Was will Wolfgang Frank? Seit Wochen eiert der WSV-Coach herum, wenn es um die Frage nach seiner Zukunft geht.

WSV: Grund für Eiertanz scheint gefunden

Franks Fall Mainz

gri
16. Mai 2008, 08:45 Uhr

Was will Wolfgang Frank? Seit Wochen eiert der WSV-Coach herum, wenn es um die Frage nach seiner Zukunft geht.

Was man zunächst mit mangelnder Planungs-Sicherheit begründen konnte, wirkt seit der fast sicheren Qualifikation für die dritte Liga wie Hinhalte-Taktik. Und die scheint es auch zu sein. Der Grund: Frank soll schon seit einigen Wochen Kontakt zu Zweitligisten suchen. Und er ist offenbar ausgerechnet bei seinem Ex-Club Mainz erfolgreich gewesen, wo er nach wie vor einen exzellenten Ruf genießt und der offenbar ganz sein Fall ist. Es ist mehr als eine Theorie: Verpasst der FSV am kommenden Sonntag den Bundesliga-Aufstieg, könnte Frank seinen einstigen Zögling Jürgen Klopp beerben.

"Mainz ist ein Thema, das sich für mich überhaupt nicht stellt", betont der Fußball-Lehrer. Seine guten Kontakte in die Stadt, in der auch seine Familie noch wohnt, bestreitet er allerdings nicht. "Ich glaube, außer in Duisburg habe ich bei jedem meiner Ex-Vereine einen guten Ruf", erklärt Frank grinsend. Sein viel sagender Zusatz: "Im Fußball kann man Dinge schlecht ausschließen."

Ähnlich sieht es FSV-Manager Christian Heidel, der die Spekulationen vor dem Aufstiegs-Endspiel nicht weiter anheizen will. "Wir schätzen uns gegenseitig sehr. Allerdings weiß ich nicht, ob man die Uhr zurückdrehen kann, zumal er ein ganz anderer Typ als Jürgen Klopp ist", erklärt der Funktionär. Wohl wissend, dass Frank der Wunsch-Kandidat von Präsident Harald Strutz ist – auch wenn es noch einen Plan B mit U19-Trainer Jürgen Kramny und Vorbehalte einzelner Entscheidungsträger gegen Frank gibt.

Doch was ist, wenn der innovative Coach tatsächlich an den Bruchweg zurückkehrt? Es wäre die konsequente Fortführung der Personalplanung. Aufgrund nicht stattfindender Gespräche dürften sich Leistungsträger wie Manuel Bölstler und Dennis Malura schon so gut wie verabschiedet haben, außer dem absolut treuen André Wiwerink findet derzeit kein Akteur mit auslaufendem Vertrag Gefallen an einer Verlängerung. "Es gibt Dinge, die man besprechen muss", sagt Frank. Er ahnt gar nicht, wie sehr er Recht hat.

Autor: gri

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren