Es geht Schlag auf Schlag. Kaum waren die Zelte in Paderborn abgebrochen, machte der Tour-Tross im ostwestfälischen Lemgo Station. Umrahmt von historischen Gebäuden waren 16 Mannschaften am Start, die sich ein packendes Turnier lieferten. Das große Ziel der kleinen Fußballer: Die Endrunde in Rietberg.

Street-Soccer-Cup 2008 für Grundschulen: Sonne satt in Lemgo

Grundschule Brake setzt sich durch

pozo
12. Mai 2008, 21:35 Uhr

Es geht Schlag auf Schlag. Kaum waren die Zelte in Paderborn abgebrochen, machte der Tour-Tross im ostwestfälischen Lemgo Station. Umrahmt von historischen Gebäuden waren 16 Mannschaften am Start, die sich ein packendes Turnier lieferten. Das große Ziel der kleinen Fußballer: Die Endrunde in Rietberg.

Nach 40 Spielen in der Altstadt machte die Mannschaft der Grundschule Brake einen großen Schritt in Richtung Titel. In einem dramatischen Finale bot die Kampschule Lemgo lange Zeit Paroli - ein "Golden Goal" musste her halten. Doch dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. In der Handballerstadt qualifizierte sich Brake für das große Finale in Rietberg am 17. Juni, das im Rahmen der Landesgartenschau ausgetragen wird.

Landrat Friedel Heuwinkel, der selbst lange Zeit aktiv Fußball gespielt hat und mittlerweile Vositzender eines Bezirksligisten ist, eröffnete das Fußballfest um Punkt 12 Uhr mit einem gekonnten Schuss von der Bühne. "Eine tolle Sache. Fußball auf unserem historischen Maktplatz, eine tolle Kombination von Kunst und Kultur", resümiert der Politiker.

Seine Bedenken um die Unversehrtheit der historischen Glasfenster konnten die Organisatoren ausräumen. Nicht nur ringsherum waren Netze gespannt, auch nach oben konnte kein Ball verloren gehen. "Da war ich natürlich beruhigt, als ich gesehen habe, dass die Plätze überdacht sind", erklärt Heuwinkel augenzwinkernd.

"Wir haben eine große Herausforderung. Wir müssen zukünftig Vereinssport und Schule mehr und mehr zusammen bringen", appeliert der Politiker an die anwesenden Eltern und Lehrkräfte. "Der Street-Soccer-Cup 2008 ist ohne Zweifel ein ganz großer Schritt in diese Richtung."

Michael Kraut, Hochschulberater des Partners Techniker Krankenkasse, unterstreicht diesen Aspekt: "Es geht darum, dass die Kinder wieder einen Antrieb zu Mobilität und Sport erhalten. Wenn das dann noch in einem solch tollen Rahmen stattfindet, darf man den Veranstaltern gratulieren. Es läuft prima."

Auch der sportliche Wert der Veranstaltung ist seiner Meinung nach nicht zu unterschätzen: "Es geht hier ja um Kinder im Grundschulalter, und dafür sind schon ein paar echte 'Cracks' dabei. Ich bin begeistert. Dann sind die Spiele auch wirklich spannend und kurzweilig."

Auch der recht hohe Anteil an kleinen Fußballerinnen ist dem TK-Vertreter positiv aufgefallen: "Das habe ich so nicht erwartet, aber das ist ein äußerst positiver Aspekt. Und die Mädchen geben den Jungs teilweise echt Paroli."

Die Techniker Krankenkasse, die neben der Sparkasse Lemgo Top-Partner der Veranstaltung war, ist schon seit langer Zeit Förderer des Projekts Street-Soccer-Cup. "Ich bin zwar nicht federführend, aber ich finde absolut bemerkenswert, was hier auf die Beine gestellt wird. Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit langfristig in dieser Form so weiter gehen wird und bin auch gerne wieder in Ostwestfalen tatkräftig mit dabei."

Erstmal geht es für das Street-Soccer-Team jedoch nach Hagen. Am 15. Mai wird der Platz vor der "Volme Galerie", die sich am Friedrich-Ebert-Platz an den historischen Rathausturm angliedert, in eine gigantische Fußballarena verwandelt. 10 Schulen werden dann den nächsten Teilnehmer für Rietberg unter sich ausmachen.

Infos: http://www.streetsoccer2008.de

Auf Seite 2: Interview mit Lemgos ungarischem Handball-Nationalspieler Tamás Mocsai

Autor: pozo

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