilzunehmen oder doch noch das Spiel im Stadion zu verfolgen. "So etwas haben wir noch nicht erlebt", sagte seinerzeit eine Vereinssprecherin.


Schalke: Bratwurst und Bier erst im Stadion

Doch nicht nur die Security am Tag vor dem Spiel ist ein Teil der verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Die Arena öffnet am Dienstag bereits um 18 Uhr ihre Tore - bereits drei Stunden vor dem Anpfiff, nicht wie bei Bundesligaspielen zwei Stunden vor dem Start. Ein Grund: Bereits vor dem regulären Eingang werden die Tickets kontrolliert, damit sich nur Karteninhaber in der Nähe der Arena aufhalten. Rund um das Stadion wird es kein Catering geben - Bratwurst und Bier gibt es erst im Stadion.

Der freie Kartenvorverkauf im September hatte den Online-Ticket-Shop der Königsblauen vor Probleme gestellt. Bis zu 80.000 Menschen befanden sich gleichzeitig in einer virtuellen Menschenschlange, obwohl offiziell ausschließlich Mitglieder Karten erwerben konnten.

Auf dem Schalker Vereinsgelände versuchten dann 1700 Galatasaray-Fans, im freien Vorverkauf an Tickets zu kommen - obwohl keine Karten für die Gäste-Fankurve vergeben wurden. Einige hatten sogar in Zelten übernachtet. Es kam offenbar zu Prügeleien und Drängeleien. "Wir waren mit einem ungewöhnlich großen Aufgebot vor Ort", erklärte ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen.

Offiziell gingen etwa 2.900 der 54.000 Karten an Galatasaray-Anhänger - fünf Prozent des Kontingents, wie es in der Champions League vorgeschrieben ist. Es ist aber zu erwarten, dass sich deutlich mehr Fans mit rot-gelben Schals in der Veltins-Arena befinden. 2013 hatte der türkische Meister über 10.000 lautstarke Fans im Rücken und siegte mit 3:2. (aer/tt)

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren