Es war klar, dass es für Preußen Duisburg ein ganz schweres Jahr werden würde. Dass nach einem zwischenzeitlichen Hoch dann noch Hoffnung bestand, den Traditionsklub aus Duissern in der Bezirksliga zu halten, brachte am Ende doch nichts. Der Abstieg für den Verein ist seit einer Woche Gewissheit.

BL 8 NR: Preußen Duisburg nach Abstieg erneut im Umbruch

Worte halten und Stürmer suchen

Heiko Gaeb
19. Mai 2009, 08:19 Uhr

Es war klar, dass es für Preußen Duisburg ein ganz schweres Jahr werden würde. Dass nach einem zwischenzeitlichen Hoch dann noch Hoffnung bestand, den Traditionsklub aus Duissern in der Bezirksliga zu halten, brachte am Ende doch nichts. Der Abstieg für den Verein ist seit einer Woche Gewissheit.

Einen Spieltag vor dem endgültigen Saison-Ende haben die Preußen sogar die rote Laterne inne. Trotz eines Angebots von der anderen Rheinseite bleibt Trainer Oliver Bähr auch weiterhin der Mann an der Linie. "Ich habe dem Verein vorher mein Wort gegeben und halte es dann auch", begründet der 40-Jährige seine Entscheidung gegen die nach eigenen Angaben lukrative Offerte. Bähr hofft auch viele der Spieler halten zu können, zumindest die, die er halten möchte, [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/133-7432_preview.jpeg Bleibt dem DSC Preußen auch nach dem Abstieg treu: Trainer Oliver Bähr[/imgbox]denn ein Grund für den Niedergang neben dem nicht breit besetzten Kader war das Fehlen der mannschaftlichen Geschlossenheit. So kündigt der Übungsleiter an: "Wir werden uns auch von dem ein oder anderen trennen." Und ergänzt: "Wir haben einige mündliche Zusagen. Da möchte ich mich gerne auch drauf verlassen können."

Bei einem Rückblick auf die Spielzeit sieht Bähr die Partie gegen Heimaterde Mülheim als den großen Knackpunkt. In der 92. Minute kassierten die Duisburger den 2:2-Ausgleich. Und Stürmer Tobias Bezold verdrehte sich zu allem Überfluss das Knie. "Ab da war mir klar, dass wir vorne nichts mehr zu bieten haben und absteigen werden", zuckt Bähr mit den Schultern. Zur Erinnerung: In der Spielzeit 07/08 waren es Bähr und der abgewanderte Andy Lausberg, die 36 von 66 Treffern erzielten.

"Die Stürmersuche wird hart. Wir sind nicht die einzigen, die einen treffsicheren Spieler suchen. Die sind leider rar", weiß Bähr. Und ergänzt: "Wenn transfertechnisch alles wie erhofft läuft, kriegen wir eine starke Mannschaft mit guter Mischung zusammen." So steht der zweite Umbruch innerhalb kurzer Zeit an. Im letzten Jahr gab es eine enorme Fluktuation nach dem knapp verpassten Aufstieg. Ein Jahr später wird es nach dem Abstieg erneut größere personelle Einschnitte geben. Bis dahin müssen aber noch einige überzeugende, lange und erfolgreiche Gespräche geführt werden, unter anderem sind A-Jugendliche vom großen Nachbarn TuRa 88 im Gespräch.

Eine Kopie vom Durchmarsch des TSV Bruckhausen, der nach dem Bezirksliga-Abstieg souverän den Aufstieg schaffte, wird es laut Bähr nicht geben. Schließlich war deren Kader mit fünf Landesliga-Kickern vom insolventen Galatasary Mülheim besetzt. Er stapelt tief: "Auch in der Kreisliga A gibt es immer ein bis zwei Übermannschaften. Da zählen wir alleine aus finanziellen Aspekten nicht zu. Aber warten wir mal die nächsten Wochen ab und gucken, wer kommt und geht."

Autor: Heiko Gaeb

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