Nachdem schon einige Hallenstadtmeister feststehen, greifen am Wochenende auch die Oberhausener Vertreter ins Geschehen ein. Und wie in jedem Jahr geht die U23 von RWO als Favorit ins Rennen. Auch wenn die „Kleeblatt“-Reserve sicher schon Jahre erlebt hat, in denen der Respekt größer war. Jetzt tritt man in der Landesliga an und steht auf Augenhöhe mit einigen direkten Konkurrenten.

Oberhausen: Schaffen die Underdogs den nächsten Hallenstreich?

"Spielerisch zum Erfolg"

Christian Brausch
09. Januar 2009, 13:17 Uhr

Nachdem schon einige Hallenstadtmeister feststehen, greifen am Wochenende auch die Oberhausener Vertreter ins Geschehen ein. Und wie in jedem Jahr geht die U23 von RWO als Favorit ins Rennen. Auch wenn die „Kleeblatt“-Reserve sicher schon Jahre erlebt hat, in denen der Respekt größer war. Jetzt tritt man in der Landesliga an und steht auf Augenhöhe mit einigen direkten Konkurrenten.

Zudem gab es im letzten Jahr keinen Blumentopf zu gewinnen, denn 2008 war das Jahr der A-Ligisten. Damals standen sich im Finale der VfR 08 Oberhausen und Post SV Oberhausen gegenüber. Post SV behielt mit 6:3 die Oberhand und geht als Titelverteidiger in der Gruppe 6 ins Rennen. In der Gruppe 8 geht RWO II an den Start.

Und vor den Partien gegen Alstaden, Polizei SV, Sardegna 71 und Sterkrade 72 betont Coach Dieter Schulitz: „Die Vorfreude ist wie in jedem Jahr richtig groß. Jedes Team wird hochmotiviert an den Start gehen. Und wir wollen in unserer Gruppe weiter kommen, Dafür haben wir zwei Hallenturniere als Vorbereitung absolviert. Zuletzt waren wir beim Blau-Weiß-Cup aktiv, dort wurden wir Dritter. Daher gehen wir schon mit einigen Ambitionen in das Turnier. Wobei ich klar sage: Der Spaß steht im Vordergrund. Zudem wollen wir RWO würdig vertreten.“

Wozu gute Leistungen unabdingbar sind, denn die Schulitz-Elf wird - ob gewollt oder nicht - wieder der Gejagte sein. „Gegen uns sind immer alle heiß“, betont der Trainer, „aber es gibt noch einige andere richtig gute Teams. Wenn ich nur an Arminia Lirich, BW Lirich oder die anderen Landesligisten denke. Zudem natürlich die anderen Landesligisten. Und wie in jedem Jahr die Überraschungs-Mannschaften, daher wird das sicher wieder sehr interessant.“

Wie bei der letzten Austragung, als die Underdogs den Etablierten die lange Nase zeigten. Daher wird auch bei RWO niemand geschont. Wer fit ist, wird am Sonntag auch auf dem Feld zu sehen sein. Schulitz: „Klar, wir haben alle Mann dabei. Nur Rene Landers kann nicht spielen, Lukas Kwiatkowski ist angeschlagen.“ Wenn der Routinier der „Rasselbande“ ausfallen würde, wäre das für die Oberhausener ein herber Schlag. Denn auch im letzten Jahr musste er passen, Ex-Coach Günter Abel nannte das Fehlen „fatal“.

Weil der Erfolg ausblieb. Das will Schulitz mit seiner Truppe ändern. Doch nachdem im letzten Jahr von „zu vielen Grätschen und Härte“ gesprochen wurde, legt sich Schulitz fest: „Das will ich nicht sehen. Wir wollen spielerisch zum Erfolg kommen. Auf andere Sachen sollen die Jungs sich gar nicht erst einlassen. Das hat mit Hallenfußball nichts zu tun und das werde ich auch vorher sagen. Denn wir wollen auch in der Landesliga eine vernünftige Rückserie spielen. Da dürfen wir uns nicht daneben benehmen und Platzverweise kassieren.“

Zumal Schulitz echte Hallenexperten hat. „Da gibt es einige technisch gute Jungs wie Stephan Schneider oder Flo Abel. Die sind schon heiß.“ Auf gute und faire Partien und nicht auf Ausschreitungen. Die gab es in anderen Städten, Oberhausen soll davon verschont bleiben. Schulitz: „Man kann das nie ausschließen. Aber ich gehe davon aus, dass in Oberhausen nichts passiert. Der Veranstalter passt immer stärker auf, damit alles friedlich abläuft.“

Autor: Christian Brausch

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