"Sach ma', Vorstand"

Corona-Hilfen: So viel Geld bekommt Rot-Weiß Oberhausen

Stefan Loyda
17. November 2020, 08:20 Uhr
RWO-Präsident Hajo Sommers sprach bei "Sach ma', Vorstand" über Corona-Hilfen. Foto: Micha Korb

RWO-Präsident Hajo Sommers sprach bei "Sach ma', Vorstand" über Corona-Hilfen. Foto: Micha Korb

Im Rahmen der RWO-Sendung „Sach ma’ Vorstand“ äußerte sich Hajo Sommers, Präsident des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, über die beantragten Corona-Hilfen des Vereins.

Den wichtigsten Satz brachte Hajo Sommers in diesem Statement als letztes. „Wir gehen sehr wahrscheinlich nicht kaputt dran“, hielt der Präsident des Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen fest. Im Rahmen der RWO-Sendung „Sach ma’, Vorstand“ wurden die Verantwortlichen des Regionalligisten darauf angesprochen, wie hoch die Corona-Hilfen sind, die der Verein bisher erhalten hat

„Von Corona-Hilfe eins haben wir 70.000 Euro bekommen. Das war ein schöner Schluck aus der Pulle, der sehr geholfen hat“, berichtet Sommers. „Corona-Hilfe zwei wird noch beantragt, die wird aber nicht mehr so hoch ausfallen, weil wir zwischendurch Einnahmen erwirtschaften und Dinge wieder abziehen müssen.“ Bei den Mitteln des Landes NRW würde RWO derzeit noch rechnen und im Anschluss vom Steuerberater geprüft werden. „Wir wissen noch nicht, wie viel das genau sein wird. Zwischen 80.000 und 120.000 Euro. Da geht es um Eintrittseinnahmen, die wir Gegenrechnen müssen.“

Dritter Antrag folgt Ende November

Die dritte Corona-Hilfe würde erst Ende November beantragt, wie Sommers verrät: „Vielleicht kriegen wir da gar nichts raus. Jede Kohle, die kommt, muss versteuert werden und wird als Einnahme gerechnet.“ Je nachdem, was der Verein aus den Landesmitteln bekommen würde, kriegt RWO aus dem dritten Pott wenig oder gar nichts. Zudem gäbe es bei dieser Hilfe laut Sommers noch ein Problem: „Wir sind nicht wirklich geschlossen. Wir spielen. Da müssen wir erst einmal klären, ob wir an diese Hilfe kommen könnten.“

Insgesamt habe RWO bisher 25.000 aus der Soforthilfe bekommen, 23.000 von Landessportbund und 70.000 Euro aus der ersten Corona-Hilfe. Dagegen stünden jedoch nicht erwirtschaftete Eintrittsgelder in Höhe von 250.000 bis 300.000 Euro. „Das ist im Augenblick noch schlecht“, sagt Sommers. Zudem habe RWO im Vergleich zum vergangenen Jahr auch 300.000 Euro an Sponsorengeldern verloren. Sommers: „In die Gewinnabteilung kommen wir eher nicht, aber wir gehen sehr wahrscheinlich auch nicht kaputt daran.“

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21.11.2020 - 04:14 - frankiboy5l

So wenig ?

18.11.2020 - 20:48 - redwhite

Es wäre fair, wenn hier auch die Einnahmen erwähnt würden, die durch Aktionen erzielt wurden. RWO hat ja Geisterspiel-Tickets und andere Sachen verkauft und damit sicher auch gute 100.000€ eingenommen.

17.11.2020 - 19:14 - BOT-S04

Die Kommentare hier zeigen, dass viele wahrscheinlich schon in der Schule nicht aufgepasst haben, wenn es um kaufmännische Angelegenheiten geht.
Hier wird kein Geld verschenkt, sondern Anhand von Mitarbeiter- und Einnahmezahlen entschieden (bzgl. Kurzarbeitergeld und Corona-Hilfe).

Jeder der mal ein Unternehmen geleitet hat, weiß, dass grob 40% der Bruttoeinkünfte beim Staat landen. Anders wird es bei RWO mit den Einnahmen auch nicht sein. Ich sag nur Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Co.! Wenn nun ein Verein 70.000€ an Corona Hilfe bekommt, dann ist das wirklich nur ein kleiner Schluck aus der Pulle der nciht im Verhältnis zu den Einnahmen stehen würde. Ein Spiel gegen RWE und man hat mit Sicherheit mehr als 70.000€ übrig.

Und auch alle die hier rumschreien: auch ihr profitiert Tag und Nacht von diesem Sozialstaat. Fing schon bei der Schulbildung (wie auch immer die aussah) an.

17.11.2020 - 15:50 - wb.

