In der letzten Woche unterhielt sich Matthias Sammer mit RevierSport über die enttäuschende Saison. Das Gespräch veröffentlichten wir als Interview in unserer Sonntagsausgabe.

DORTMUND: Sammer und der vierte Mann! "Bewährung gibt es nicht"

raka
07. Juni 2003, 13:58 Uhr

In der letzten Woche unterhielt sich Matthias Sammer mit RevierSport über die enttäuschende Saison. Das Gespräch veröffentlichten wir als Interview in unserer Sonntagsausgabe.

In der letzten Woche unterhielt sich Matthias Sammer mit RevierSport über die enttäuschende Saison. Das Gespräch veröffentlichten wir als Interview in unserer Sonntagsausgabe. Außerdem gab der BVB-Coach noch seine Meinung über einige Schlagworte, mit denen wir ihn konfrontierten, ab. Die entsprechenden Aussagen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.
Matthias Sammer über:

Das Torhüter-Duell Lehmann contra Weidenfeller: Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Für mich gilt zunächst die Prämisse, dass Jens gesund aus der Sommerpause zurückkehrt, denn sein Bluterguss hat sich bisher als sehr hartnäckig herausgestellt. Natürlich werde ich mit beiden dann jeweils ein Gespräch führen.
Die traurige BVB-Bilanz im DFB-Pokal: In den letzten Jahren habe ich in diesen Begegnungen stets einige Spieler geschont, das werde ich in Zukunft nicht mehr tun.
Henrique Ewerthon: Wenn Sie seinen Namen ansprechen, um auf die Formschwankungen in der Rückrunde hinzuweisen, dann kann ich nur betonen, dass er zu den Akteuren gehört, die noch einen Reifeprozess durchlaufen müssen, schließlich ist er gerade 21 Jahre alt.
Die Schiedsrichter: Nach der Einführung des vierten Schiedsrichters bin ich nicht mehr auf der Tribüne gelandet und es bestand noch nicht einmal die Gefahr, dass ich dorthin verwiesen werden sollte. Die Einrichtung des vierten Mannes finde ich persönlich sehr wohltuend.
Die Gefahr eines erneuten Alleinganges von Bayern München: Rudi Völler hat gerade in einem Interview erklärt, dass er damit nicht rechnet und der Rudi ist mein Freund. Letztendlich geht es nicht darum, ob verbal etwas angekündigt wird, entscheidend sind die Leistungen auf den Rasen und dort müssen wir Stärke demonstrieren und nicht im Vorfeld mit Worten.
Eine mögliche Bewährung, die das in der Rückrunde enttäuschende BVB-Team nun nutzen muss: So etwas gibt es im Fußball nicht, da geht es nur darum, das nächste Spiel zu gewinnen. Außerdem verfügen wir über eine sehr junge Mannschaft, die in Europa aufgrund des Durchschnittsalters schon einzigartig ist. Ajax Amsterdam ist vielleicht der einzige Verein, der über ein ähnlich junges Team verfügt.
Den gravierenden Unterscheid zwischen Trainer und Spieler: Ich bin auch schon als Spieler ausgepfiffen worden, doch als Aktiver konnte ich die Antwort direkt auf dem Platz geben, als Trainer ist das anders, da hast du dieses Möglichkeit nicht.
Zu Mario Baslers Feststellung, bei ihm würde Marcio Amoroso immer spielen: Ich habe ihn als Spieler stets geschätzt, dennoch muss ich nicht jede Äußerung von ihm meinerseits kommentieren. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich mich auf den Tag freue, an dem Mario selbst auf der Trainerbank Platz nehmen wird.
Zum Fragezeichen hinter der erneuten Ausleihe von Evanilson: Wir wollen ihn halten, deswegen führen wir die entsprechenden Gespräche. Er ist aufgrund seiner Verletzung vorzeitig nach Brasilien geflogen, aus dem gleichen Grund wird er aber auch früher aus Südamerika zurückkehren.
Seinen eigenen Jahresurlaub: Mehr als zehn Tage werden wohl nicht drin sein, denn es gibt vieles, was nach der letzten Saison noch aufgearbeitet werden muss.

Autor: raka

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