Schalkes Manager Rudi Assauer hat das Bundesliga-Duell seiner

Assauer heizt Duell gegen den VfB an

27. Februar 2004, 19:24 Uhr

Schalkes Manager Rudi Assauer hat das Bundesliga-Duell seiner "Königsblauen" beim VfB Stuttgart zusätzlich angeheizt. Neben Teammanager Felix Magath bekommt auch gleich der ganze Verein sein Fett weg.

Rudi Assauer ist für seine bisweilen sehr markigen Worte bekannt. Nun hat der Manager des Bundesligisten Schalke 04 am Tag vor dem Spiel beim VfB Stuttgart gegen die Schwaben und insbesondere deren Teammanager Felix Magath ausgeholt und zugleich neue "Kracher" für seinen Klub angekündigt.

Assauer über Verhandlungen mit Magath sauer

Im Falle von Magath zeigte sich Assauer vor allem über den Verlauf der Vertragsverhandlungen mit dem Coach und dessen Berater Dusan Bukovac vor dieser Saison verärgert. Der Manager hatte versucht, Magath nach Gelsenkirchen zu locken. "So etwas habe ich in 30 Jahren noch nicht erlebt. Deshalb bin ich damals relativ schnell aufgestanden und heimgefahren. Herrn Bukovac halte ich schon als Person für sehr gefährlich", sagte Assauer den Stuttgarter Nachrichten (Samstags-Ausgabe).

"Es war eine Begegnung der besonderen Art, die ich so noch nie erlebt hatte. Felix hat in dem ganzen Gespräch nichts gesagt. Nichts. Es war ein Tiefschlag für Magath. Bukovac zu beauftragen, war unterste Schublade. Das hätte Felix nicht nötig gehabt." Für das Spiel im Gottlieb-Daimler-Stadion kündigte "Assi" an: "Ich werde nach wie vor guten Tag zu ihm sagen. Aber alles andere - vergessen wir es."

Zudem hat Assauer Zweifel am Erfolg von Magaths Funktion als Trainer und Manager in einem. "Sie werden schnell erleben, dass diese Kiste schief geht. Wenn die Spieler nicht wissen sollen, was der Trainer verdient, sollte der Trainer auch nicht wissen, was die Spieler verdienen", meinte Assauer und zeigte sich zudem verärgert über die Werbeplakate der Stuttgarter, die Assauer im Zigarrenrauch mit dem Spruch "Heiß auf Schalke" zeigten: "So etwas würde ich bei uns nie zulassen. Auch das zeichnet den VfB aus - aber negativ. Hinterher wundert man sich, warum die Leute so aufgedreht sind, aber vorher wird Stimmung gemacht ohne Ende. Wer solche Plakate aufhängt, hat für mich keinen Charakter, kein Format und keinen Anstand."

"Uns hat keiner solche Quantensprünge zugetraut"

Dagegen rechtfertigte der Manager seine offensive Personalpolitik mit den Verpflichtungen von Ailton, Mladen Krstajic (beide Werder Bremen) und Marcelo Bordon (Stuttgart). "Was für Transfers haben denn der FC Bayern und Dortmund in den letzten 20 Jahren gemacht? Einem kleinen Popelverein wie dem FC Schalke hat nur keiner solchen Quantensprünge zugetraut", meinte Aussauer: "Aber insgeheim ärgern sich die Kritiker doch schwarz und fragen: Wie macht der Assauer das? Und wenn ich in den nächsten Tagen die nächsten ein, zwei Kracher präsentiere, dann brechen alle zusammen."

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