Oberliga Niederrhein

Bocholts Philipp Goris spricht über Vergangenheit und Zukunft

Niclas Scheidt
19. August 2019, 07:00 Uhr

Foto: Michael Gohl

Direkt im ersten Spiel gab es für den 1.FC Bocholt den Schock: Der etatmäßige Stürmer Nick Buijl riss sich im ersten Saisonspiel das Außenband. Auf einmal stehen die anderen Stürmer im Fokus und buhlen um den Startplatz ganz vorne. Einer davon ist Philipp Goris, der für Bocholt kein Unbekannter ist. 

Insgesamt drei Mal stand Goris schon beim 1. FC Bocholt unter Vertrag. Das erste Mal in der Saison 2015/16. Eine durchaus erfolgreiche Saison für den damals 20-jährigen Stürmer. In 34 Spielen konnte er 20 Treffer in der Oberliga erzielen. Das weckte Begehrlichkeiten.


Keine Chance beim KFC

Der damalige Oberliga-Konkurrent KFC Uerdingen klopfte mit Aufstiegsambitionen an. Einen Wechsel von Goris „konnte damals jeder nachvollziehen“, wie er selber im Interview sagte. Allerdings war der heutige Drittligist eine Nummer zu groß. Nach nur einem Jahr beim KFC zog es ihn zurück nach Bocholt, wo er nur ein Jahr spielte. Die nächste Station hieß Jahn Hiesfeld. 

Einmal Hiesfeld und zurück

„Der Grund für den Wechsel war meine berufliche Tätigkeit, da hatte ich einfach kürzere Wege zum Training.“ Goris ist in Dinslaken geboren. Im Rückblick hätte es der jetzt 24-Jährige aber anders gemacht. „Im Nachhinein war es auf jeden Fall eine Fehlentscheidung nach Jahn Hiesfeld zu wechseln, das war ein Riesenfehler.“


Nach nur einem halben Jahr war Schluss beim Dinslakener Oberligisten und Goris wechselte – wohin auch sonst – nach Bocholt. „Ich hatte immer ein ehrliches Verhältnis zum 1. FC Bocholt und ich wusste, was ich an diesem Klub habe.“ 


Mit Schnelligkeit und Torgefahr bestechen

Gegen die SF Niederwenigern (4:1 für Bocholt) stand Goris zum ersten Mal in der Startelf und lieferte ein starkes Spiel ab, strahlte immer wieder Gefahr vor dem Tor aus. „Aufgrund meiner Schnelligkeit bin ich schon gefährlich, wenn man mich schickt. Ich habe ja schon gezeigt, was ich in der Oberliga leisten kann.“ Goris ist selbstbewusst, stellt sich aber nicht über das Team: „Wichtig ist natürlich auch, dass ich defensiv mitarbeite und mannschaftsdienlich spiele.“ 

Bescheidene Ziele

Der Dinslakener weiß um die Favoritenrolle seiner Mannschaft, will aber keine großen Versprechungen machen. Besonders bei seinen persönlichen Zielen bleibt er bescheiden: „Ich will so viel Spielpraxis sammeln wie es geht. Ich will der Mannschaft mit meinen Toren helfen.“ Mit einem Tor hat es beim Startelfdebüt nicht geklappt. Keinen Grund zur Panik für Goris, denn in seiner 20 Tore-Saison mit Bocholt brauchte er sogar vier Spiele für sein erstes Tor. 

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