Der frühere Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng hat nach Kritik am Profifußball in der Coronakrise einen differenzierten Umgang angemahnt.

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Boateng mahnt differenzierten Umgang mit Kritik an Profis an

24. Mai 2020, 09:32 Uhr
Foto: dpa

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Der frühere Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng hat nach Kritik am Profifußball in der Coronakrise einen differenzierten Umgang angemahnt.

„Ich finde, man sollte nicht mit dem Finger auf uns Fußballprofis zeigen. Wir dürfen uns alle angesprochen fu?hlen. Jeder sollte in diesen Zeiten ein Stück demütiger sein“, sagte der Abwehrspieler des FC Bayern München in einem Interview der „Welt am Sonntag“. „Ein gepostetes Foto in den sozialen Netzwerken sagt nicht unbedingt etwas u?ber die Lebensgeschichte des Spielers aus. Nur weil ein Fußballer mal Geld ausgibt, heißt das nicht, dass er nichts spendet oder überheblich ist.“

Der 31-Jährige sprach dabei auch über den mehrmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Juventus Turin. Dieser habe „Fotos aus Privatjets gepostet und Millionen gespendet. Andere Spieler posten so was nicht, leben aber ähnlich. Jeder hat seinen eigenen Lifestyle und darf darüber selbst entscheiden. Ich finde es wichtig, dass hier nicht pauschalisiert wird“, sagte Boateng. dpa

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24.05.2020 - 17:43 - Außenverteidiger

Schau dir die Praxisumsetzung in der Historie mal an. Selbst knülle, kommt ein 68er da nicht heran.

24.05.2020 - 16:32 - lapofgods

Dann heißt das aber nicht "liberal" sondern "neoliberal". Wenn man als dauerschwadronierende Luftpumpe das Vokabular mittags noch halbwegs nüchtern nicht im Griff hat, dann wird's abends knülle noch peinlicher.

24.05.2020 - 16:19 - Außenverteidiger

Wirtschaftlich Lappi. Wer von 68er erzogen wurde hat mit Wohlstand und Zahlen eh nichts am Hut. Er konsumiert lediglich und verteilt die Gelder an beliebige Menschen.

24.05.2020 - 14:56 - lapofgods

"Liberale Parteien (Cdu und afd) "

Die autoritär-intolerante AfD soll liberal sein? Aber wohl nur aus der Sicht des Ganzrechtsaußenverteidigers und seiner alten Kameraden.

24.05.2020 - 13:17 - Außenverteidiger

Noch einmal. Wenn sie sich die Dinge leisten können, dann dürfen sie einkaufen, was die Läden anbieten.
Was wir beschreiben, ist ein Thema der Einkommensbesteuerung. Liegt in der Hand von Parteien und Wählern. Hast du ein Problem mit dem geposteten Bild oder dem Vermögen?
Ich bin immer für mehr Gehalt von Arbeitnehmern im unteren Bereich. Weiterhin gehört eine hohe Besteuerung ab einem gewissen, normativ gewählten Bereich dazu. In NRW haben 2017 13 % die FDP gewählt. Die steht für den freien Markt. Liberale Parteien (Cdu und afd) sind auf 33 und 8 % gekommen. Sprich über 50 % der Wähler tragen diesen Weg. Die Nichtwähler oben drauf.
Das Problem des geringen Einkommens im Pflegebereich liegt auch an den Arbeitern an sich. Wieso organisieren sie sich nicht? Große Konzerne bilden eine Lobby und wieso bildet die Pflegebranche keine Lobby? So funktioniert die Demokratir aktuell. Weiterhin hat jeder Beruf ein Streikrecht um seine Forderungen durchzusetzen. Wo kein Streik, Wiederstand auftritt ist meiner Meinung nach alles okay. Jammern kann jeder, handeln muss jeder, der mehr vom Kuchen im Wettbewerb abhaben möchte. Wir sind immer noch in einer Marktwirtschaft.

24.05.2020 - 11:53 - hoelwil

Sorry Aussenverteidiger da kann ich nicht zustimmen. Wenn ich Posts von Spielern oder Beratern sehe, die 7-9 Top Cars ,keiner unter 100.000,-Euro , im Keller haben, dann fällt mir nur noch wenig ein. 50% der normal verdienenden Deutschen können sich nicht eine Woche Urlaub im Jahr leisten und dazu zählen fast alle Krankenpfleger, dann muss ich dich fragen: Ist das so ok?

Beitrag wurde gemeldet

24.05.2020 - 09:57 - Außenverteidiger

Geht in die richtige Richtung. Wer einen Kasten Bier, Paket Nudeln oder Ferrari kauft, der braucht sich nicht zu schämen oder ein schlechtes Gewissen haben. Angebot und Nachfrage sind wichtige Zugpferde unserer Gesellschaft. Wer auf dem legalen Markt agiert, schafft oder sichert Arbeitsplätze.
Wenn sich ein Ronaldo den Privatjet kauft, ist dies hervorragend. Daran arbeiten zig Angestellte und er muss Angestellte bezahlen. (Pilot, Mechaniker)
Ich kenne viele Arbeitslose die ein Auto im Ruhrgebiet fahren. Darüber regt sich komischerweise niemand auf,wenn man Kaufentscheidungen moralisieren will...
Beim Thema Spenden verstehe ich Boateng nicht? Steuern zahlen ist in der Demokratie für den Wohlstand und Chancengleichheit wichtig. Alles andere ist egal. Die einen wollen Konsumieren und andere Macht/Abhängigkeit ausüben.(Spender) Kalou hat seine Spenden genutzt, um sein Fehlverhalten zu rechtfertigen. Wohltäter erinnern mich an die Monarchie. Kaiserflagge und co sind verboten oder?
Soziale Netzwerke sind zum Prahlen und Selbstdarstellen. Hier ist die Erziehung der Eltern gefragt und/oder die Weiterbildung über deren Funktion. Erwachsene dürfen alle paar Jahre wählen, um die Steuerpolitik zu gestalten. Wo haben wir ein Problem?

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