Und weiter tickt die Uhr, am 29. Juni geht die Jahreshauptversammlung über die Bühne.

RWE: Treffen mit Stadt-Größen beim Anwalt Knaup

Der Name Rudi Assauer

og
07. Juni 2008, 21:59 Uhr

Und weiter tickt die Uhr, am 29. Juni geht die Jahreshauptversammlung über die Bühne.

Dann wird sich Präsident Rolf Hempelmann, der auf der vergangenen Mitgliederversammlung vor knapp zwölf Monaten offiziell bis 2010 gewählt wurde, erklären. Thema: Stadion, eigene Zukunft, neue Strukturen. RS erläuterte die Zusammenhänge, nannte auch den Unternehmer Stefan Meutsch als neue starke Persönlichkeit.
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RS führte aus, dass Namen wie Professor Dr. Rüdiger Knaup und Rudi Assauer genannt werden, die jetzt auch medial weiter aufgegriffen werden. Die Ergänzung Hannes Bongartz wird bestimmt auch gerne genommen. Man könnte sich das einmal ausmalen. Das spekulierte – vielleicht aber sogar viel handfestere – Szenario: Assauer wird Manager an der Hafenstraße, agiert wird nach seinem Erfolgsrezept, mit dem er „auf Schalke“ in gleicher Funktion wirkte. Das soll transferiert werden und wäre natürlich ein Abgesang auf Hempelmann, der in einzelnen Formulierungen bei Interviews auch bereits ziemlich deutlich anklang. Man könnte von „Weglobung“ sprechen, wobei der 60-Jährige selbst deutlich machte, nichts „zu torpedieren“ oder nicht „am Sessel zu kleben“. Auch für Thomas Strunz wäre es das Aus.

Natürlich machte sich Assauer keine Freunde, als er sich bei der ersten Spekulation um sein Mitwirken eher gelangweilt äußerte. Allerdings kennt man das Kurzzeitgedächtnis insbesondere im RWE-Umfeld. Auf Vorstandsebene muss das nicht unbedingt da sein – wenn sich in diesen Gremien schlagartig etwas ändern würde und Koffer gepackt würden. Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, wird gehen, das steht fest. Er öffnet die Tür, durch die noch weitere Amtsinhaber folgen könnten – nach draußen. Meutsch soll bleiben, mit insbesondere kaufmännischem Sachverstand und Finanz-Potenz.

Das genannte Szenario verwendet den Begriff Neuanfang. Alles könnte auf einem Treffen mit Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger, der in Essen als der Mann für „Big Points“ gilt, und Essens Stadtdirektor Christian Hülsmann in der Kanzlei von Professor Dr. Rüdiger Knaup, Fachanwalt für Wirtschafts- und Arbeitsrecht, als Strategie entworfen worden sein. Assauer selbst hörte sich – so die Darstellung – alles detailliert an seinem 60. Geburtstag an. Heute kommt die RWE-Chefetage offenbar zu einem Treffen zusammen.

Dass sich die Vertreter der Metropole vermehrt einbringen – alles auch als politisches Kommunal-Duell (CDU/SPD) – ist klar. Um Transparenz in die Club-Vorgänge zu bekommen, wird sich auf die „Einschleusung“ der Unternehmensberatung „Roland Berger“ gestützt, auch wenn an anderer Stelle von deren fußballspezifischem Know-How wenig gehalten wird. Die Aktivität der Stadt soll auch sich bei der Gestaltung der „Komplettlösung“ der Verbindung mit dem ehemaligen Rechteverwerter Dr. Michael Kölmel und den millionenschweren Altlasten spiegeln.

Autor: og

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