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Auch dieser 4. Ligist sprach mit Inka Grings

Stefan Loyda
03. April 2019, 12:13 Uhr

Foto: Fabian Strauch

Inka Grings feiert am Samstag (14 Uhr) gegen den SC Verl ihr Debüt als Trainerin des SV Straelen. Verl und Inka Grings? Da war doch mal was...

"Im letzten Oktober hatte ich über ihre Agentur ein interessantes Gespräch mit Inka Grings. Sie hat sich bei uns vorgestellt und mit mir ein intensives Gespräch geführt. Sie hat erzählt, dass sie in den Profibereich will und ihre Pläne offenbart. Wir haben beim SC Verl auch einige Nebenstellen, wie die Analyse oder das Scouting. Hier habe ich ihr gesagt, dass eventuell etwas möglich wäre. Aber bei aller Kompetenz und Wertschätzung konnten wir für sie keine Stelle finden, weil bei uns einfach nichts frei geworden ist", erklärte Raimund Bertels gegenüber unserer Redaktion. 


Verls Sportlicher Leiter und Präsident in Personalunion ergänzt zum Thema Grings: "Als Trainerin war Inka Grings bei uns nie im Gespräch - weder im Jugend- noch im Seniorenbereich. Ich bin da auch ehrlich gesagt skeptisch. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Der SV Straelen ist jetzt Vorreiter. Ich kenne das Fußballgeschäft und weiß um die Ressentiments im Männerfußball gegenüber dem Frauenfußball. Ich bin gespannt, ob sie sich durchsetzt.“

Shun Terada fällt aus

Bei ihrem Debüt als Trainerin des Regionalligisten SV Straelen muss Grings auf den besten Torschützen des Aufsteigers verzichten.

Beim Spiel in Lippstadt am vergangenen Woche hatte sich Terada eine tiefe Fleischwunde zugezogen. Bei einem Zweikampf hatte sich der Eisenstollen des Gegenspielers in Teradas Schuh gebohrt und die Verletzung verursacht. Der Japaner, der mit bisher zehn Treffern in der Regionalliga West die interne Torschützenliste der Grün-Gelben deutlich anführt, muss für ein bis zwei Wochen pausieren. Beim ersten Training von Grings am vergangenen Montag, schaute er auf Krücken zu. "Mir ist es egal, ob uns ein Mann oder eine Frau trainiert. Am Ende geht es um die Qualität. Wie ich sehe, macht sie ein gutes Training", sagte Terada über die neue Straelener Trainerin.

Für Straelen ist der Terada-Ausfall ein herber Rückschlag im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf Platz 15 beträgt nur noch fünf Punkte, auf den ersten definitiven Abstiegsplatz sind es noch acht Punkte. Als 15. würde Straelen nur absteigen, wenn Uerdingen, Lotte oder Fortuna Köln den Klassenerhalt in der 3. Liga verfehlen.

Terada selbst äußert sich nach seiner ersten Verletzung, seitdem er in Deutschland ist, geknickt: „Das passt mir gar nicht. Ich will spielen und der Mannschaft und dem Verein helfen, aber so ist Fußball.“ Er werde nun alles dafür tun, um schnellstmöglich ins Training zurückzukehren. „Ich werde das Team trotzdem vor Ort unterstützten und am Samstag die Daumen drücken. Wir halten zusammen und wollen die Klasse erhalten.“

Autoren: Krystian Wozniak/Stefan Loyda


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03.04.2019 - 18:18 - Frankiboy51

Schön, daß noch jemand mit Imka gesprochen hatte, worüber auch immer, nur nicht über Frauenfußball.
Was mir allerdings fehlt ist das Photo von Shun Teradas Fuß, verpixelt natürlich.