Er gehörte zu den Pechvögeln 2008. Daher soll 2009 auch das Jahr von Christopher Nöthe werden.

RWO: Nöthe mit dem Neustart und der Hoffnung auf ein besseres Jahr

„Ich habe es noch nicht verlernt“

Christian Brausch
19. Januar 2009, 11:07 Uhr

Er gehörte zu den Pechvögeln 2008. Daher soll 2009 auch das Jahr von Christopher Nöthe werden.

Zuletzt musste die Leihgabe aus Dortmund wegen einer Schulterverletzung pausieren, die setzte ihn schon bei den Borussen länger außer Gefecht.

Doch das gehört nun der Vergangenheit an, denn der Stürmer betont nach dem Trainingslager in Portugal: „Ich bin nach der monatelangen Pause erstaunlich gut reingekommen. Damit konnte man nicht rechnen.“ Trotzdem tat der freie Tag am Donnerstag gut. „Ausschlafen, kein Rührei sehen, das war schon schön.“

Genau wie die 20 Einsatzminuten gegen Stuttgart. „Die hat er gebraucht“, betonte Coach Jürgen Luginger. Und Nöthe bestätigt: „Die waren wichtig für den Kopf, zuvor hatte ich mich noch nicht getraut, weil ich ein ungutes Gefühl hatte für den Fall, dass ich auf die Schulter falle. Aber gegen den VfB hat das gestimmt, vorher bin ich auch schon im Training auf die Schulter gefallen. Daher habe ich das Ok gegeben.“

Und die Bilanz fällt ordentlich aus: „Die ersten fünf Minuten waren komisch, ich wusste gar nicht, wo ich hinlaufen sollte nach fünf Monaten. Aber nachher hatte ich einige vernünftige Bälle, ich habe es noch nicht verlernt.“ Und der Glaube an die Schulter ist auch vollständig hergestellt, denn nach der OP „ist sie jetzt wie neu. Trotzdem mache ich drei Mal in der Woche Krafttraining, ohne geht das nicht. Die Muskulatur muss aufgebaut werden.“

Wobei der Angreifer körperlich schon sehr weit ist, lediglich die Praxis fehlt. Ist Nöthe dennoch für den Start gegen Koblenz bereits eine echte Alternative? „Vorher kriege ich sicher noch einige Minuten, in denen ich mich zeigen kann. Dann könnte es für den Kader reichen. Denn nach dem Katastrophenjahr 2008 will ich jetzt verletzungsfrei angreifen und meine Tore für RWO erzielen.“ Sein Zusatz: „Ich setze mich nicht unter Druck, denn ich weiß, nach so langer Zeit kann ich nicht sagen, ich will sofort von Beginn an auflaufen. Ich will mich rankämpfen, aktuell bin ich bei 75 Prozent. Und dann sehen wir weiter.“

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren