Am Donnerstag trat Alexander Voigt die Nachfolge von Andreas Zimmermann als Trainer beim Wuppertaler SV an. Nervosität verspürt der Ex-Profi vor seinem Debüt gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach aber nicht. 

RL West

Voigt freut sich auf "schöne Herausforderung" beim WSV

Julian Preuß
18. Oktober 2019, 16:50 Uhr

Am Donnerstag trat Alexander Voigt die Nachfolge von Andreas Zimmermann als Trainer beim Wuppertaler SV an. Nervosität verspürt der Ex-Profi vor seinem Debüt gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach aber nicht. 

Noch zu Beginn der Saison saß Alexander Voigt auf der Trainerbank der SSVg Velbert. Anfang September musste er den ambitionierten Oberligisten verlassen. "Ich bin froh, dass es bei mir persönlich so schnell weitergeht. Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen. Nervös bin ich aber nicht", verriet der 41-jährige Ex-Profi, der den Trainerposten ehrenamtlich bekleidet. 

Bis Sommer: Voigt trainiert den WSV ehrenamtlich

"Ich kenne Karsten Hutwelker schon lange. Er hat mich gefragt, ob ich diese Tätigkeit unter den gegebenen Umständen übernehme", erklärte Voigt gegenüber RevierSport. Die Vereinbarung läuft zunächst bis zum kommenden Sommer. Erst danach entscheidet sich, ob und wie es weitergeht. Der WSV erhofft sich von dem neuen Trainer frische Impulse, um die Mannschaft wieder zurück auf die Erfolgsspur zu bringen. Seit Mitte August wartet der finanzschwache Verein auf einen Sieg. 


Voigt zeigte jedoch auf, dass es schwierig sei, in kurzer Zeit taktische Neuerungen zu etablieren. "Es ist besonders wichtig, die Jungs in dieser Phase stark zu reden", erklärte er. Da der WSV eine der jüngsten Mannschaften in der Liga stellt, nahm er deshalb auch die älteren Spieler in die Pflicht. "Die Jungs brauchen Führung - nicht nur von mir, sondern auch auf dem Platz", so Voigt, der nach zwei Trainingseinheiten einen guten Eindruck des Teams hat. 

Voigt: "Jeder Spieler bekommt die Chance, sich zu beweisen"

"Die Mannschaft lebt", versicherte der Neu-Wuppertaler, der bei seiner Mannschaft eine Schwäche im mentalen Bereich ausmachte. "Es hapert überwiegend im Kopf", analysierte er. 


Vor seinem ersten Spiel, Samstag 14:30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach II, wollte Voigt keine einzelnen Spieler bewerten. "Bei mir bekommt jeder die Chance, sich zu beweise", machte er klar. Voigt erwartet in Gladbach eine knifflige Aufgabe: "Jedem sollte klar sein, dass wir dort nicht als Favorit antreten." 

Während Gladbachs Zweitvertretung mit 21 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz steht, befindet sich der WSV mitten im Abstiegskampf. Elf Punkte und Rang 17 - das ist die Ausgangslage für Wuppertals neuen Trainer Alexander Voigt.

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