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Boris Tomiak über RWE: "Dieser Mannschaft traue ich den Aufstieg zu"

04. Oktober 2020, 09:00 Uhr
Boris Tomiak (links), hier gegen RWE-Kapitän Marco Kehl-Gomez, zeigte sich bei seiner Rückkehr nach Essen sehr zweikampfstark. Foto: Thorsten Tillmann

Boris Tomiak (links), hier gegen RWE-Kapitän Marco Kehl-Gomez, zeigte sich bei seiner Rückkehr nach Essen sehr zweikampfstark. Foto: Thorsten Tillmann

Das Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Fortuna Düsseldorf II war vor allem für einen Spieler der Gäste ein ganz besonderes Aufeinandertreffen. Boris Tomiak verbrachte insgesamt sieben Jahre bei RWE. RS hat nach dem Spiel mit dem gebürtigen Essener gesprochen.



Die 5000 Zuschauer im Stadion Essen staunten nicht schlecht, als sie den langen Schlacks mit der Nummer vier bei Fortuna Düsseldorf II sahen. Viele RWE-Fans kam dieser junge Mann (22) bekannt vor. Ja, Boris Tomiak spielt seit dem 1. Juli 2020 für die Düsseldorfer Reserve.

Bei der 0:2-Niederlage im Stadion Essen machte der gebürtige Essener mit einem starken Stellungsspiel und guter Zweikampf-Quote auf sich aufmerksam. Der nominelle Innenverteidiger agierte im defensiven Mittelfeld als Zerstörer und versuchte die Essener Angriffe zu unterbinden. Am Ende reichte Tomiaks gute Leistung nicht aus, um etwas aus Essen mitzunehmen. "Es war ein verdienter Sieg für RWE. Trotzdem sind Niederlagen immer sehr bitter. Deshalb sind wir auch enttäuscht. Aber wir haben alles gegeben, es hat nicht gereicht. Wir werden jetzt versuchen eine neue Serie zu starten", sagte der Defensivspezialist nach dem 0:2. Immerhin war die Fortuna mit fünf ungeschlagenen Spielen in Serie nach Essen gefahren.

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Tomiak über RWE: "Es ist wahrscheinlich auch der stärkste Gegner der Liga"

Trotz der Düsseldorfer Niederlage konnte Tomiak am Ende auf einen spannenden Freitagabend zurückblicken. Immerhin durfte er an seiner alten Wirkungsstätte auflaufen. Der ehemalige Jugendspieler des FC Stoppenberg verbrachte vier Jahre im RWe-Nachwuchs und drei Spielzeiten bei den RWE-Profis. Insgesamt kann der 1,93 große Tomiak auf 32 Pflichtspiele (ein Tor, zwei Vorlagen) im RWE-Trikot zurückblicken.

"Ich wohne ja immer noch in Essen und habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich ein rot-weisses Herz habe. Das ist meine Heimatstadt, mein Heimatklub. Es hat mich sehr gefreut, vor dieser Kulisse auflaufen zu dürfen", betonte Tomiak und ergänzte: "Das war bisher der stärkste Gegner, auf den wir getroffen sind. Es ist wahrscheinlich auch der stärkste Gegner der Liga. Ich wünsche RWE den ersehnten Aufstieg. Dieser Mannschaft traue ich den Aufstieg auf jeden Fall zu."

Er selbst will nach Stationen in Essen, Wattenscheid und Altona 93 in Düsseldorf durchstarten. In dieser Spielzeit bestritt er bisher alle sechs Ligaspiele von der ersten bis zur letzten Minute und gehört zweifelsohne zu den Leistungsträgern im Team von Trainer Nico Michaty. Wer weiß: Vielleicht erhält Tomiak in der Zukunft auch mal eine Chance im Profiteam oder zumindest im Training des Zweitliga-Kaders von Uwe Rösler. "Ich habe noch nicht mit den Profis trainiert. Natürlich schaue ich aber zu den Profis hoch. Aber erst einmal muss man kontinuierlich gute Leistungen bei der U23 bringen, um vielleicht irgendwann belohnt zu werden", weiß auch Tomiak.

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04.10.2020 - 17:40 - mistfink

Das ist Bullshit AV. Ich habe selbst dritte Liga gespielt. Die Zeiten von Hrubesch, Augenthaler und Schatzschneider sind schon lange vorbei. Hast du mal neben Reus, Götze, Kimmich oder Lewandowski gestanden? Das sind alles Luftkotellets. Speed ist das einzige, was noch zählt. Und das geht mit 55 kg halt besser als mit 80 kg. Das haben wir den Spaniern zu verdanken, die irgenwann mit Tiki-Taka angefangen haben. Seitdem haben athletische Spieler nix mehr auf dem Platz zu suchen. Ich hoffe selber, dass dieser Trend ein Ende hat. Dem heutigen Fussball kann ich so gar nichts abgewinnen, er langweilt mich.

04.10.2020 - 10:19 - Außenverteidiger

Ihm hätte eine echte Athletikabteilung bri uns gut getan. Sehe ihn nach wie vor als potenziellen Zweitligaspieler. Einsatz, Größe, Schnelligkeit und Spielverständnis stimmen schon jetzt für die Regionalliga. Arbeitet er an seinem Körper, Passspiel und der Taktik, geht's ab nach oben.
Unsere Nachwuchsspieler sind oftmals zu schmächtig. (Becker, Tomiak, Lucas...) Unter anderem kam es deshalb zu einer geringen Durchlässigkeit.
Kann man nicht den Jugendspielern Ernährungspläne und Sonderschichten im Kraftraum verordnen?
Zu unserer Zeit gab's im ersten A Jugend Jahr die Möglichkeit sich aufzupumpen und den Fußball als seine Sportart anzunehmen. Bis zum letzten A Jugendjahr musste man den Körper haben, um in der ersten Mannschaft mithalten zu können. Wer den Körper nicht besitzt bzw entwickeln kann, sollte sich einen anderen Sport suchen.
Im letzten Jahr, hat unsere Jugendabteilung einen Schritt nach vorne gemacht und hatte mehr Zocker mit Seniorenpotenzial.