Erst verteilte er Komplimente an seinen neuen Arbeitgeber, dann formulierte er hohe Ziele:

Schalke: Engelaar nimmt Meisterschaft ins Visier

Drei-Jahres-Vertrag / 5,5 Millionen Euro Ablöse

15. Juli 2008, 15:01 Uhr

Erst verteilte er Komplimente an seinen neuen Arbeitgeber, dann formulierte er hohe Ziele:

Der niederländische Nationalspieler Orlando Engelaar hat beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 am Dienstag einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet und bei seiner offiziellen Vorstellung den deutschen Meistertitel ins Visier genommen.

"Ich will mit diesem großen Klub so lange wie möglich um die Meisterschaft mitspielen. Das sollte mit dieser Mannschaft möglich sein", sagte der 28-Jährige, der für rund 5,5 Millionen Euro Ablösesumme von Twente Enschede zu den Königsblauen wechselte. Neben der sportlichen Perspektive nannte der 1,97 m große Linksfuß seinen Trainer Fred Rutten als Grund für seinen Wechsel nach Deutschland. Unter Rutten spielte er zuletzt zwei Jahre bei Twente und führte die Mannschsft als Kapitän in die Qualifikation für die Champions League.

Dort könnte er mit Schalke auf seinen alten Klub treffen. Doch diesem brisanten Duell möchte Engelaar, der bei der EM Stammspieler der im Viertelfinale an Russland (1:3 n.V.) gescheiterten Elftal war, lieber aus dem Weg gehen. "Ein Wiedersehen wäre natürlich schön, aber dann würde Twente ja ausscheiden. Mir wäre es lieber, wenn sich beide Mannschaften für die Gruppenphase qualifizieren würden."

Vor seiner Zeit bei Twente war der Mittelfeldspieler, der bei Schalke die Nummer 37 erhält, beim belgischen Erstligisten RC Genk und bei NAC Breda in den Niederlanden tätig. In der Jugend spielte Engelaar, der aufgrund seiner Spielweise in seiner Heimat der Kontrolleur genannt wird, bei Feyenoord Rotterdam. Manager Andreas Müller verteidigte unterdessen den Transfer, obwohl die Schalker im Mittelfeld bereits sehr gut besetzt sind.

"Bei der EM hat man gesehen, was für eine Verstärkung er für uns ist", betonte Müller nach der medizinischen Untersuchung. Für eine Mannschaft mit hohen Zielen sei es zudem besser, wenn der Konkurrenzkampf und der Kader groß seien. Trainer Fred Rutten lobte hingegen die Vielseitigkeit des Neuzugangs: "Orlando kann viele Positionen bekleiden und ist variabel einsetzbar", meinte Rutten.

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