Bezüglich der Dortmunder Aktivitäten auf dem Transfermarkt wird weiter kräftig spekuliert.

BVB: Görlitz-Diskussion beendet, Evonik-Kritik an Spielweise

"Wenn man Gäste mitnimmt, schämt man sich"

11. Mai 2008, 13:59 Uhr

Bezüglich der Dortmunder Aktivitäten auf dem Transfermarkt wird weiter kräftig spekuliert.

Zumindest bei einem rund um den BVB gehandelten Namen ist die Diskussion beendet: Rechtsverteidiger Andreas Görlitz bleibt dem Karlsruher SC ein weiteres Jahr als Leihgabe vom FC Bayern erhalten.[box_rsprint]

Bereits im Verlauf der Saison sparte BVB-Hauptsponsor Evonik nicht mit Kritik an den über weite Strecken der Saison dürftigen Leistungen der Dortmunder Kicker. Zum Saisonende wird jetzt scheinbar noch einmal eine Schüppe Häme draufgelegt. Mit den Worten „Es macht eigentlich keinen Spaß, ins Stadion nach Dortmund zu fahren“ ließ sich Evonik-Konzernchef und Ex-Bundeswirtschaftsminister Werner Müller in der Bild zitieren, und legte an gleicher Stelle nach: „Und wenn man dann auch noch Gäste mitgenommen hat, schämt man sich manchmal sogar.“ Eine Reaktion des Vereins auf die harten Worte blieb, auch angesichts des 2009 auslaufenden Vertrages mit dem Essener Konzern, der dem Club jährlich einen Sockelbeitrag von 7,5 Millionen Euro garantiert, aus.

In den letzten Wochen und Monaten wurden die Verantwortlichen des BVB nicht müde, zu betonen, dass es dem Club nach der Fast-Pleite 2005 finanziell wieder deutlich besser geht. Der in diesen Tagen veröffentlichte und von der Süddeutschen Zeitung beauftragte jährliche Bonitätsindex der Wirtschaftsauskunftsdatei „Creditreform“ bestätigt diesen Trend nun. Lag die Borussia 2006 mit einem Index von 3,02 noch auf dem letzten Platz der Bundesliga, hat sich der schwarz-gelbe Index mittlerweile auf 2,17 und damit Rang sieben verbessert. Zum Vergleich: der Bonitätsindex des Revierrivalen Schalke 04 liegt bei 2,32.

Dazu passt, dass der BVB in der aktuellen Forbes-Rangliste der wertvollsten Fußballclubs der Welt derzeit mit einem Wert von 209 Millionen Euro Rang 15 belegt. Als weitere deutsche Clubs rangiert der FC Bayern auf Platz fünf (590 Millionen), der FC Schalke auf Rang zehn (302 Millionen), der Hamburger SV auf Platz 17 (189 Millionen) und der SV Werder Bremen direkt
dahinter auf Rang 18 (169 Millionen). Spitzenreiter mit einem Wert von 1,16 Milliarden Euro ist der Champions League-Finalist Manchester United.

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