Es war eine echte Hiobsbotschaft, die Marcel Höttecke von der medizinischen Abteilung des BVB erreichte:

BVB II: Lange Höttecke-Pause, Pirson kein Thema

„Das ist der blanke Horror“

md
16. Juni 2008, 13:28 Uhr

Es war eine echte Hiobsbotschaft, die Marcel Höttecke von der medizinischen Abteilung des BVB erreichte:

Der vom Dortmunder Mediziner Dr. Nader Amirfallah diagnostizierte Innenband-Anriss im Knie, den sich der 21-Jährige im letzten Saisonspiel gegen Braunschweig zuzog, entpuppte sich nach eingehender Untersuchung von Borussia-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun nun doch als Kreuzbandriss. Eine Operation beim Straubinger Kniespezialisten Dr. Jürgen Eichhorn wurde sofort nötig. Statt acht Wochen muss der Keeper nun sechs Monate pausieren und fällt damit für die komplette Hinrunde aus."

Das ist der blanke Horror“, findet Höttecke, der sich momentan noch im Krankenhaus erholt, drastische Worte für seine Situation, nachdem er zwei Wochen im festen Glaube war, bald wieder spielen zu können. Besonders die Fehldiagnose von Dr. Amirfallah macht ihn wütend: „Das ist für mich absolut unverständlich, wie so etwas passieren kann. Spieler, die, anders als ich, vom Verein keine ärztliche Unterstützung bekommen, verlassen sich auf sein Wort, gehen nach ein paar Wochen laufen und zerstören sich ihre Karrieren. Das ist einfach unverantwortlich von ihm und hat hoffentlich Konsequenzen.“

Folgen hat die lange Zwangspause von Höttecke auf jeden Fall für die Personalplanungen von BVB II-Coach Theo Schneider, der sich jetzt nach einem Ersatzmann umschauen muss, da ihm derzeit mit Christian Beer nur ein einsatzfähiger Torwart zur Verfügung steht. „Der Ausfall betrifft allerdings auch den Profibereich, schließlich war Marcel dort als Nummer drei fest eingeplant“, schildert der 47-Jährige die entstandene Problematik, ohne Hötteckes Gemütslage zu vergessen: „Er ist am Boden zerstört. Für ihn waren die letzten Woche eine richtige Achterbahnfahrt und es war auch für mich ein Schock, als ich es erfahren habe.“

Die Suche nach einer Alternativ-Lösung läuft auf Hochtouren. Ein Ergebnis kann Schneider allerdings noch nicht präsentieren, zumal Wunschkandidat Sören Pirson nicht zu haben ist. „Sören wäre sofort ein Thema für uns gewesen, er passt in unser Anforderungsprofil und kennt den Verein. Leider hat er kurz zuvor in Oberhausen unterschrieben und ich denke nicht, dass sie ihn, beispielsweise für ein Ausleihgeschäft, so kurzfristig wieder gehen lassen“, erteilt der Linienchef jeglichen Spekulationen, dass es doch noch mit einer Rückkehr klappen könnte, eine Absage.

Autor: md

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