Der FC Bayern München hat das DFB-Pokalfinale erreicht. Der Rekordmeister besiegte Arminia Bielefeld mit 2:0 (1:0). Die Treffer erzielten Michael Ballack (3.) und Roy Makaay (90.) per Foulelfmeter.

Bayern fahren nach Berlin

bes
20. April 2005, 23:20 Uhr

Der FC Bayern München hat das DFB-Pokalfinale erreicht. Der Rekordmeister besiegte Arminia Bielefeld mit 2:0 (1:0). Die Treffer erzielten Michael Ballack (3.) und Roy Makaay (90.) per Foulelfmeter.

Bayern München hat das fünfte Double der Vereinsgeschichte fest im Visier. Die Elf von Trainer Felix Magath gewann trotz einer über weite Strecken mäßigen Leistung das Pokal-Halbfinale bei Arminia Bielefeld 2:0 (1:0) und zog damit zum 14. Mal ins Finale ein. Am 28. Mai trifft der deutsche Rekord-Pokalsieger im Berliner Olympiastadion auf Schalke 04 und könnte dann sogar nach 1969, 1986, 2000 und 2003 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal feiern. In der Bundesliga haben die Bayern ein beruhigendes Sechs-Punkte-Polster auf Schalker.

Ballack und Makaay treffen

Mann des Tages war vor 26.601 Zuschauern Nationalspieler Michael Ballack, der bereits nach 140 Sekunden für Bayern das vorentscheidende Tor erzielte. Roy Makaay machte mit einem verwandelten Foulelfmeter alles perfekt (90.+4). Vorher sah der Bielefelder Delron Buckley wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte.

Die Bielefelder, die im Jahr ihres 100-jährigen Vereinsjubiläums den ersten Einzug in ein DFB-Pokalfinale verpassten, müssen sich mit einer Einnahme von rund einer Million Euro trösten. Eine Wiederholung des 3:1-Sieges vom 13. Februar in der Bundesliga gelang der Arminia dagegen nicht.

Bielefelds Trainer Uwe Rapolder hatte vor dem Spiel des Jahres seine Mannschaft nach dem 1:1 am vorigen Samstag bei Borussia Dortmund nur auf einer Position verändert. Für Klodian Duro rückte Massimilian Porcello wieder in die Anfangsformation. Bayern-Coach Felix Magath stand neben Ballack nach auskuriertem Pferdekuss auch der Franzose Bixente Lizarazu nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder zur Verfügung. Dafür mussten Ze Roberto und Hasan Salihamidzic auf die Bank.

Bayern erwischen Traumstart

Die Gäste von der Isar erwischten im ausverkauften Stadion einen Start nach Maß. Bereits in der dritten Minute nutzte Ballack die erste Chance gleich zur Führung, als er nach einer Ecke von Bastian Schweinsteiger mit einem Kopfball-Aufsetzer unhaltbar für Arminias Torhüter Mathias Hain das 1:0 erzielte. Die Bielefelder zeigten sich zunächst keineswegs geschockt. In der sechsten Minute hätte Delron Buckley beinahe den Ausgleich erzielt, Nationaltorhüter Oliver Kahn lenkte den Schuss des Südafrikaners aus kurzer Distanz aber noch zur Ecke.

Erst nach etwa 20 Minuten kamen die Bayern durch Salihamidzic, der in der 17. Minute den verletzten Robert Kovac ersetzt hatte, zu ihrer zweiten Torgelegenheit. Der Bosnier scheiterte aber an Hain.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit taten die Bayern aber zu wenig, um die Führung auszubauen. Auf der Gegenseite hätte Marcio Borges bei einem Kopfball beinahe das 1:1 erzielt, der Bielefelder Abwehrspieler verfehlte das Münchner Tor nur ganz knapp. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Bayerns Argentinier Martin Demichelis, der nach Kovac-Verletzung aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehrkette rückte, zwar ein Tor, das Schiedsrichter Markus Merk aus Kaiserslautern aber wegen einer Abseitsposition nicht anerkannte.

Arminia nach der Pause tonangebend

Nach dem Seitenwechsel war weiterhin die Arminia die deutlich aktivere und tonangebende Mannschaft. In der 51. Minute parierte Kahn einen 16-Meter-Schuss von Markus Schuler, in der 66. Minute lenkte der Nationaltorhüter einen 20-Meter-Kracher von Ervin Skela mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. Dazwischen hatte Arminia-Torjäger Buckley, der in der Bundesliga bereits 15 Tore erzielt hat, das Münchner Gehäuse knapp verfehlt (53.). Auf der Gegenseite traf Demichelis in der 75. Minute per Kopf nur die Latte. Zudem parierte Hain ein Schuss von Roy Makaay (82.).

Autor: bes

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