Ex-Hansa-Profi Stefan

Beinlich sagt Hansa ab: "Zu wenig Kompetenzen"

"Hier kommt vieles nicht voran"

sid
05. Juni 2008, 12:34 Uhr

Ex-Hansa-Profi Stefan "Paule" Beinlich wird vorerst keinen Posten beim Bundesliga-Absteiger aus Rostock übernehmen und hat heftige Kritik an der Klubführung geübt.

Der fünfmalige Nationalspieler, der in der abgelaufenen Saison wegen eines Knorpelschadens im Knie seine Karriere beenden musste, lehnte ein Angebot als Teammanager des künftigen Zweitligisten ab, weil ihm zu wenig Kompetenzen zugestanden wurden.

"Der angebotene Aufgabenbereich entspricht nicht im Entferntesten meinen Vorstellungen", sagte Beinlich. Der Ex-Mittelfeldspieler hatte sich einen Posten als Sportdirektor in enger Zusammenarbeit mit Trainer Frank Pagelsdorf vorgestellt und dabei "alle Kompetenzen im sportlichen Bereich" eingefordert.

"Aber was mir da angeboten wurde, ist, als wenn ich mich auf die Ersatzbank setzen sollte", sagte der 36-Jährige, der dem Hansa-Vorstand vorwarf, dass in den vergangenen Wochen hinter seinem Rücken viel Kritik an seiner Person geübt worden sei.

Obwohl der Klub eine "wirkliche Herzensangelegenheit" sei, strebe er unter dem aktuellen Rostocker Vorstand keine Tätigkeit im Verein an. "Man wollte nur meinen Namen ausnutzen, mehr nicht. Hier kommt vieles nicht voran, weil es in der Funktionärsebene keine Ansätze gibt, sich kritisch mit dem eigenen Tun auseinanderzusetzen", erklärte Beinlich, der auf insgesamt 288 Bundesligaspiele für Rostock, Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und den Hamburger SV kam und dabei 56 Tore erzielte.

Autor: sid

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