Die Krefeld Pinguine haben sich für die beiden letzten Niederlage rehabilitiert. Die Nagelprobe steht nun ausgerechnet gegen den Ex-Trainer in Köln an.

Duell mit dem "Ex"

Cespiva ist Mister X

Aaron Knopp
01. Oktober 2009, 15:07 Uhr

Die Krefeld Pinguine haben sich für die beiden letzten Niederlage rehabilitiert. Die Nagelprobe steht nun ausgerechnet gegen den Ex-Trainer in Köln an.

So überzeugend, dass man von einem Aha-Erlebnis sprechen könnte, war der Auftritt der Krefeld Pinguine gegen schwache Kassel Huskies nun nicht. Für den 4:2-Erfolg vor mageren 2467 Zuschauern gegen die Nordhessen gab‘s nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge jedoch mal wieder die volle Punktausbeute. Daher konnte KEV-Trainer Martin Jiranek auch zufrieden feststellen: „Kassel hat eine Mannschaft, die zu fighten verstehen, trotzdem haben wir unser Spiel gemacht. Ich habe eine deutliche Steigerung gegenüber dem Spiel in Iserlohn erkennen können.“ Dafür zeichnete nicht zuletzt auch Charlie Stephens verantwortlich. Das Spiel der Pinguine steht und fällt mit dem bulligen Center, der sich als zweifacher Torschütze auszeichnete.

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/013/978-14431_preview.jpeg David Cespiva (Foto: firo).[/imgbox]
Um tabellarisch einen Sprung zu machen, wäre es durchaus angeraten, am Freitag einen ähnlich engagierten Auftritt hinzulegen. Immerhin erwartet die Pinguine in der Kölner Lanxess-Arena ein rheinisches Derby. Und damit nicht genug, denn bei den Haien sitzt bekanntlich niemand geringerer als Ex-KEV-Trainer Igor Pavlov auf der Bank. Und der scheint in der Rheinmetropole mit harter Hand an den richtigen Schrauben gedreht zu haben. Jedenfalls sind die Kölner nicht mehr mit dem Team der Vorsaison zu vergleichen. Nach einem Sieg gegen Hannover am Sonntag steht der KEC derzeit auf Rang fünf, hat bei einem Spiel mehr allerdings auch nur zwei Zähler mehr auf der Habenseite als die Pinguine.

Immerhin kann Jiranek in Köln darauf hoffen, die strapaziöse Konstellation mit lediglich fünf Verteidigern ad acta zu legen. Denn nach Anfang der Woche konnten die Verantwortlichen den gewünschten Verteidiger präsentieren: David Cespiva wechselt von den Nürnberg Ice Tigers an den Niederrhein. Bei den Frankgen absolvierte der 22-Jährige 208 DEL-Spiele, erzielte vier Tore und gab 22 Assists. Sein Vertrag ist vorerst auf ein Jahr befristet, der Klub besitzt jedoch die Option auf eine weitere Spielzeit. „Cespiva ist ein stabiler, körperlich starker und gut trainierter Abwehrspieler, der uns derzeit weiterhelfen kann und sicherlich eine Lücke schließt. Sportlich würde ich ihn auf ein Level mit Benedikt Schopper und Sinan Akdag stellen“, skizziert Jiranek. Wenn alles glatt läuft, können sich die Fans schon am Freitag in Köln selbst ein Bild von „Cespi“ machen.

Autor: Aaron Knopp

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