Kai Hanysek, Torwarttrainer von Arminia Klosterhardt, ist ein schwer beschäftigter Mann. Jeden Tag steht er für verschiedene Mannschaften auf dem Trainingsplatz - alles für seinen großen Traum.

Landesliga

Arminia Klosterhardt: Torwarttrainer träumt von Spanien oder England

08. September 2020, 15:15 Uhr
Bei Arminia Klosterhardt stand Kai Hanysek auch selbst zwischen den Pfosten. Foto: Heinrich Jung

Bei Arminia Klosterhardt stand Kai Hanysek auch selbst zwischen den Pfosten. Foto: Heinrich Jung

Kai Hanysek, Torwarttrainer von Arminia Klosterhardt, ist ein schwer beschäftigter Mann. Jeden Tag steht er für verschiedene Mannschaften auf dem Trainingsplatz - alles für seinen großen Traum.

Amateurfußball – das bedeutet für die meisten eine berufliche Tätigkeit neben dem Hobby Fußball, ein paar Mal pro Woche Training und am Wochenende ein Spiel. Nicht so für Kai Hanysek. Der Torwarttrainer von Arminia Klosterhardt hat sein ganzes Leben dem Torwarttraining gewidmet. So trainiert der 28-Jährige nicht nur die Keeper der ersten Mannschaft von Arminia Klosterhardt, sondern gleichzeitig auch die U18 und U19-Mannschaften des Landesligisten und ist gleichzeitig für die gesamte Torhüter-Koordination im Verein verantwortlich.


Doch damit nicht genug, denn Hanysek ist auch in der Jugendabteilung von Rot-Weiß Oberhausen und bei der DJK Blau-Weiß Mintard als Torwarttrainer aktiv. Allerdings nur noch für die erste Damenmannschaft, da die Herrenmannschaften von Mintard und Klosterhardt nun in derselben Liga spielen und das nicht mehr unter einen Hut zu bekommen war.

„Man kann mich sicher als positiv bekloppt bezeichnen“, meint Hanysek selbst. „Ich bin schon so ein bisschen besessen und im Training immer sehr detailverliebt und versuche, das Beste aus jedem Training rauszuholen.“ Diese Einstellung hat sich schon weit über die Landesliga Niederrhein hinweg herumgesprochen. Erste Kontakte nach Unterhaching und zum Hamburger SV hat der Torwarttrainer auf den verschiedenen Lehrgängen, an denen er bereits teilgenommen hat, zumindest schon geknüpft.

Ursprünglich hatte Hanysek eine Lehre in der Metallindustrie absolviert und dort auch zehn Jahre lang gearbeitet. Die Arbeit habe ihn aber nie richtig glücklich gemacht, weswegen er in die Torwarttraining-Szene reingerutscht ist und dort jetzt durchstarten will. „Der Amateurbereich soll nicht die Endstation sein“, verrät der 28-Jährige. „Wenn ich mal träumen darf, dann sehe ich mich irgendwann in der ersten spanischen oder englischen Liga. Zu Dortmund oder Schalke würde ich aber auch nicht Nein sagen.“ 


Auch Marcel Landers, Cheftrainer in Klosterhardt, schwärmt von seinem Torwarttrainer. „Kai ist Torwart durch und durch, und für uns extrem wichtig, weil er mit seinem Fleiß und Engagement jeden Spieler besser macht.“

Auch am kommenden Sonntag wird Hanysek wieder mit von der Partie sein, wenn die Arminia auf den SV Wermelskirchen trifft. „Wenn die Jungs konzentriert arbeiten, dann sollten da durchaus drei Punkte drin sein“, meint der Torwarttrainer, der mit dem DFB-Torwarttrainer Leistungskurs, den momentan höchsten Abschluss für Torwarttrainer absolviert hat. An der fehlenden Motivation der Torhüter sollte es jedenfalls nicht scheitern.

Autor: Dominik Oberholz

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09.09.2020 - 14:53 - Obasi1987

ja dann mal viel Erfolg.
Das zeigt wieder das wenn man selbst nicht gut spielen konnte man Trainer sein kann ??

09.09.2020 - 14:51 - Obasi1987

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