Der ASC 09 hat zum dritten Mal ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten aus der Spitzengruppe verloren. Die 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den TuS Erndtebrück holte die Enthusiasten im Umfeld des Westfalenligisten auf den Boden der Tatsachen zurück. Hannes Wolf, der stets vor überstreigerten Erwartungen gewarnt hatte, durfte sich bestätigt fühlen.

ASC 09: Euphorie erhält kräftigen Dämpfer

Elf Minuten Nachspielzeit

Udo Stark
10. November 2008, 11:33 Uhr

Der ASC 09 hat zum dritten Mal ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten aus der Spitzengruppe verloren. Die 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den TuS Erndtebrück holte die Enthusiasten im Umfeld des Westfalenligisten auf den Boden der Tatsachen zurück. Hannes Wolf, der stets vor überstreigerten Erwartungen gewarnt hatte, durfte sich bestätigt fühlen.

"Wenn einige in ihrer Euphorie vom dritten Aufstieg in Folge träumen, dann ist das völlig illusorisch. Dieses Spiel war ein Spiegelbild unseres Leistungsvermögens." Und das dürfte - trotz weiterhin keineswegs schlechter Perspektiven - wohl nicht zum Titel-Hattrick reichen.

Selbst eine Rekord verdächtige, aber trotz vieler Verzögerungen seitens der Erndtebrücker nicht nachvollziehbare elfminütige Nachspielzeit, zwei gelb/rote Karten für die Gästespieler Zimmermann (85.) und Wahl (90.+4) und einem totalen Feldverweises für TuS-Torhüter Bäcker (90.+10). konnten die Aplerbecker nicht nutzen. Mehr noch: sie hatten in der gesamten zweiten Halbzeit nur eine zwingende Torchance - die nutzte Giovanni Schiattarella nach feinem Zuspiel von Rafik Halim immerhin prompt zum Ausgleich (73.).
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Dabei hatte es verheißungsvoll begonnen. Der ASC zeigte in der Anfangsphase das schwungvollere Spiel, baute Druck auf, erspielte sich gute Möglichkeiten. Doch nachdem Danny Woidtke freistehend das scheinbar sichere 1:0 vergab, war's vorbei mit der Herrlichkeit. "Wir haben viel zu kompliziert gespielt", nannte Wolf einen Grund dafür, dass der Faden riss, "außerdem waren wir in den Zweikämpfen nicht abgebrüht genug, um einem körperlich so robusten Gegner Paroli bieten zu können."

Dennoch unverständlich, warum der ASC seine Gäste ab jener 26. Minute derart ins Spiel kommen ließ. Erndtebrück nutzte die Freiheiten, hatte im Mittelfeld bisweilen klare und letztlich auch die entscheidenden Vorteile, ging keineswegs unverdient in Führung (Berghoff, 59.) und ließ sich auch vom Ausgleich nicht irritieren. Das 1:2 durch Waldrich (83.) war die Entscheidung. Auch wenn die Aplerbecker danach noch schier unglaubliche 18 Minuten Zeit bekommen sollten...

Autor: Udo Stark

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