Und weiter geht die Kleeblatt-Show in der Landesliga. Das Ziel ist klar und heißt Aufstieg. Und so tritt die Truppe von Coach Frank Kontny derzeit auch auf.

RWO II: 5:0 bei Helene

"Sieg auch in der Höhe verdient"

Christian Brausch
10. Oktober 2009, 18:22 Uhr

Und weiter geht die Kleeblatt-Show in der Landesliga. Das Ziel ist klar und heißt Aufstieg. Und so tritt die Truppe von Coach Frank Kontny derzeit auch auf.

TuS Helene versuchte sich am Samstag als Stolperstein, allerdings vergebens. Denn nur in der Phase nach dem 0:1 durch Patrick Schönfeld hatten die Gastgeber ihre Chancen. Aber der Pfosten vereitelte den Ausgleich. Spätestens nach der Pause hatten die Hausherren dem Spitzenreiter nichts mehr entgegenzusetzen. Daher freute sich auf der Tribüne Oberhausens Sportlicher Leiter Hans-Günter Bruns: "Wir haben in diesem Jahr eine Truppe mit einem richtig guten Charakter. Nur hätte ich mir in der einen oder anderen Phase noch mehr Entschlossenheit gewünscht."
[infobox-right]Helene: Konert – Prochorow, Allouche, Goczick, Bayar, Laing (61. Özdemir), Amagjekaj (61. Bucuka), Radevski, Franco (38. Bouazza), Gudd, Ntekoh
RWO: Dietz – Konarski, Lange, Asenso, Ellmann (80. Ali Khan), Abel, Freyni (74. Hartmann), Kolberg, Matenar, B. Reichert (69. Hastedt), Schönfeld
Schiedsrichter: Tim Grevelhörster Tore: 0:1 Schönfeld (13.), 0:2 Matenar (36.), 0:3 Freyni (50.), 0:4 Asenso (77.), 0:5 Abel (86.) Zuschauer: 150 Bes. Vorkommnis: Kolberg verschießt Foulelfmeter /25.)[/infobox]
Denn die Chancen waren da, um das Ergebnis noch höher zu gestalten. Aber entweder stand die Latte im Weg – wie bei Schönfelds Gelegenheit – oder man traf aus drei Metern die Bude nicht. Wie Profileihgabe Benny Reichert, der zu seinem Hundertprozenter in Minute 45 sagte: "Kopfbälle sind vorne nicht meine Stärke. Aber den muss ich machen, das war wie ein Elfmeter." Den die Gäste auch nicht im Tor unterbrachten, wieder stand das Gebälk im Weg, wobei der Pfiff auch mehr als fragwürdig war.

Man sieht, RWO ging noch gnädig mit den Essenern um, dementsprechend war auch die Laune bei den unterlegenen Kickern. Sebastian Laing bilanzierte: "In der ersten Hälfte hatten wir zwei Möglichkeiten, dann hat sich die individuelle Klasse von RWO durchgesetzt. Wenn wir einen machen, ist hier was drin. Aber ein 0:5 ist am Ende des Guten zu viel. Vielleicht wären wir doch besser auf die Asche ausgewichen."
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Was jetzt nicht mehr zu ändern ist, trotzdem wollte sich Laing nicht darauf festlegen, mit Oberhausen den Aufsteiger der Spielzeit gesehen zu haben: "Zuletzt hatten wir Sudberg, da ist RWO stärker. Aber ich muss sagen, die Schonnebecker haben mir noch besser gefallen. Ich denke, dass wird ein heißes Duell zwischen den beiden."

Währenddessen bleibt Helene erstmal unten hängen. TuS-Coach Oliver Vössing betonte nach dem Abpfiff: "Das war deprimierend, RWO war klar überlegen und hatte die bessere Spielanlage. Daher war der Sieg auch in der Höhe verdient."

Obwohl es in den ersten 30 Minuten nicht nach einem Kantersieg aussah. Vössing: "Hätte, wenn und aber. Wenn wir das 1:1 machen, sieht es am Ende vielleicht anders aus. Aber so hat Oberhausen das super runter gespielt." Daher blickte der Trainer auch schnell nach vorne: "Wir haben vorher gesagt, das sind Bonuspunkte. Jetzt müssen wir die Zähler gegen Gegner auf Augenhöhe holen." Um aus dem Keller zu kommen.

Dagegen grüßt RWO weiter souverän vom Platz an der Sonne. Klar, dass die Laune bei Kontny gut war: "Der Sieg war hochverdient, das frühe Tor hat uns geholfen. Im Verlauf der Partie haben wir viele Chancen fahrlässig vergeben, nach dem 3:0 war der Gegner dann aber am Boden."

Daher gab es die Gelegenheiten, noch einiges für das Torverhältnis zu tun. Was nicht gelang, gar nicht unbedingt zum Leid von Kontny, der erklärte: "Das sind ganz junge Burschen, die erkennen noch nicht jede Situation richtig. Und da ist es meine Aufgabe, das anzusprechen, Wenn alle schon bei 100 Prozent wären, würde was nicht stimmen."

Daher kann man in Zukunft noch mehr vom RWO-Unterbau erwarten. Kontny blickt nach vorne: "Bei uns hebt keiner ab. Es macht viel Spaß mit der Elf, trotzdem gibt es in jedem Bereich noch Nachholbedarf. Jetzt schauen wir, was die Konkurrenz macht. Wenn man acht von neun Partien gewinnt, dann kann man schon sehr zufrieden sein."

Autor: Christian Brausch

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