Bäumchen wechsle dich: Nachdem Uwe Grauer die Westfalia schon im letzten Sommer in Richtung Schalke verlassen hat und Frank Saborowski wegen Erfolglosigkeit im Oktober freigestellt wurde, zog nun Alf Dambrowsky aus dem gleichen Grund selbst die Reißleine. Bei der Niederlage am Freitag-Abend gegen den TuS Hiltrup (1:2) war somit der vierte Coach binnen zwölf Monaten am „Papenloh“ verantwortlich.

Rhynern - Hiltrup: Trainer-Debüt misslingt beim 1:2

„Ruhe und Vernunft“

Christopher Weckwerth
25. April 2009, 18:52 Uhr

Bäumchen wechsle dich: Nachdem Uwe Grauer die Westfalia schon im letzten Sommer in Richtung Schalke verlassen hat und Frank Saborowski wegen Erfolglosigkeit im Oktober freigestellt wurde, zog nun Alf Dambrowsky aus dem gleichen Grund selbst die Reißleine. Bei der Niederlage am Freitag-Abend gegen den TuS Hiltrup (1:2) war somit der vierte Coach binnen zwölf Monaten am „Papenloh“ verantwortlich.

Gegen die Münsteraner sollte es das Interims-Gespann aus Team-Manager Andreas Kersting und dem spielenden „Co“ Kai Schriewersmann richten. Während Letzterer die Aufstellung machte, versuchte Kersting die Elf von der Seitenlinie aus zu dirigieren. Doch es wurde nichts.

Die Blau-Weißen zeigten sich von der hohen Fluktuation an der Seitenlinie verunsichert. In einer äußerst zerfahrenen Partie ließ Rhynern die spielerische Linie vermissen. Darum wünscht sich Kersting für die entscheidenden Spiele im Abstiegskampf mehr Gelassenheit: „Was wir jetzt brauchen, ist vor allem Ruhe und Vernunft.“ Ein taktisches Konzept wird aber wohl erst wieder ersichtlich, wenn ein Linienchef über einen längeren Zeitraum mit der Mannschaft arbeiten kann.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/932-5014_preview.jpeg Florian Gehrmann.[/imgbox]
Immerhin gab sich Hamms zweithöchstes Fußball-Team nach Hiltrups Doppelschlag durch Weverson de Olivera (46.) und Oliver Logermann (50.) nicht auf und erzielte durch Eugen Fellberg in der 81. Minute noch den Anschlusstreffer. Zu diesem Zeitpunkt war die Arbeit für Schriewersmann auf dem Feld allerdings schon erledigt. „Wir alle – Mannschaft wie Zuschauer – müssen jetzt zusammenhalten“, gab der Routinier die Marschroute für den Saison-Endspurt vor.

Voraussetzung für den Klassenerhalt ist, dass endlich die eklatante Heimschwäche abgestellt wird. Erst drei Siege gab es vor dem eigenen Publikum, 14 erzielte Heimtore sind zudem Minusrekord in der Liga. In der Trainerfrage wird es indes keine schnelle Lösung geben. Es deutet sich an, dass das Duo bis zum Saisonende am Ruder bleiben wird. Kersting: „Wir sind für den Verein da. Wichtig ist nur, dass wir die Saison retten und drin bleiben.“ Einen vereinsinternen Nachfolger schloss er bereits aus. Unter den 170 Zuschauern war übrigens auch Ex-Coach Dambrowsky, der trotz des Rücktritts das Schicksal seines Klubs mitverfolgt.

Autor: Christopher Weckwerth

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