Eine neue Herausforderung hat Souleyman Sané, der zuletzt den Landesliga-Kader des SSV Südfeldmark verstärkt und mit in der Liga gehalten hat, gefunden. Und Herausforderung ist keinesfalls in metaphorischer Weise gemeint, denn der 47-Jährige wird in den nächsten drei Jahren Trainer der Nationalmannschaft von Sansibar.

Souleyman Sané: Von Südfeldmark nach Afrika

Neuer Trainer von Sansibar

kub
09. Juni 2008, 08:24 Uhr

Eine neue Herausforderung hat Souleyman Sané, der zuletzt den Landesliga-Kader des SSV Südfeldmark verstärkt und mit in der Liga gehalten hat, gefunden. Und Herausforderung ist keinesfalls in metaphorischer Weise gemeint, denn der 47-Jährige wird in den nächsten drei Jahren Trainer der Nationalmannschaft von Sansibar.

Neben der fast schon sprichwörtlichen verbesserungsfähigen Organisation in afrikanischen Fußball-Verbänden wartet auf Sané noch eine weit umfassendere Aufgabe. Die Inselgruppe vor der afrikanischen Ostküste ist von der FIFA noch nicht als eigenständiger Verband anerkannt, sondern wird als Bestandteil Tansanias geführt.

„Unser vorrangiges Ziel ist es, die Mannschaft in Europa bekannter zu machen und durch Promotions-Tourneen auch die FIFA dazu zu bewegen, den sansibarischen Verband als eigenständig anzuerkennen“, erklärt Sané. Eine dieser Tourneen wird im August auch durch deutsche Lande führen. „Wir spielen unter anderem gegen Bremen und haben auch Auftritte gegen eine Prominenten-Mannschaft um Oliver Pocher“, umschreibt der Ex-Wattenscheider einen Bestandteil der Vermarktungstour. Auf der Reiseroute stehen auf jeden Fall auch Mannheim und Dortmund. „Ich bemühe mich, dass wir auch in Südfeldmark spielen“, möchte er auch in seiner Wahlheimat vorspielen, von wo aus er die neue Tätigkeit auch koordinieren wird.

Beginnen wird der Ex-Bundesliga-Spieler seine Betreuung bei einer einwöchigen Reise durch die Schweiz. Allerdings wurde ihm da zum ersten Mal deutlich vor Augen geführt, was es heißt, das Team eines kleinen afrikanischen Verbandes zu führen. „Eigentlich sollten die Spieler schon letzten Sonntag in der Schweiz eintreffen, aber sie haben noch keine Visa“, wartet er seit einigen Tagen darauf, seine Schützlinge kennenzulernen. „Aber das ist normal. Hinterherlaufen und Nachfragen gehört zum afrikanischen Fußball“, nimmt es Sané gelassen. „Da ich sowohl die afrikanische als auch die deutsche - oder besser die europäische - Denkweise kenne, kann ich durch diese Erfahrungen eventuell ein bisschen was verbessern in diesem Bereich.“

Der Hauptteil der Spieler ist im arabischen Raum aktiv. „Das Spielniveau würde ich im gehobenen Regionalliga- oder sogar im Zweitligabereich ansiedeln“, sagt der neue Nationaltrainer, der diese Position auf Anfrage eines guten Freundes antrat. „Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre.“

Dem nun SW Wattenscheid 08 heißenden alten Klub wird er aber auch weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Auch wir freuen uns für den Sammy, dass er einen so tollen Job antreten kann“, sagt Peter Schöne, Sportlicher Leiter, stellvertretend für den Wattenscheider Vorstand.

Autor: kub

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