@wutango:ist doch prima wenn der amateursport von den hilfen profitiert und sicher richtig so.
denke da noch an radball. gibt es das noch?
die landesregierung hat neben diesen hilsprogrammen einen topf halt für die viertligisten zur
verfügung gestellt. nach dem wdr wurden in diesem zusammenhang auch die eishockeyvereine
genannt. umfang 15 mio euro. so war es veröffentlicht, so wurde es auch bei rs diskutiert. zb
ob wuppertal (als insolvenzverein) oder die zweitvertretenen vereine überhaupt berechtigt
wären.
nur wer "an der wand schläft "denkt an die verteilung des gesamten betrages, aus dem man
sich bedienen könnte geteilt durch x.trotzdem ist es zu erwähnen, weil eben die viertligisten
als adressat explizit genannt wurden.

17.11.2020 - 13:38 - Gatsby

Ach, micky 1805, das siehst du ganz falsch. Unser Landesvater macht das genau richtig!
Geld ist doch genug da. Für alle. Und das schönste ist: Es braucht heutzutage ja auch nicht mehr von der steuerzahlenden
Bevölkerung erwirtschaftet werden. Das geht einfacher.

Und das allerschönste ist, daß unser RWO vielleicht schon bald deutlich höhere Subventionen erwarten kann!
Im Frühjahr 2021 vielleicht so um die 700 Millionen Euro und im Sommer wird vielleicht sogar die Billionengrenze erreicht.

17.11.2020 - 12:40 - RWO-Oldie

Wenn man hier die Kommentare teilweise liest, dann wird einem schon klar, warum "Transparenz" in den meisten Vereinen eher klein geschrieben wird. Nichtsdestotrotz liebe ich meinen Verein gerade dafür.

17.11.2020 - 12:34 - Außenverteidiger

SGD auf Blauhelmmission? Von Dynamo erwarte ich wesentlich mehr Mut und Pressingdenken. Die Gier auf Erfolg, darf nicht versiegen.

Mich machen die Aussagen der Vereinr stutzig ohne Zuschauer nicht überleben zu können und spielen trotzdem weiter. Wenn man auf eine Steilküste zu fährt, hält man doch an, wenn die Schilder/internes Rechnungswesen, vor einem Abhang warnt. Wieso wird akzeptiert, wenn Entscheidungsträger einfach weiter fahren?

17.11.2020 - 12:23 - wutango

@Micki(maus): warum kommt Kurzarbeitergeld dazu? Bekommen das nicht eher die Arbeitnehmer? Aber du kannst es ja gerne übernehmen, das an den Verein zu zahlen. Da wären sicher auch alle Steuerzahler froh ;-)

@wb.: der "Topf" ist nicht nur für Regionalliga und Eishockey, sondern für den Amateursport. Das beinhaltet auch rhythmische Sportgymnastik oder Brennball. Da profitieren ALLE Vereine von. Auch wenn hier schon einige die 18 Mio. unter den Viertligisten und den zwei Eishockeyvereinen aufgeteilt haben...

17.11.2020 - 11:48 - SGD28011003

Mit meinem Kommentar meinte ich selbstverständlich nur die ersten beiden Posts.

17.11.2020 - 11:44 - SGD28011003

Kinders das sind wieder Kommentare. Für Alohol ist es doch noch ein bisschen früh, oder?

17.11.2020 - 11:42 - wb.

gute nachrichten für rwo. hilfen sind eingehalten.
bleibt die frage nach dem dicken und gross angekündigten topf
für die regionalligisten und die eishockeyvereine. da kann man
nur hoffen,dass es sich nicht um ein öffentlichkeitswirksames
mogelpaket handelt ..
ohne zuschauereinnahmen befinden sich alle in not, was wohl
bedingung ist.

17.11.2020 - 09:31 - Außenverteidiger

Mega viel Geld für einen Viertligisten. Vergleichbar, als wenn Lesotho auf einmal Leopard 2 Panzer erhalten würde. Mehr geht nicht und wäre schon wirklich unverschämt. Vor allem liegt das Problem an der Sponsorenseite UND beim Vorstand. Die Regiovereine, die angeblich von den Zuschauern abhängig sind, hätten gegen den Spielbetrieb klagen müssen. Verstehe immer noch nicht, warum diese Saison gespielt wird?
Ein Bordell ohne Frauen, wird doch niemals eröffnen.
Die us Armee würde niemals ohne Luftwaffe kämpfen und Charlie Sheens Bumspartnerrinnen würden niemals ohne Gummi vögeln.

17.11.2020 - 08:36 - Micki1805

Ja super, dann geht es dem RWO doch wirklich wieder gut - Wahnsinn, was die alles für Gelder bekommen.
Dazu kommen noch die Kurzarbeitsgelder - also kommt noch mal eine Schüppe oben drauf - heftig.
Alles Steuergelder von uns.
Danke Herr Laschet - sind ja nicht Ihre Gelder - mit Geld vom Staat kann man gut umgehen.