Champions League

Auch Gladbach weicht für Duell mit Manchester nach Budapest aus

08. Februar 2021, 20:33 Uhr
Foto: dpa

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Nach RB Leipzig zieht auch Borussia Mönchengladbach in der Champions League zum Heimspiel nach Budapest um.

Das geltende Einreiseverbot aus Großbritannien lässt keinen Auftritt der Gladbacher im heimischen Borussia-Park gegen Manchester City zu.

Mönchengladbach (dpa) - Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach wird sein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am 24. Februar gegen Manchester City ebenfalls in Budapest bestreiten. Dies teilten beide Clubs am Montag mit. Grund für die Verlegung des Heimspiels ist das bis mindestens 17. Februar geltende Einreiseverbot aus Hochrisiko-Ländern, in denen das Coronavirus mutiert ist.

„Wir müssen leider davon ausgehen, dass die bis zum 17. Februar in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Einreiseverbote aus Großbritannien auch über dieses Datum hinaus Bestand haben werden und dass es auch keine Ausnahmegenehmigung für eine Einreise der Mannschaft von Manchester City zu einem Spiel in Mönchengladbach geben wird“, sagte Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers.

Deshalb hatte sich auch schon RB Leipzig für die Partie am 16. Februar gegen den von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool auf die Suche nach einem Ausweichort außerhalb von Deutschland begeben und sich nach Rücksprache mit der UEFA für Budapest entschieden.

Diese mit höherem Reiseaufwand verbundene Lösung hatte zuletzt für Kritik gesorgt. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Austragung der Europacup-Partien für „das falsche Signal“, wie der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte.

„Wir sollen derzeit alle auf Reisen verzichten, diesen Appell hat auch die Bundeskanzlerin gesetzt, und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum wir da für einen Profizirkus eine Ausnahme machen sollten“, befand Lauterbach.

Die Gefahr, das Virus einzuschleppen, sei gegeben. Ähnlich sieht es die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestags, Dagmar Freitag (SPD): „Aufgrund der bekannten Mutationen des Virus ist jegliche Ein- und Ausreise in und aus anderen Ländern eine zuviel.“

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil warf dem Fußball gar Realitätsferne vor. „Es wäre ein stärkeres Signal, wenn dieses Spiel verschoben worden wäre oder gar ausgefallen wären. Das ist auch mal verzichtbar an dieser Stelle. Der Wettbewerb darf da nicht an erster Stelle stehen.“

„Ein Achtelfinale in der Champions League ist für Borussia Mönchengladbach ein herausragendes Ereignis, das nun leider weder mit Zuschauern noch in unserem eigenen Stadion stattfinden kann. Aber wir sind froh, dass wir überhaupt spielen können und gehen mit der Sache der allgemeinen Lage entsprechend gewissenhaft um“, entgegnete Schippers den kritischen Stimmen. dpa

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10.02.2021 - 06:20 - Scott

Na klar, in Ungarn wird Demokratie noch groß geschrieben. Dort herrscht der einzig wahre Menschenfreund unter der Sonne.
Alles ist dort transparent und Ungarn ist die einzige Nation auf der Welt, wo Korruption und Fetternwirtschaft abgeschafft wurde.
Die Menschen lieben ihren Alleinherrscher, das hat doch die überwältigende Mehrheit bei der demokratischsten aller Wahlen dort gezeigt!
Für Unternehmen wie den Pissbrüheclub, dessen österrrrrrrreischicher Besitzer dem ungarischen Diktator in nichts nachsteht (ihm eher noch etwas beibringen könnte) ist das doch kein Problem.
Und den armen Gladbachern bleibt letztendlich auch nichts anderes übrig, als dem kranken Gesocks von der UEFA in den Anus zu kriechen und sich dafür auch noch artig zu bedanken!
Hoffentlich fliegen alle UEFA- (am besten auch FIFA-) Funktionäre gemeinsam in einem Flieger zu einer solchen Veranstaltung.......

09.02.2021 - 18:53 - soso

Warum fliegen die nicht auch nach Ägypten ..... ????!!!???!!!???

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09.02.2021 - 02:15 - GEnogo

Wieso nicht gleich 1 kompl. 16er-Turnier bei den Magyaren. Lissabon hat`s gezeigt - als die Coronas noch kein Thema waren um die Algarve herum.
Anfang Juni könnten somit selbst die Uefa-Honoratoren erkannt haben, dass ihre geplante >Run around Europr-EM<die deutl. größere Inf.-Gefahr für
ALLE Beteiligten darstellt als es einzelne CL-Spiele derzeit wären.
Ergo gäb`s bis dahin dringlich ersehnte Belastungs-Pausen, vermutl. weniger Verletzte und bei verbessertem Impf-Szenario viell. gar eine gewisse
Vorfreude auf diesen Modus eines spannenden Finalturniers - natürl. ohne Rückspiel!
Für die europ. National-Trainer sicher schwierig und noch nerviger für sämtl. Spielplaner, aber gute Freundsch.-Spiele zur rechten Zeit füllen ggf. auch
hier den (Nachhol)-Bedarf. Über veränderte TV-Rechte will ich da nimmer reden, zumal die UEFA da zieml. taub scheint und die finanz. Gier dem er-
lauchten Kreis im Präsidium ja wirkl. nicht abzusprechen ist. Die CL in dieser Form wird sich hingegen notgedrungen bald totlaufen.
zum Schaden des Sports wär`s sicher nicht. Ebensowenig so 1 längst mal fälliges Großereignis für die verdiente Fußb.-Nation UNGARN!

PS: Eines jedoch erbitte ich vom Herrn: Der TV muss mitten inne Puszta antreten, z.B. im Stadion von Raba Eto Györ. Dies tät den Bauern mal gut.
Gewinnen werden sie dort ja sowieso. Auf geht`s, Kalle. Mach die Kutsche klar!!

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08.02.2021 - 23:31 - frankiboy5l

Wie kommen die englischen Mutationen eigentlich in die EU und nach BRD.

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08.02.2021 - 23:25 - frankiboy5l

Ich liebe die EU und ihre Gesetze.

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08.02.2021 - 21:03 - Außenverteidiger

Ja schau mal einer an. Was wird der Präsi von Ungarn nicht verteufelt. Erst wollen uns die Bundesligisten und der Fußball zur Übertoleranz nötigen und handeln, sobald es eng wird, komplett anders. Was wollt ihr in der DFL nun darstellen?

PS: Der Normalbürger hat Ungarn schon immer respektiert und keinen imperialen Druck aufgebaut.

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