Brauweiler kommt - und soll frustriert werden! Wenn man die Bundesligatradtion des Gastes vergleicht, der sich am Sonntag ab 14 Uhr auf der schicken Sportanlage am Stoppenberger Hallo vorstellt, dann dürfte Gastgeber SG Schönebeck nicht viel zu melden haben.

SGS: Brauweiler frusten - Agolli will tolle Tage

og
25. Februar 2006, 13:13 Uhr

Brauweiler kommt - und soll frustriert werden! Wenn man die Bundesligatradtion des Gastes vergleicht, der sich am Sonntag ab 14 Uhr auf der schicken Sportanlage am Stoppenberger Hallo vorstellt, dann dürfte Gastgeber SG Schönebeck nicht viel zu melden haben.

##Picture:panorama:311##Brauweiler kommt - und soll frustriert werden! Wenn man die Bundesligatradtion des Gastes vergleicht, der sich am Sonntag ab 14 Uhr auf der schicken Sportanlage am Stoppenberger Hallo vorstellt, dann dürfte Gastgeber SG Schönebeck nicht viel zu melden haben.
Wenn man auf die Tabelle schaut, dann sieht man die SGS auf Ranglistenplatz sechs, für den Essener Club, der erst sein zweites Eliteligajahr begeht, ein mächtiger Meilenstein. Fakt für Sonntag: Die Truppe von Coach Ralf Agolli, der bekanntlich kürzlich für ein Jahr verlängerte, ist der Favorit in den 90 Minuten. Genau das machte der 44-Jährige auch seiner Truppe unter der Woche bei der Teamsitzung klar. Außerdem verdeutlichte der Ex-Krayer auch, dass bei ihm Durchlässigkeit herrscht. "Die Chancen werden gesehen, prima, dass gedrängelt wird." Katrin van Kampen überzeugte den B-Lizenzinhaber in den letzten Wochen. Konsequenz: Die ehemalige Duisburgerin könnte sich unter der Woche seelisch auf ihr Startelf-Debüt einstellen. "Klar, sie verdiente sich die Möglichkeit, wann soll ich sie bringen, wenn nicht jetzt gegen Brauweiler." Weitere Meldungen nimmt der Ex-Stürmer gerne entgegen, spricht von "Signalen, ich habe alle an Bord."
Genau so wenig wie sich van Kampen vesteckt, macht das auch Agolli: "Keiner braucht mir mehr mit dem Titel Underdog kommen, das trifft einfach nicht mehr zu." In der Tat, das wird auch aus den Personalplanungen deutlich, die Agolli und Manager Willi Wißing vorantreiben, es werden Gespräche mit Kickerinnen geführt, an die sich ein Großteil der anderen Bundesligaclubs nicht herantraut. Agolli: "Ich merke das ganz deutlich, die SGS genießt mittlerweile richtigen Respekt." Was beispielsweise auch dadurch deutlich wurde, dass Wißing zusammen mit Siggi Dietrich, Manager des Meisters 1.FFC Frankfurt, zum Ligasprecher gekürt wurde. Wie gesagt, Agolli präsentiert sich offensiv, sein Zahlenwerk legt er auf den Tisch des Hauses. "Ich habe mir mit meinen Mädels vorgenommen, in den restlichen Saisonspielen 18 Zähler zu holen. Mensch, wir haben doch dieses Potenzial." Davon sollen sich am Sonntag "über 1000 Zuschauer" überzeugen, wie Wißing genau so forsch wie sein Trainer ankündigt. Im Rahmen der renommierten Möbel Kröger-Sportwoche trommelte Wißing schon bei den teilnehmenden Mannschaften und verschickte im Vorfeld über 600 Freitickets. "Ich bin gespannt, wieviele Fans tatsächlich kommen", reibt sich Wißing die Hände. Aus Brauweiler wird nicht mehr als die Mannschaft erscheinen, die wird auch wieder zurück fahren - wie gesagt: Gefrustet!

Autor: og

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