Auch jetzt noch, mehrere Tage nach dem unglücklichen Aus aller internationalen Träume, sitzt die Enttäuschung bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch tief.

BVB: Watzkes Saisonbilanz fällt trotz Last-Minute-Enttäuschung positiv aus

Lewandowski-Deal „schwer zu realisieren“

Matthias Dersch
28. Mai 2009, 14:37 Uhr

Auch jetzt noch, mehrere Tage nach dem unglücklichen Aus aller internationalen Träume, sitzt die Enttäuschung bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch tief.

Erst recht, weil es nicht nur an der eigenen - an diesem Tag dürftigen - Leistung lag, sondern auch an zwei strittigen Schiedsrichterentscheidungen in Mönchengladbach und Frankfurt.

„Ich habe es noch nicht ganz verarbeitet. Die Umstände waren extrem negativ und ich bin noch immer total sauer über die Fehlentscheidungen. Aber das bringt uns jetzt nicht weiter“, versucht der 49-Jährige mittlerweile, den Ärger wegzuwischen und stattdessen den Blick nach vorne zu richten.

Denn bereits in knapp einem Monat, am 28. Juni, beginnt die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Mit dem Geld aus der Euro-League wären die Planungen dafür erheblich erleichtert worden, doch auch so, betont Watzke, sei man „in der glücklichen Lage, keinen Spieler abgeben zu müssen.“ [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/845-12296_preview.jpeg Hans-Joachim ist zufrieden (Foto: firo).[/imgbox]Jedoch: „Natürlich ist uns durch Platz sechs Geld durch die Lappen gegangen. Das beschränkt unsere Fantasie. Es wird keine großen Veränderungen geben.“ So sei die geplante Verpflichtung von Robert Lewandowski einem 20-jährigen Sturmtalent des polnischen Erstliga-Klubs Lech Posen, „sicherlich schwer zu realisieren.“

Es kann also gut sein, dass die bereits verpflichteten Kevin Großkreutz (RW Ahlen) und Markus Feulner (Mainz 05) die einzigen neuen Gesichter sein werden, die der BVB-Anhang beim Trainingsauftakt begrüßen darf.

Sorgenfalten würde Watzke deshalb nicht bekommen, denn: „Alle sehen, dass hier etwas zusammenwächst. Wir haben kurzfristig zwar nicht die Belohnung dafür erfahren, trotzdem haben Jürgen Klopp, Michael Zorc und die Mannschaft hervorragende Arbeit geleistet. Unsere sportlicher Leitung genießt das vollste Vertrauen.“

Zumal die Statistiken deutlich den Aufschwung unterstreichen: Der BVB blieb erstmals seit 17 Jahren ohne Heimniederlage, kassierte überhaupt die wenigsten Pleiten und machte die meisten Plätze in der Tabelle gut. Es gibt wahrlich schlechtere Nährböden.

Autor: Matthias Dersch

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